Ursache geklärt

Hausexplosion im Allgäu: Vater und Tochter (7) sterben - Gemeinde veranstaltet Trauerfeier

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Eine beschädigte Gasleitung neben dem Haus soll zu der Tragödie in Rettenbach geführt haben.

In einem Wohnhaus in Rettenbach hat es am Sonntag eine Explosion gegeben. Zwei Menschen kamen ums Leben. Nun ermittelt die Polizei.

  • Gegen 10 Uhr vormittags ist am Sonntag in Rettenbach im Allgäu ein Wohnhaus komplett explodiert.
  • Im Wohnhaus wohnten sechs Menschen - eine alleinstehende Frau sowie eine fünfköpfige Familie (Eltern und drei Kinder).
  • Die alleinstehende Frau war zum Zeitpunkt der Explosion außer Haus, zwei der Kinder auf einem Spielplatz.
  • Mutter, Vater und eine siebenjährige Tochter waren verschüttet. Die Mutter konnte gegen Mittag schwer verletzt geborgen werden.
  • Sie habe mit Schreien aus dem Keller auf sich aufmerksam gemacht. 
  • Rettungskräfte haben zwei Leichen in den Ruinen entdeckt. Es handelt sich um den Familienvater und die Tochter (7). 
  • Mittlerweile steht die Ursache der Tragödie fest.

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Update, 23. Mai 2019: Für die Opfer der Wohnhausexplosion im Allgäu veranstaltet die Gemeinde Rettenbach an diesem Freitagnachmittag eine Trauerfeier. Dies teilte der Bürgermeister am Donnerstag mit. Ein 42-jähriger Mann und seine siebenjährige Tochter waren bei der Explosion am Sonntag ums Leben gekommen. Die 39-jährige Mutter erlitt schwere Brandverletzungen und war auch am Donnerstag noch in einem kritischen Zustand.

Das Landratsamt Ostallgäu hat einen Spendenaufruf für alle Betroffenen eingerichtet. In der Zwischenzeit haben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung aufgenommen. Es wird vermutet, dass Bauarbeiten auf dem Grundstück eine Flüssiggasleitung beschädigten, wodurch Gas zum Haus gelangen konnte.

Hausexplosion im Allgäu: Vater und Tochter (7) sterben - Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Update, 22. Mai, 13.16 Uhr: Nach der Explosion in einem Wohnhaus in Rettenbach, bei dem ein Vater und seine kleine Tochter starben und die Mutter schwer verletzt wurde, ermittelt die Polizei nun wegen fahrlässiger Tötung. Das berichtet der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Offenbar war bei Bauarbeiten vor einigen Jahren auf dem Grundstück eine Flüssiggasleitung beschädigt worden. Das Gas war unbemerkt ins Haus gesickert. Dort war es dann zur Explosion gekommen. Die Ermittler wollen nun prüfen, ob wirklich die lange zurückliegenden Bauarbeiten zu dem Leck geführt haben könnten und ob dies nachträglich noch das Unglück ausgelöst haben könnte.

Ein weiterer schrecklicher Vorfall ereignete sich, als in Hamburg eine Explosion ein Haus in Flammen versetzte und ein vermisster Mann tot auf dem Friedhof gefunden wurde, wie nordbuzz.de berichtet.

Hausexplosion: Vater und Tochter (7) sterben - Nun steht fest, wie es zur Tragödie kam

Update von 17.31 Uhr: Es war bislang nur eine traurige Vermutung. Doch nun steht fest, was die verheerende Explosion in Rettenbach, bei der ein Mann und ein Kind starben, verursachte. 

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurde neben dem komplett zerstörten Wohnhaus eine beschädigte Leitung für Flüssiggas entdeckt. Über einen längeren Zeitraum strömte dadurch wohl Gas ins Haus - das Gebäude selbst hatte keinen Gasanschluss. Polizeisprecher Jürgen Krautwald: „Wie diese Beschädigung verursacht wurde und wie das Flüssiggas in das Wohnanwesen gelangte, ist noch nicht abschließend geklärt.“

Der Schaden wird auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Hausexplosion in Rettenbach: Landratsamt will Geld für Opferfamilie sammeln

Update, 15.04 Uhr: Nach der Explosion eines Einfamilienhauses in Rettenbach, bei dem ein Mann und dessen siebenjährige Tochter ums Leben kamen, will die Landrätin Maria Rita Zinnecker Geld für die Opfer sammeln. Die Mutter der fünfköpfigen Familie wurde nach der Explosion schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die beiden Söhne des Paares und eine Untermieterin waren zum Zeitpunkt der Explosion nicht im Haus.

