Erster Wirkungstreffer für Ingolstadt: „Werden wachsen“

SG Dynamo Dresden - FC Ingolstadt 04
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Dynamos Christoph Daferner (l) erzielt gegen Ingolstadts Torwart Fabijan Buntic (r) und Maximilian Neuberger das Tor zum 1:0.

Gleich im ersten Saisonspiel erfährt der FCI, wie schwer die Mission Klassenerhalt wird. Der Kapitän versucht, nach dem 0:3 zu beruhigen.

Dresden - Die schwarze Kappe von Roberto Pätzold passte farblich zur ziemlich verpatzten Rückkehr des FC Ingolstadt in die 2. Fußball-Bundesliga. Das 0:3 (0:1) im Duell der Aufsteiger aus der 3. Liga gegen Gastgeber Dynamo Dresden war eine bittere Erfahrung für den zum Chefcoach der Profi-Mannschaft beförderten Pätzold.

Gleich das erste Saison-Pflichtspiel bestätigte, dass das ausgegebene Ziel Klassenerhalt für die Schanzer nur ganz schwer zu erreichen sein dürfte. Mancher Beobachter sah sogar einen Klassenunterschied. Dem widersprach Pätzold allerdings: „Wir hatten immer wieder Phasen, wo wir ebenbürtig waren“, sagte der 42-Jährige: „Im letzten Drittel waren die Dresdner effektiver. Das war der große Unterschied.“

Pätzold zweifelte nicht am „verdienten Sieg für Dynamo“, für den vor 7102 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion Doppel-Torschütze Christoph Daferner (41./56. Minute) und Heinz Mörschel nach einem spektakulären Solo sorgten (67.). Nach seinem 100. Zweitligaspiel war FCI-Kapitän Stefan Kutschke bemüht, Ruhe zu bewahren. „Es gab Situationen, in denen wir das Spiel zu unseren Gunsten hätten gestalten können“, meinte der gebürtige Dresdner und ehemalige Dynamo-Angreifer.

Sein Ex-Club habe in den richtigen Momenten getroffen und „wie gewohnt viel Wucht hier im Stadion“. Der glücklose Angreifer, der eine Großchance ausließ, resümierte: „Wir sind eine junge Mannschaft und werden wachsen.“ Das muss in den kommenden Wochen rasch gelingen.

Die Unerfahrenheit sprach auch Pätzold an. „Wir waren ob der Angriffswellen zu Beginn des Spiels sichtlich beeindruckt“, sagte er. Nach vorne sei nicht mutig genug nachgeschoben worden. „Nach einer Findungsphase haben wir dann die Möglichkeit, ein Tor zu machen.“

Insgesamt hatten die Schanzer zu wenig vorzuweisen. Dennis Eckert Ayensa (28.) und Filip Bilbija (30.) hatten Möglichkeiten. Als ein „positiv denkender Mensch“ bemerkte der 21 Jahre alte Bilbija: „Es war das erste Spiel. Es ist natürlich unheimlich bitter, aber es stehen noch 33 Partien aus - und bekanntlich wird am Ende abgerechnet.“

Dresden verzeichnete sogar noch zwei Pfostenschüsse. Nach dem 2:0 war das Spiel recht frühzeitig entschieden. Pätzold nannte das zweite Tor „einen erheblichen Nackenschlag“. Das galt insgesamt für den Auftakt. dpa

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