Ermittlungen gegen Zahnarzt nach Impfaktion eingestellt

Ingolstadt - Nach einer umstrittenen Impfaktion für Mitarbeiter einer Zahnarztpraxis hat die Ingolstädter Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Praxisinhaber eingestellt. Der Zahnarzt hatte für sein gesamtes Praxisteam bereits im Januar einen Gruppen-Impftermin organisiert und die Belegschaft zur Teilnahme gedrängt. Die Strafverfolger hatten daher wegen des Verdachts der Nötigung ermittelt.

Eine Straftat sei dem Zahnarzt nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachzuweisen, begründete Oberstaatsanwältin Andrea Grape am Dienstag die Einstellung des Verfahrens. Zunächst hatte der „Donaukurier“ darüber berichtet. Grape wies darauf hin, dass es dem Mediziner vorrangig um den Schutz seiner Patienten und Mitarbeiter gegangen sei.

Laut der Zeitung hatten die Praxismitarbeiter vor dem Impftermin von ihrem Chef die folgende Nachricht bekommen: „Wer die Impfung nicht möchte, wird ohne Gehalt von der Arbeit freigestellt.“

Der Arzt sagte zunächst dem „Donaukurier“, dass diese Mitteilung zwar nicht glücklich formuliert gewesen sei, er aber weiter hinter der Aktion stehe. Später gab er keine Stellungnahme mehr ab. Wegen der Impfaktion gab es einen Shitstorm im Internet gegen den Arzt. dpa

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