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Herrmann für Gedenkveranstaltung zu Olympia 1972

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU)
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) spricht bei einer Pressekonferenz. © Tobias Hase/dpa/Archivbild

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sich für die Durchführung der Gedenkveranstaltung zum Olympia-Attentat ausgesprochen, auch wenn Hinterbliebene der Anschlagsopfer der Veranstaltung fern bleiben. „Ich finde es sehr wichtig, dass die Gedenkveranstaltung stattfindet“, sagte Herrmann dem „Münchner Merkur“ (Mittwoch).

München - Sein Ministerium hat bei der Planung der Veranstaltung am 5. September auf dem Gelände des Fürstenfeldbrucker Fliegerhorstes die Federführung. Eine Absage, wie sie der bayerische Antisemitismusbeauftragte und ehemalige Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) ins Gespräch gebracht hatte, sei für ihn nicht vorstellbar, sagte Herrmann.

Der Anschlag von 1972 sei „einer der schlimmsten Terrorakte, der in München und Bayern jemals stattgefunden hat“. Ein Gedenken sei für München, das Land Bayern und die Bundesrepublik sehr wichtig - „und zwar auch dann, wenn die Angehörigen aus den Opferfamilien, wie zu befürchten, nicht kommen werden“.

Das israelische Generalkonsulat in München schließt dem Medien-Bericht zufolge nicht aus, dass neben den Hinterbliebenen auch der israelische Staatspräsident Jitzchak Herzog dem Gedenkakt fernbleiben wird. Er steht neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier noch auf der Einladung, die das Innenministerium verschickt hat. Ob er kommt, sei unklar. „Wir kennen die Reisepläne des Präsidenten nicht“, sagte eine Sprecherin des Generalkonsulats laut Zeitung.

Am 5. September 1972 hatten palästinensische Terroristen einen Anschlag auf die Olympischen Sommerspiele in München verübt. Elf Mitglieder des israelischen Teams und ein Polizist starben. dpa

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