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Kinderporno-Fall in Würzburg: Beschuldigter hat in zweiter Kita gearbeitet 

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Erste Kinder im Kinderporno-Fall identifiziert

Wie jetzt bekannt wurde, hat der Beschuldigte auch in einer zweiten Kindertagesstätte in Würzburg gearbeitet. Ob es dort auch zu Vorfällen kam, ist noch ungewiss.

Update, 12. April, 16.28 Uhr: Der unter Missbrauchsverdacht stehende Würzburger Sprachtherapeut hat in einer zweiten evangelischen Kindertagesstätte gearbeitet. „Uns ist bekannt, dass der Beschuldigte in einer weiteren Kita als Therapeut tätig war“, teilte das Dekanat der evangelisch-lutherischen Kirche am Freitag auf Nachfrage mit. Ob auch an dieser Kita Missbrauch vermutet wird, war zunächst unklar.

Kinderporno-Fall in Würzburg: Opfer identifiziert - Beschuldigter will kooperieren

Update, 11. April, 13.40 Uhr: Im Würzburger Kinderporno-Fall will der beschuldigte Sprachtherapeut nach Angaben seines Anwalts mit den Ermittlern kooperieren. Der 37-Jährige habe ein Passwort genannt, mit dem die Polizei auf gesicherte Daten auf seinem Computer zugreifen könne, sagte der Würzburger Rechtsanwalt Jan Paulsen am Donnerstag auf Nachfrage. Zuvor hatte die „Main-Post“ berichtet. Paulsen vertritt den beschuldigten Logopäden gemeinsam mit Alexander Hübner aus Dresden. Die Anwälte hätten im Namen ihres Mandanten einen Schriftsatz an die Generalstaatsanwaltschaft geschickt, sagte Paulsen. Es seien auch Namen von Opfern genannt worden.

Update, 10. April, 11.12 Uhr: Unter den Opfern des Würzburger Kinderporno-Falls sind Kinder einer Tagesstätte. Einige der Buben seien zweifelsfrei identifiziert worden, teilte die Zentralstelle Cybercrime Bayern am Mittwoch mit. Die Aufnahmen seien in der Kindertagesstätte im Stadtteil Heuchelhof aufgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft geht demnach bislang nicht davon aus, dass das Personal der Kita von den Aufnahmen wusste. Die Ermittler arbeiten noch daran, weitere Tatorte und Opfer zu identifizieren.

Die Leitung der betroffenen Kindertagesstätte lässt jedoch ihr Amt Ruhen, bis alles geklärt ist. „Eine neue kommissarische Leitung wurde eingesetzt“, teilte Dekanin Edda Weise am Mittwoch mit. „Als Träger einer Kindertagesstätte sind wir verantwortlich für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder und ihrer Eltern. Das ist uns eine große Verpflichtung“, hieß es weiter. Deshalb stehe der Kita geschultes Personal von Notfallseelsorge und Polizei als Ansprechpartner für Familien und Mitarbeiter zur Verfügung.

Weise teilte mit: „Wir möchten unsere Kita weiterführen, das ist aber nur mit dem Vertrauen der Eltern möglich.“ Deswegen habe der Träger mit Experten des Jugendamtes und der Jugendhilfe mehrere Maßnahmen erarbeitet. „Es ist uns ein tiefes Anliegen, auf die Bedürfnisse und Ängste der Kinder und ihrer Eltern zu reagieren“, sagte Weise.

In Schweinfurt ermittelt nun die Kripo wegen einer sexuellen Straftat. Ein Betreuer einer Ferienfreizeit in Schweinfurt steht unter Verdacht. Um welche Straftat es sich handelt, ist noch nicht bekannt.

Update, 5. April, 11.42 Uhr:In dem Missbrauchsfall um den Sprachtherapeuten aus Würzburg haben die Ermittler Eltern möglicher Opfer Fotos aus dem beschlagnahmten Material gezeigt.  Der 37-jährige Logopäde soll Kinderpornos mit kleinen Jungen im großen Stil angefertigt und im sogenannten Darknet verbreitet haben.

Das den Eltern vorgelegte Material sei so bearbeitet, dass keine expliziten Missbrauchsszenen zu erkennen seien - wohl aber beispielsweise Kleidungsstücke, die bei der Identifizierung helfen könnten, sagte ein Sprecher der Zentralstelle Cybercrime Bayern am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zum Umfang der Befragung machte der Sprecher keine Angaben. Auch in den kommenden Tagen sollen seinen Angaben nach weitere Eltern Bildmaterial sichten.