Die Landrätin will mit der Spendenaktion vor allem die Opferfamilie unterstützen. Sie sagt: „Wir werden unbürokratisch und schnell das Geld zukommen lassen.“ Zinnecker war selbst am Sonntag vor Ort und hat sich die Bergungsarbeiten angesehen. Auch die Anwohner, deren Häuser durch die Explosion beschädigt wurden, sollen finanziell unterstützt werden.

„Gespenstische Atmosphäre“: Vater und Tochter (7) tot - Rätsel um die Ursache der Explosion

Update, 14.43 Uhr: Nach dem Fund der zwei Leichen in dem völlig zerstörten Wohnhaus im Allgäu suchen Spezialisten der Kripo nun nach der Ursache der Explosion. 

In der Straße vor dem Haus liegen nach Angaben der Behörden Gasleitungen. Unklar ist bislang, ob und wie weit eine Leitung vielleicht auf das Grundstück des Hauses führte. „Bei der Suche der Unglücksursache wird es eine Rolle spielen: Welche Versorgungsleitungen hat dieses Haus?“, sagte Polizeisprecher Jürgen Krautwald.

Die Polizei rechnet damit, dass zur Klärung der Ursache wohl noch weitere Grabungen nötig sind. Die Arbeiten an der Unglücksstelle könnten noch Tage dauern, sagte Krautwald. Auch konkrete Angaben zur Schadenshöhe waren zunächst noch nicht möglich. Der Einsatz wurde am Montag zudem von Regen erschwert.

Update, 9.43 Uhr: Ein Experte vor Ort berichtet Merkur.de*, dass es sich sehr wahrscheinlich um eine Gasexplosion gehandelt haben muss, denn sonst wäre eine solche Zerstörung nicht möglich gewesen. Obwohl das Haus selbst nicht an die Gasleitung angeschlossen ist, kann es bei einem Leck trotzdem sein, dass es über den Keller Gas in das Haus drückt, vielleicht durch eine dort installierte Dusche. Am Ende reiche nur ein Funke und die Gas-Luft-Mischung entzündet sich explosionsartig. Die genaue Ursache müssen Experten aber noch klären. 

Video: Bilder vom explodierten Wohnhaus in Rettenbach

Außerdem berichtet ein Zeuge über die Bergungsarbeiten in der Nacht. Teilweise mussten alle Stromaggregate und damit auch alle Lichter für einige Minuten ausgeschaltet werden, damit die Suchhunde - ohne Lärmbelästigung - mögliche Geräusche von Verschütteten hören konnten. Es war eine „gespenstische Atmosphäre“, als mehrere hundert Helfer im Dunkeln an der Unglücksstelle standen und nach Lebenszeichen horchten, so der Zeuge. 

Update, 9.15 Uhr: Die Ursache der verheerenden Explosion ist weiterhin unklar. Zunächst wurde eine Gasexplosion vermutet, jedoch berichtet der BR, dass das Haus gar keinen Erdgasanschluss gehabt habe. Nur in der Straße liege eine Gasleitung. Die Experten stehen somit vor einem Rätsel, weil auch sonst keine anderen explosiven Mittel gefunden wurden. Ein spezieller Physiker und ein weiterer Gutachter seien hinzugezogen. 

Explosion in Rettenbacher Wohnhaus: Auch das siebenjährige Mädchen ist tot

Update, 8.28 Uhr: Nun gibt es traurige Gewissheit. Das siebenjährige Mädchen wurde nun auch tot geborgen. Das teilte ein Sprecher des BRK auf Twitter mit. 

Mehr als 20 Stunden waren die Einsatzkräfte nach der Explosion des Wohnhauses im Einsatz. Bis zuletzt hofften die Retter, das Mädchen (7) vielleicht doch noch lebend in den Trümmern der Ruine zu finden - vergebens. 

