DFB-Interimschef: UEFA musste Beleuchtung ablehnen

Rainer Koch
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Der Interimspräsident des DFB, Rainer Koch.

München - DFB-Interimspräsident Rainer Koch hat das UEFA-Verbot einer Regenbogen-Beleuchtung der Münchner EM-Arena verteidigt. „Da die Beleuchtung vom Münchner Stadtrat als eine gezielte Aktion gegen die Entscheidung des ungarischen Parlaments begründet worden ist, handelt es sich nicht mehr um ein bloßes Statement im gemeinsamen Kampf gegen jede Form von Diskriminierung, sondern um eine politische Aktion“, schrieb das deutsche Mitglied der Exekutive der Europäischen Fußball-Union am Dienstag bei Facebook.

Da die UEFA eine „politisch und religiös neutrale Organisation“ sei, habe sie die Anfrage aus der Münchner Politik ablehnen müssen.

Die UEFA hatte entschieden, dass das EM-Stadion in München beim Gruppenfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn am Mittwoch nicht in Regenbogenfarben als Zeichen für Toleranz und Gleichstellung erstrahlen darf. Hintergrund der Forderung ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt wurde. Das Gesetz gilt als Anliegen von Ministerpräsident Viktor Orban.

Seine eigene Haltung und die des Deutschen Fußball-Bundes sei klar, versicherte Koch. DFB-Kapitän Manuel Neuer bringe „das mit seiner persönlichen Haltung, die Regenbogen-Armbinde schon den ganzen Monat zu tragen, klar zum Ausdruck. Und das ist gut so“, schrieb der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes. „Und die UEFA als Organisation hat, wie das Statement sehr deutlich macht, exakt die gleiche Haltung“, fügte er hinzu.

Die UEFA sei grundsätzlich dafür, Zeichen zu setzen. Daher habe sie auch vorgeschlagen, die Münchner Arena an anderen Tagen außerhalb der EM-Spiele in Regenbogenfarben zu erleuchten. dpa

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