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DB stockt Bayerns Bahnverkehr auf - Die Bahn wird schneller und teurer

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Von: Johannes Welte

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Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn
Die Fahrkarten der Bahn werden ab 12. Dezember teurer. © Armin Weigel

Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember gibt es wieder viele Verbesserungen für Bahnkunden. Es gibt mehr und schnellere ICE-Züge vor allem nach NRW und Berlin.

München - Bayerns Bahnverkehr wird ab dem 12. Dezember besser: Es gibt mehr Verbindungen und oft geht es schneller: Allerdings erhöht die Bahn zugleich auch ihre Preise um durchschnittlich 1,9 Prozent.

Erst einmal die guten Nachrichten: Im Fernverkehr profitieren die Münchner* ab Dezember von einer ICE-Sprinter-Linie, die zweimal am Tag Richtung Nürnberg*, Frankfurt-Flughafen, Köln und Düsseldorf und wieder zurückfährt. Damit benötige man von München nach Köln mit dem ICE weniger als vier Stunden, teilte das Unternehmen mit. Ausgeweitet werden soll auch das Angebot für besonders schnelle Verbindungen nach Berlin, um etwa 20 Uhr soll ein weiterer ICE in München starten und die Hauptstadt in weniger als vier Stunden erreichen.

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Bahn will größere ICEs mit mehr als 900 Sitzplätzen einsetzen

Für die Reisen in den Freistaat startet eine Sprinter-Verbindung ebenso gegen 20 Uhr in Berlin Richtung Bayern. Zudem will die Bahn auf der Linie von München und Augsburg* über Stuttgart, Frankfurt-Flughafen in den Ballungsraum Rhein/Ruhr größere ICEs mit mehr als 900 Sitzplätzen einsetzen. Auch in die Schweiz geht es ab Dezember schneller: Der seit vorigem Jahr von München nach Zürich fahrende ECE fährt eine halbe Stunde schneller – bis April profitiert davon aber nur jeder zweite Zug, danach sollen alle Züge mit der neuen Technik ausgestattet sein, die Wartezeiten an der Schweizer Grenze überflüssig macht. Dann fährt man in 3:55 in die Schweizer Bankenmetropole.

Auch der Nahverkehr wird Richtung Lindau schneller: Auf der vergangenes Jahr für die ECEs nach Zürich elektrifizierten Strecke über Memmingen geht die britische Go-Ahead mit neuen Zügen an den Start: Die Fahrzeit nach Memmingen verkürzt sich im Nahverkehr von eineinhalb auf 1:05 Stunden, nach Lindau von zweieinhalb bis drei auf 2:25 Stunden.

Mit dieser Zuggarnitur sind ab Dezember die Züge ins Allgäu unterwegs
Der neue Zug des Betreibers Go-Ahead. © Go-Ahead/Winfried Karg

Die Bahn langt ab dem 12. Dezember bei den Tickets aber um durchschnittlich 1,9 Prozent mehr hin. Der Flexpreis und die Preise für Streckenzeitkarten und Bahncards steigen um durchschnittlich 2,9 Prozent. Ausgenommen von der Preisanhebung sind die Sparpreistickets. Der Regelfahrpreis für ein ICE-Ticket von München nach Berlin verteuert sich von 139,90 Euro auf 143,60 Euro. Die Fahrkarte nach Köln kostet dann 140,90 Euro statt bisher 136,80 Euro. Im Nahverkehr jenseits des MVV steigen die Preise um 1,7 Prozent. Zeitkarten sowie die Einzeltickets kosten dann 1,9 Prozent mehr. Im MVV werden die Tickets um 3,7 Prozent teurer! - *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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