Wohnhaus explodiert im Ostallgäu: Leiche in Ruine in Rettenbach entdeckt

Update vom 20. Mai 2019, 6.06 Uhr: Nach der Explosion eines Wohnhauses im Ostallgäu haben die Rettungskräfte in der Ruine eine Leiche entdeckt. Dabei handele es mutmaßlich um einen vermissten 42-Jährigen, sagte ein Polizeisprecher am frühen Montagmorgen. Die sieben Jahre alte Tochter wird noch vermisst. Mit aller Kraft wird weiter nach dem Kind gesucht, teilte die Polizei in einer Pressemitteilung mit. 

Die Ursache der Explosion war am Montagmorgen weiterhin unklar. Die Kriminalpolizei ermittelte. 

Derzeit befinden sich noch rund 100 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des Technischen Hilfswerkes und des Rettungsdienstes sowie Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Marktoberdorf und der Kriminalpolizei vor Ort. 

Insgesamt bis zu 350 Einsatzkräfte hatten am Sonntag nach den Vermissten gesucht. Das Technische Hilfswerk baute Scheinwerfer auf, um die Unglücksstelle ausleuchten zu können. Neben Spürhunden waren auch Spezialisten mit einer Kamerasonde und insgesamt vier Hubschrauber im Einsatz.

Heftige Explosion in Wohnhaus: Die News vom 19.5.2019

Update, 22.47 Uhr: Wie es vor Ort hieß, war die gerettete Mutter gerade in der Dusche als das Haus explodierte. Die Suche nach ihrem Mann und ihrer Tochter wird über die Nacht fortgesetzt. Die Explosion war so gewaltig, dass Trümer des Hauses bis zu 300 Meter weit flogen und Nachbarhäuser beschädigten. 15 Anwohner mussten zeitweise ihre Wohnungen verlassen.

Update, 20.50 Uhr: Ob die beiden Vermissten noch lebend geborgen werden können, ist am Abend völlig offen. Spezialisten bohren durch die zwei übereinander liegenden Betondecken und suchen mit einer Endoskopkamera nach den Opfern. Auch die Spürhunde, die immer wieder durch den Schuttberg liefen, schlagen nicht an. Die Einsatzkräfte müssen zudem immer wieder ausgetauscht werden, da die Arbeit psychisch als auch physisch extrem anstrengend ist. Auch das drohende Unwetter bereitet den Einsatzkräften Sorge, denn es beginnt bereits leicht zu nieseln, bis Mitternacht wird Starkregen erwartet. 

Das Wetter verschlechtert sich im Laufe des Tages. Die Suche dauert an.

Heftige Explosion in Wohnhaus: Vater und Tochter (7) weiter verschüttet

Update, 20.30 Uhr: Immer noch wird nach zwei Verschütteten gesucht. Es handelt sich dabei um einen 42-jährigen Vater und seine fünfjährige Tochter. Die Mutter (39) konnte gegen Mittag geborgen werden und wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. 

Update, 18.18 Uhr: Nach der schweren Explosion eines Wohnhauses im Allgäu wollen die Rettungskräfte in der Nacht zum Montag die Suche nach den zwei Vermissten fortsetzen, bei denen es sich um einen Vater und seine Tochter handelt. „Wir machen weiter, das ist gar kein Thema“, sagte Polizeisprecher Edmund Martin am späten Sonntagnachmittag. Die Einsatzkräfte bereiteten sich darauf vor, die Unglücksstelle mit Scheinwerfern auszuleuchten. Die Mutter konnte schwer verletzt geborgen werden.

Rettenbach Explosion in Wohnhaus: Spürhunde im Einsatz

Update 16.55 Uhr: Die fieberhafte Suche dauert immer noch an. Mittlerweile helfen 340 Retter mit. Sie arbeiteten teilweise mit bloßen Händen bei der Suche nach den Verschütteten. Wo einstmals das Haus stand, liegt nur noch ein Haufen aus Steinen und Balken. Das Dach des Hauses ist bis auf den Boden gestürzt. Es wird damit gerechnet, dass die Suche und die Bergungsarbeiten bis in die späten Abendstunden oder die Nacht andauern könnte. Auch Spürhunde sind im Einsatz.

Nur noch Schutt und Asche ist von dem Wohnhaus übrig geblieben. Die fieberhafte Suche nach den Verschütteten geht weiter. 

