Corona-Krise

Erst einmal kein Sommer-Sprit? Winterbenzin blockiert die Lager

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Winterbenzin kann im Sommer zu Problemen führen.

Eigentlich dürfen Tankstellen ab Mai nur noch Sommer-Kraftstoff verkaufen. Doch die Wintersprit-Speicher sind noch übervoll. Zu warten, bis sie leer sind, könnte riskant sein.

  • Europas Tankstellen werden ihre Winterkraftstoffe nicht los.
  • Weil im Zuge der Corona-Krise die Sprit-Nachfrage* eingebrochen ist, werden die Lager der Mineralölkonzerne nicht rechtzeitig zum 1. Mai leer.
  • Ab dann darf in den meisten EU-Staaten eigentlich nur noch Sommerkraftstoff verkauft werden.

Zu viel Winter-Benzin übrig: Darum ist das schlecht für Motoren

Erste EU-Mitgliedsländer schlagen deshalb bereits eine Verschiebung der Umstellung vor, in den USA ist der Wechsel auf Sommersprit bereits auf Ende Mai verschoben worden. Für Autofahrer könnte das allerdings Probleme bedeuten, befürchtet der europäische Kfz-Industrieverband ACEA. Vor allem Winter-Benzin bekommt modernen Motoren und Abgassystemen bei höheren Temperaturen demnach schlecht. Zu den möglichen Folgen zählen Motorausfälle, Startprobleme und erhöhte Emissionen von Benzindämpfen.

Kraftstoffe – sowohl für Otto- als auch für Dieselmotoren* - haben im Winter eine andere Zusammensetzung als im Sommer, damit die Motoren bei den unterschiedlichen Außentemperaturen optimal anspringen und laufen. Im Winter ist beispielsweise der Anteil von flüchtigen Substanzen im Benzin höher, damit der Kraftstoff auch bei Minusgraden ausreichend zündfähig bleibt. Für den Sommer hingegen wird der flüchtige Anteil herabgesetzt, damit sich in den Kraftstoffleitungen keine Blasen bilden.

Auch interessant: Verbrauche ich weniger Sprit, wenn der Tank nicht voll ist

Kann Umstellung von Winter- auf Sommer-Kraftstoff verschoben werden?

Für die Umstellung von Winter- auf Sommer-Kraftstoff schreiben die EU-Staaten bestimmte Zeiträume vor: Ab Mitte März dürfen die Tankstellen bereits auf Sommersprit umrüsten, ab 1. Mai muss dieser an allen Zapfsäulen verfügbar sein. In einigen kälteren Staaten gilt der 1. Juni als Stichtag. Anfang Oktober wird dann wieder Winter-Sprit verkauft, ab Mitte November darf nur noch die Winterware abgegeben werden.

Die Corona-Krise bringt das eingespielte Saisonsprit-Timing nun durcheinander. Und auch an anderer Stelle sorgt der Rückgang des Reiseverkehrs für Probleme: So sind auch die Lagerbestände für Flugzeug-Kerosin aktuell übervoll. Erste Staaten fordern laut ACEA, den Kraftstoff mit Diesel zu mischen und an die Tankstellen in Europa auszuliefern. Der Verband warnt in diesem Zusammenhang vor möglichen Schäden an Motoren und Abgasreinigungssystemen moderner Autos.

Lesen Sie auch: Wie lange sind Diesel und Benzin eigentlich haltbar?

Holger Holzer/SP-X

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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