Gefühlskarussell: Zwischen Enttäuschung und Zuversicht

SC Paderborn 07 - FC Ingolstadt
+
Paderborns Torwart Jannik Huth (3.v.l) hat den Elfmeter von Ingolstadts Stefan Kutschke (l) gehalten und wird von Jasper van der Werff (4.v.l) geherzt.

Ingolstadt spielt gut, kämpft - und verliert doch wieder. Trotz einer couragierten Leistung verlassen die Schanzer das Feld in Paderborn als enttäuschte Verlierer. Doch das Spiel gibt auch etwas Hoffnung.

Paderborn - Die Gefühle bei den Fußball-Profis des FC Ingolstadt waren gemischt. Auf der einen Seite war da der Schmerz und die Enttäuschung über das bittere 1:2 (0:0) beim SC Paderborn. Auf der anderen Seite gab es aber auch die Erkenntnis, dass man trotz Tabellenplatz 18 und acht sieglosen Partien in Serie mit den Besten der 2. Liga mithalten kann.

„Das Einzige, was für uns jetzt in dem Spiel so nicht stimmt, ist das Ergebnis“, resümierte FCI-Trainer André Schubert nach den 90 Minuten am Samstag. Mit der Mannschaftsleistung sei er insgesamt sehr einverstanden und zufrieden gewesen. „Ich glaube, wir haben eines der besten Spiele der Saison gemacht“, urteilte der auch nach seinem fünften Punktspiel als FCI-Coach weiterhin sieglose Schubert.

Die Oberbayern boten den Hausherren, die sich seit Wochen im oberen Tabellenfeld befinden, einen leidenschaftlichen Kampf. „Ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte Schubert, dessen Team mehrere Chancen zur Führung hatte. Vor allem Stefan Kutschke, der nach einem Magen-Darm-Infekt wieder dabei war, scheiterte oft knapp. Der Kapitän vergab auch die größte Möglichkeit. Sein Elfmeter landete in der 47. Minute genau in den Armen von Paderborn Keeper Jannik Huth.

Wenige Minuten später wurde ein Tor von Maximilian Beister nach Abseitsstellung zurückgepfiffen. „Wir haben offensiv unser vielleicht bestes Saisonspiel gemacht. Trotzdem tut es richtig weh, nichts Zählbares mitzunehmen“, sagte Mittelfeldspieler Marc Stendera.

Nach den vergebenen Chancen folgte prompt das Gegentor. SC-Stürmer Sven Michel traf nach einer herausragenden Einzelleistung für die Hausherren (56.). Der Rückstand war extrem unglücklich. Gute zehn Minuten später erhöhte Felix Platte auf 2:0. Die Schanzer verkürzten zwar noch durch Fatih Kaya (70.), konnten aber trotz leidenschaftlichem Einsatz nicht mehr ausgleichen.

Die mutige, aggressive Spielweise lässt Trainer und Spieler dennoch zuversichtlich auf die kommenden Partien blicken. „Wir bleiben dabei: Uns kriegt keiner so leicht unter, auch wenn uns schon alle anderen abschreiben“, sagte Stendera kämpferisch. „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht“, befand auch Beister. „Wenn wir diese Leistung konstant zeigen können, werden wir mit Sicherheit noch ein paar Punkte holen“, prognostizierte Schubert. dpa

Meistgelesen

Siemens erhält Milliardenauftrag für ägyptisches Bahnnetz
BAYERN
Siemens erhält Milliardenauftrag für ägyptisches Bahnnetz
Siemens erhält Milliardenauftrag für ägyptisches Bahnnetz
500.000 Euro Schaden und eine Verletzte bei Brand
BAYERN
500.000 Euro Schaden und eine Verletzte bei Brand
500.000 Euro Schaden und eine Verletzte bei Brand
Feuer bei der Feuerwehr mit hohem Sachschaden
BAYERN
Feuer bei der Feuerwehr mit hohem Sachschaden
Feuer bei der Feuerwehr mit hohem Sachschaden

Kommentare