Update 16.30 Uhr: Die Explosion hatte verheerende Folgen, das Mehrfamilienhaus wurde beinahe dem Erdboden gleich gemacht. Auf Merkur.de* finden Sie eine Fotostrecke zur Explosion in Rettenbach.

Update 15.15 Uhr: Noch immer werden nach der verheerenden Explosion in Rettenbach ein Mann und ein Kind vermisst. "Als ich hier ankam, fehlte einfach ein Haus in der Reihe, wie wenn es gesprengt worden wäre. Das kann man sich gar nicht vorstellen", schildert Polizeisprecher  Edmund Martin laut News5 die bangen Minuten nach Eintreffen am Einsatzort. Laut Angaben der Polizei sollen in dem Zweifamilienhaus ein junges Paar und eine fünfköpfige Familie gelebt haben. Sowohl das Paar, als auch zwei Kinder sollen sich zum Zeitpunkt des Unglücks aber nicht im Haus befunden haben. 

170 Retter sind vor Ort, Spürhunde sind im Einsatz. Auch Experten, die schon bei Erdbeben geholfen haben, wurden eingeflogen. "Wir lassen nichts unversucht und wollen die Vermissten so schnell wie möglich finden“, so Martin.

Update 13.12 Uhr: Unter den verschütteten sollen laut Polizeiangaben auch ein Mann und ein Kind sein. Bislang konnte aber lediglich eine Frau aus dem zerstörten Haus geborgen werden. Als Ursache für das Unglück wird derzeit eine Gasexplosion vermutet. Unklar ist, wie es zu dieser kommen konnte.

Explosion in Rettenbach: Erste Schwerverletzte geborgen

Update 12.41 Uhr: Nach der Haus-Explosion im Landkreis Ostallgäu haben Rettungskräfte am Mittag eine schwer verletzte Frau geborgen. Vier weitere Personen würden noch in den Trümmern vermutet, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Als Ursache des Unglücks am Sonntag in Rettenbach am Auerberg wird nach Angaben des Sprechers inzwischen eine Gas-Explosion vermutet.

Explosion in Rettenbach: Foto zeigt Ausmaß der Katastrophe

Update 12.24 Uhr:

Noch immer ist unklar, ob sich Verletzte oder gar Tote in den Trümmern des Wohnhauses in Rettenbach befinden. Bilder zeigen nun das komplette Ausmaß der Katastrophe. Von dem dreistöckigen Haus sind offenbar nur noch Trümmer übrig geblieben. Die Lage ist noch immer unübersichtlich.

Zahlreiche Helfer von Feuerwehr und Bayerischem Roten Kreuz sind vor Ort. Es komme auch ein Rettungshund zum Einsatz, sagte der Sprecher weiter. Die Helfer versuchten zunächst, das Dach des Hauses von dem Trümmerhaufen zu heben.

Wohnhaus explodiert

Explosion in Wohnhaus: Polizei vermutet Menschen in Trümmern

Update 11.33 Uhr: Nach aktuellen Polizeiangaben gelten vier Personen als vermisst. Es ist davon auszugehen, dass sie in dem beschädigten Haus eingeschlossen sind.

Die Explosion sei so heftig gewesen, dass sie, Polizeiangaben zufolge, zwei umliegende Häuser ebenfalls getroffen habe. Was die Explosion auslöste, ist derzeit allerdings noch immer unklar.

Erstmeldung vom 19. Mai, 11.12 Uhr: Explosion in Wohnhaus im Allgäu 

Rettenbach am Auerberg  - In einem Wohnhaus im Landkreis Ostallgäu ist es am Sonntagmorgen (19.05) zu einer Explosion gekommen. Das Dach des dreistöckigen Gebäudes liege nun auf dem Erdgeschoss auf, teilte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presseagentur mit.

Explosion in Rettenbach: Möglicherweise Personen eingeschlossen

Informationen über Verletzte gebe es bislang keine. Es wird allerdings vermutet, dass noch Menschen in dem Gebäude eingeschlossen sein könnten. An der Adresse in Rettenbach am Auerberg sind demnach sieben Menschen gemeldet.

Weitere Angaben waren noch nicht möglich. Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort.

Weitere Infos folgen in Kürze.

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kah/lby

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