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Großrazzia in Reichsbürgerszene: Vier Festnahmen in Bayern

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Razzia gegen Reichsbürger-Szene
Bei einer Razzia gegen sogenannte „Reichsbürger“ stehen Polizisten an einem durchsuchten Objekt in Frankfurt. © Boris Roessler/dpa

Bei einer bundesweiten Großrazzia in der Reichsbürgerszene sind auch in Bayern vier Menschen festgenommen worden. Betroffen sind die Landkreise Forchheim, Schweinfurt, Ansbach und Bayreuth, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Bei je einer Festnahme in Italien und Österreich gebe es ebenfalls einen Bayern-Bezug, weitere Details nannte die Behörde nicht.

Karlsruhe/München - Insgesamt nahmen Polizisten am Mittwochmorgen 25 Menschen fest, in Deutschland waren laut Bundesanwaltschaft elf Bundesländer betroffen. Die terroristische Vereinigung habe die staatliche Ordnung in Deutschland stürzen und durch eine eigene ersetzen wollen, die in Grundzügen schon ausgearbeitet sei. Dafür hätte sie auch Tote in Kauf genommen.

22 der Festgenommenen sollen Mitglieder dieser terroristischen Vereinigung sein, darunter auch die vier Festgenommenen aus Bayern. Drei weitere gelten als Unterstützer. Zudem gebe es 27 weitere Beschuldigte, sagte die Sprecherin. Mehr als 130 Objekte wurden durchsucht.

„Wir haben noch keinen Namen für diese Vereinigung“, sagte die Sprecherin. Diese begründe sich den Erkenntnissen zufolge auf Verschwörungsmythen. Die Mitglieder seien der festen Überzeugung, dass Deutschland derzeit von Angehörigen eines sogenannten Deep States, eines „tiefen Staats“, regiert werde, hieß es in einer Mitteilung. Ein Angriff eines technisch überlegenen Geheimbundes von Regierungen, Nachrichtendiensten und Militärs verschiedener Staaten, einschließlich der Russischen Föderation sowie der Vereinigten Staaten von Amerika stehe dieser Überzeugung nach kurz bevor.

Spätestens Ende November 2021 sollen die Menschen die Gruppierung gegründet haben. dpa

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