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Zwei Gleitschirmflieger starten - doch nur einer kommt am Landeplatz an: Suche nimmt tragisches Ende

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Von: Katarina Amtmann

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Ein Gleitschirmflieger, im Hintergrund Berge.
Bei einem Gleitschirm-Unfall in Bayern kam ein Mann ums Leben. (Archivbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-Bildfunk

Zwei Männer starteten mit ihren Gleitschirmen am Heuberg in Bayern. Einer verlor den anderen aus den Augen. Eine großangelegte Suche begann - sie nahm ein tragisches Ende.

Nußdorf am Inn - Am Dienstag kam es im Bereich Nußdorf am Inn (Landkreis Rosenheim) zu einem tödlichen Gleitschirmunfall. Das teilte die Polizei mit.

Gleitschirm-Unfall am Heuberg (Bayern): Verunglückter von Bergwacht geborgen

Demnach starteten ein 32-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim und ein 31-jähriger Münchner gegen 16.50 Uhr mit ihren Gleitschirmen vom Heuberg. Bei beiden jungen Männern handelt es sich um „Gleitschirmflieger mit jahrelanger Erfahrung“, wie die Polizei weiter mitteilte. Nachdem der 32-Jährige seinen Bekannten, der kurz vor ihm gestartet war, aus den Augen verloren hatte und dieser dann auch nicht am vereinbarten Landeplatz eingetroffen war, setzte er einen Notruf ab. Unter der Leitung der Polizeiinspektion Brannenburg und der Bergwacht Brannenburg lief sofort eine größere Suchaktion an.

Gegen 19.45 Uhr lokalisierte ein Polizeihubschrauber den Vermissten im Bereich der „Eingefallenen Wand“ in unwegsamen Gelände in einem Baum hängend. Der Verunglückte wurde durch die Bergwacht* gegen 21 Uhr geborgen. „Die Bergwacht und zwei Polizeibeamte der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei mussten sich aufgrund des Geländes fußläufig an den Verunfallten annähern. Hier war auch eine besondere Versicherung der Einsatzkräfte notwendig, welche durch die Bergwacht organisiert und gestellt wurde“, heißt es in der Meldung der Polizei weiter.

Nach Gleitschirm-Unfall am Heuberg (Bayern): Notarzt kann nur noch den Tod feststellen

Ein Notarzt der Bergwacht stellte jedoch nur noch den Tod des Mannes fest. „Unter Leitung eines Polizeibergführers der Alpinen Einsatzgruppe begannen erste terrestrische Bergungsmaßnahmen des Verstorbenen, welche aufgrund schlechten Wetters nicht weiter fortgesetzt werden konnten. Diese werden am Mittwoch (17.02.21) weiter durchgeführt“, so die Polizei.

Zahlreiche Kräfte der Bergwacht und der umliegenden Wachten waren im Einsatz. Auch ein Rettungshubschrauber und zwei Polizeihubschrauber waren beteiligt. Der Unfall wird nun untersucht. (kam) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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