München bestätigt den Trend

Corona-Inzidenz über 1000 in Bayern: Zwei Hotspots mehr als am Vortag - sie sind oder gehen in den Lockdown

Elf Landkreise in Bayern überschreiten einen Inzidenzwert von 1000. München trotzt dem Trend. Welche Regionen noch bedroht sind, finden Sie in diesem News-Ticker.

  • Die Inzidenz in Bayern ist den zweiten Tag in Folge gesunken - auch der Wert in München sinkt (Update vom 23. November).
  • Elf Städte und Landkreise weisen in Bayern eine Corona*-Inzidenz von über 1000 auf (Update vom 25. November).
  • Dieser Ticker wurde regelmäßig aktualisiert.


+++Dieser Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

Update vom 25. November: Die 7-Tage-Inzidenz in Bayern ist erneut gesunken. Am Donnerstag beträgt sie 641,1 (Vortag: 644,3). Nach wie vor befinden sich viele Hotspots in Bayern. Folgende Kreise und Städte liegen über dem Wert von 1000:

  • Freyung-Grafenau: 1486,8
  • Rosenheim: 1467,6
  • Rottal-Inn: 1306,2
  • Stadt Rosenheim: 1270,6
  • Mühldorf am Inn: 1132,4
  • Traunstein: 1119,0
  • Berchtesgadener Land: 1089,1
  • Dingolfing-Landau: 1076,7
  • Ostallgäu: 1054,9
  • Regen: 1042,5
  • Passau: 1035,4

Elf Regionen liegen damit aktuell über der Inzidenz von 1000 - zwei mehr als am Vortag.

Corona-Inzidenz über 1000: Diese Hotspots in Bayern gehen in den Lockdown

Update vom 24. November: Nur minimal ist die 7-Tage-Inzidenz in Bayern im Vergleich zum Dienstag gesunken. Von 644,9 ging es runter auf 644,3. Das ist zwar ziemlich sicher noch keine Trendwende, aber auch in Sachen Hotspot-Regionen in Bayern hat sich etwas getan. Neun Städte und Kreise melden am Mittwoch einen Wert über 1000 - gestern waren es noch zehn.

Bayern leuchtet immer noch überwiegend rosa. Aber die lila eingefärbten Gebiete mit einer Inzidenz über 1000 sind weniger geworden. (Screenshot)

Dass das Inzidenz-Geschehen sehr dynamisch ist, konnte man in den vergangenen Tagen gut am Landkreis Passau sehen. Am Montag lag der Kreis noch unter 1000, dann machte er gestern einen Satz nach oben auf 1135,7. Nun ist er wieder aus dem Klub der lila eingefärbten Gebiete auf der RKI-Karte herausgefallen. Heute wird dort eine Inzidenz von 902,5 gemeldet. Auch Deggendorf liegt laut RKI wieder unter 1000 (975,9). Damit der ab heute geltende Lockdown für Hotspot-Regionen wieder aufgehoben werden kann, muss der Wert allerdings fünf Tage am Stück unter 1000 bleiben. Neu dazu gekommen ist die Stadt Rosenheim. Hier liegt der Wert bei 1168,4.

Der Trend nach unten geht auch in der Landeshauptstadt weiter. Gestern meldete München noch einen Wert von 681,9. Heute machte die Isarmetropole einen großen Satz auf 594,8. Damit scheint ein Lockdown in weite Ferne gerückt zu sein.

Corona-Hotspots in Bayern: Zehn Kreise überschreiten die 1000er-Marke

Update vom 23. November: Mit dem Landkreis Passau wächst die Zahl der Kreise in Bayern mit einer Inzidenz über 1000 um einen weiteren an. Damit sind es jetzt zehn Landkreise, die als Corona-Hotspot gelten. Der Sprung von Passau war allerdings gewaltig. Am Montag wurde von dort noch ein Wert von 971,8 gemeldet. Dienstag lag er bereits bei 1135,7. Mit dem Landkreis Freyung-Grafenau kommt inzwischen wieder der deutschlandweite Spitzenreiter aus Bayern. Hier wurde vom RKI eine Inzidenz von 1614,4 gemeldet.

