Bußgeldkatalog

Rechtsfahrgebot: Welche Strafe droht, wenn ich es missachte?

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Denkzettel für Linksfahrer: Wie hoch werde ich bestraft, wenn ich gegen das Rechtsfahrgebot verstoße?

In Deutschland und auf dem europäischen Festland gilt das Rechtsfahrgebot. Wer das missachtet, dem droht nicht nur eine Geldstrafe.

Egal ob in der Stadt, auf Landstraßen oder auf der Autobahn: In Deutschland und auf dem europäischen Festland gilt in der Regel das Rechtsfahrgebot. Das heißt, Fahrzeuge müssen sich im Straßenverkehr zumeist auf der rechten Fahrbahnseite bewegen. Nur in Ausnahmefällen darf davon abgewichen werden - sonst drohen Strafen.

Die Straßenverkehrsordung (StVO) sieht dabei nicht nur ein allgemeines Rechtsfahrgebot vor, sondern listet auch all jene Situationen auf, die bei einer Missachtung des Gebots besonders schwerwiegend sind. Etwa, wenn Sie ein anderer Autofahrer überholen will oder an einer Kuppe. Auch zu enges Linksabbiegen oder zu weites Rechtsabbiegen ist verboten und wird geahndet.

Ausnahmen vom Rechtsfahrgebot

Doch es gibt auch Ausnahmen vom Rechtsfahrgebot: wenn Sie selbst überholen wollen, innerorts bei mehreren Fahrstreifen in einer Richtung (für Fahrzeuge bis zu 3,5 t) oder auch auf Autobahnen, "wenn die Verkehrsdichte das rechtfertigt" (§ 7 Abs. 1 der StVO).

Auch interessant: Fahren auf dem Autobahn-Standstreifen - diese Strafe droht.

Rechtsfahrgebot missachtet: Wie hoch fällt die Strafe aus?

Laut Bußgeldkatalog sieht eine Missachtung des Rechtsfahrgebotes Geldstrafen von etwa 80 bis 100 Euro vor, sowie einen Punkt in Flensburg. Fahrverbote werden in der Regel nicht ausgesprochen. Die Höhe der Strafe hängt jedoch auch davon ab, ob der Verstoß einen Unfall verursacht hat: 

Bußgeldkatalog Rechtsfahrgebot

Strafe

Punkte

Fahrverbot

bei Gegenverkehr

80 Euro

1

-

beim Überholtwerden

80 Euro

1

-

bei Unübersichtlichtkeit

80 Euro

1

-

in einer Kurve

80 Euro

1

-

an einer Kuppe

80 Euro

1

-

beim zu engen Linksabbiegen

80 Euro

1

-

beim zu weiten Rechtsabbiegen

80 Euro

1

-

mit Unfallfolge

100 Euro

1

-

Quelle: bussgeldkatalog.org (Stand: 2019)

Video: Pausenlos auf der Mittelspur - darf man das?

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Der Bußgeld-Katalog für Temposünder

Bußgeld für Temposünder
Verwarnungsgeld, Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot - Temposünder müssen mit einer Strafe rechnen. © dpa
Bußgeld für Temposünder
Wer in der Stadt 70 km/h zu viel auf dem Tacho zahlt 680 Euro, kassiert vier Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.  © dpa
Bußgeld für Temposünder
Der Bußgeld-Katalog © dpa
Bußgeld für Temposünder
Der Bußgeld-Katalog © dpa
Bußgeld für Temposünder
Das Geld liegt auf der Straße: Kritiker halten viele Radarfallen, besonders außerhalb von Gefahrenstellen, für Abzocke. „Bundesweit erwarten Kommunen für 2013 Blitzer-Einnahmen von mehr 600 Millionen Euro“, so Torsten Florian Singer, Sprecher der Initiative gemeinsam gegen Blitzerabzocke.   © Initiative gemeinsam gegen Blitzerabzocke
Uhu
Tausende Autofahrer sind 2012 auf einer Eifeler Landstraße in eine Radarfalle gerauscht und wurden bestraft. Eine Tempo-Sünderin klagte zwar erfolgreich gegen die Radarfalle, doch zum Schutz der nachtaktiven Uhus, die in Felsen an der Straße leben, gilt für Autofahrer mit Einbruch der Dämmerung und nachts Tempo 50 und tagsüber Tempo 70. © dpa
Das Warnen vor stationären Radarfallen ist nach der Straßenverkehrsordnung in Deutschland verboten. Auch bei Navigationsgeräte mit Warnfunktion droht eine saftige Strafe. Das Verbot gilt nach Angaben des ADAC für klassische Warngeräte und auch für Navigationsgeräte oder Mobiltelefone, die vor Blitzern warnen.
Das Warnen vor stationären Radarfallen ist nach der Straßenverkehrsordnung in Deutschland verboten. Auch bei Navigationsgeräte mit Warnfunktion droht eine saftige Strafe. Das Verbot gilt nach Angaben des ADAC für klassische Warngeräte und auch für Navigationsgeräte oder Mobiltelefone, die vor Blitzern warnen. © dpa
moderne Blitzer-Anlage
Wer trotz dieses Verbots ein solches Gerät betriebsbereit an Bord hat, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld von 75 Euro und vier Punkten in Flensburg rechnen. © dpa
Lichthupe
Das Warnen anderer Verkehrsteilnehmer mittels Handzeichen oder Schildern ist grundsätzlich nicht verboten. Sollten andere Verkehrsteilnehmer aber behindert oder abgelenkt werden, kann die Polizei das Warnen untersagen. Die häufige Praxis, mit der Lichthupe auf Blitzer aufmerksam zu machen, ist allerdings nicht erlaubt und wird mit einem Bußgeld von zehn Euro bestraft. © dpa

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