Dem Trend entgegen entwickelt sich im Augenblick die Landeshauptstadt. München verzeichnete am Sonntag noch einen Wert von 727,2. Dieser sank am Montag auf 705,3 und liegt heute bei 681,9. Ob die sinkenden Zahlen nur am Wochenende liegen, an dem bekanntlich nicht alle Fälle gemeldet werden, wird sich im Laufe der Woche noch zeigen.

Erstmeldung vom 22. November: München - Die Farbe Lila steht laut Farben-Symbolik unter anderem für Einsamkeit, Trauer und Verzicht. Ob das derjenige, der für das RKI-Corona-Dashboard die Farbpalette erstellt hat, schon im Hinterkopf gehabt hat? Denn dort steht Lila für eine Stadt oder Landkreis mit einer Inzidenz* von über 1000 - also sogenannte Hotspots. Und ab kommenden Mittwoch könnte es dort tatsächlich sehr einsam werden und die Menschen müssen auf vieles verzichten. Denn dann greifen in diesen Gebieten wieder Lockdown-Maßnahmen, wie es sie zuletzt im Frühjahr gegeben hat.

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Corona in Bayern: Neun Kreise liegen über einem Inzidenzwert von 1000

Laut dem Robert-Koch-Institut* (RKI) liegen am Montag, 22. November, neun Kreise über der entscheidenden Marke von 1000. Dabei liegt Freyung-Grafenau unangefochten auf dem unrühmlichen Platz eins in Bayern und auf Platz zwei in Deutschland. Dort wird ein Inzidenzwert von 1569,8 gemeldet. Daneben befinden sich noch acht weitere Kreise aus Ober- und Niederbayern über dieser Grenze: Rottal-Inn (1426,9), Landshut (1157,6), Berchtesgadener Land (1150,2), Mühldorf am Inn (1128,1), Traunstein (1121,2), Regen (1028,3), Deggendorf (1004,4) sowie Dingolfing-Landau (1001,6).

Besonders der Südosten Bayerns ist auf der RKI-Karte lila eingefärbt. Hier liegen die Inzidenzen über 1000. Es droht der Lockdown.

Nicht mehr weit von der 1000 entfernt liegt der Landkreis Rosenheim*. Dort wurde ein Inzidenzwert von 979,3 gemeldet. Ebenfalls gefährdet sind die Kreise Passau (971,8) und Altötting (939,5). Da die Infektionszahlen aber derzeit so rasant nach oben klettern, muss man sich die Regionen jenseits der 800 eigentlich auch anschauen. Knapp an der 900 schrammen derzeit der LK Unterallgäu (872,3), der LK Cham (871,2), die Stadt Rosenheim (863,3), der LK Ostallgäu (862,5), der Landkreis Bamberg (822,4), der LK Neuburg-Schrobenhausen (815,5) und der LK Weißenburg-Gunzenhausen (814,8). Die Landeshauptstadt steht derzeit noch vergleichsweise gut da. München meldet einen Wert* von (705,3). Aber auch hier könnten die Zahlen schnell nach oben schießen.

Corona in Bayern: In Hotspot-Regionen droht der Lockdown

Aber was bedeutet es für die Menschen der betroffenen Gebiete, wenn der Wert über 1000 liegt. Ab Mittwoch gilt in den Hotspot-Regionen wieder ein Lockdown*. Das wollen die Minister gemeinsam mit Landeschef Markus Söder* (CSU) am morgigen Dienstag in ihrer wöchentlichen Runde beschließen. Dann ist in den 1000er-Gebieten erst einmal Schluss mit Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen. Die Gastro- und Beherbergungsbetriebe müssen schließen. Vorlesungen finden nur noch digital statt. Der Handel soll weiterhin geöffnet bleiben, jedoch soll es Kundenobergrenzen geben. Dienstleister wie Frisöre müssen allerdings den Laden zusperren. Schulen und Kitas hingegen sollen unbedingt geöffnet bleiben. Der Lockdown soll erst dann wieder beendet sein, wenn der Inzidenzwert fünf Tage am Stück unter 1000 liegt. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Screenshot RKI

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