Update 25. März, 11.27 Uhr:Der Sportbund DJK Würzburg hat bestürzt auf die Verhaftung eines 37-jährigen Therapeuten wegen Missbrauchs und Kinderpornografie reagiert. Der Mann habe in dem Verein ein präventives Bewegungsangebot für Kinder geleitet, teilte der DJK auf seiner Seite mit.

„Wir sind geschockt und bestürzt. Wir arbeiten intensiv mit der Polizei zusammen, um die Ermittlungen mit allem, was wir dazu beitragen können, zu unterstützen“, erklärte die Vorsitzende des DJK Würzburg, Sonja Buchberger, am Montag. Ob Kinder in den Kursen des Mannes betroffen seien, stehe noch nicht fest. Die Ermittlungen richteten sich ausdrücklich nicht gegen den Verein. Vielmehr sei das Angebot dieses Übungsleiters einer der Bereiche gewesen, in denen der Mann Kontakt zu Kindern hatte. Der Sportbund DJK Würzburg wurde 1920 gegründet und gehört nach eigenen Angaben mit seinen rund 1800 Mitgliedern zu den großen Sportvereinen der Stadt

Darauf konzentrieren sich die Ermittlungen jetzt

Update 25. März, 11.15 Uhr: Es gebe eine „große Bandbreite an Tatorten“, eine große Zahl von Kontaktmöglichkeiten zu Kindern - „und das über einen mehrjährigen Zeitraum“, sagte Oberstaatsanwalt Christian Schorr von der Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Montag. Die beiden Pflegekinder des Verdächtigen zählten den Erkenntnissen zufolge nicht zu den Opern. Der 37-jährige Sprachtherapeut und sein Partner hatten seit Jahren einen vierjährigen Jungen und ein fünfjähriges Mädchen betreut.

Die Stadt habe die Kinder rechtsmedizinisch untersuchen lassen, sagte eine Sprecherin der Stadt. Beide seien physisch und psychisch wohlauf. Sie seien bei Bereitschaftspflegeeltern untergekommen.

Auch gegen den Partner seien die Ermittlungen noch nicht eingestellt worden, sagte Schorr. Es gebe aber keinen dringenden Tatverdacht. „Man geht davon aus, dass es eine realistische Möglichkeit ist, dass er nichts von den Aktivitäten seines Partners wusste.“

Kinderporno-Fall in Würzburg: Verdacht wegen Missbrauch von Pflegekindern derzeit nicht bestätigt

Update vom 24. März, 13.44 Uhr: Im Würzburger Kinderporno-Fall hat die Stadt einen sexuellen Missbrauch von zwei Pflegekindern des Verdächtigen zunächst ausgeschlossen.

Der 37-jährige Sprachtherapeut und sein Partner hätten seit Jahren einen vierjährigen Jungen und ein fünfjähriges Mädchen betreut, sagte Stadtsprecher Georg Wagenbrenner der Deutschen Presse-Agentur am Wochenende. Zuvor hatte die "Main-Post" darüber berichtet. Den Kindern gehe es den Umständen entsprechend gut. "Es gibt keine akuten Hinweise" auf Missbrauch, betonte Wagenbrenner. Die Untersuchung habe die Stadt veranlasst.

Oberstaatsanwalt Christian Schorr von der Zentralstelle Cybercrime Bayern bestätigte, es deute derzeit nichts darauf hin, dass die Pflegekinder auch auf den Aufnahmen abgebildet sind, die in dem Fall untersucht werden. "Die sehr umfangreichen Ermittlungen laufen hinsichtlich der Opfer aber natürlich in alle Richtungen weiter", teilte der Beamte auf Anfrage mit.

Kinderporno-Fall in Würzburg: Verdächtiger hatte zwei Pflegekinder

Update vom 23. März, 13.06 Uhr: Der Verdächtige im Würzburger Kinderpornofall hat sich nach Angaben der Stadtverwaltung seit Jahren um zwei Pflegekinder gekümmert. Anzeichen auf einen Missbrauch des vierjährigen Jungen und des fünfjährigen Mädchens gebe es aber nicht, berichtete die „Main-Post“ (Samstag) unter Berufung auf einen Sprecher der fränkischen Großstadt. Den Kindern gehe es den Umständen entsprechend gut. „Es haben sich keinerlei körperliche oder seelische Hinweise auf Missbrauch ergeben“, sagte Sprecher Georg Wagenbrenner demnach. Die Staatsanwaltschaft war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Nach Angaben der Stadt Würzburg engagierten sich der Logopäde und sein Partner seit 2014 als Pflegeeltern. Dafür seien sie ausführlich überprüft worden. Es habe „drei umfassende persönliche Gespräche“ sowie Hausbesuche und Hospitationen gegeben, hieß es dem Bericht zufolge. Irgendein Verdacht sei dabei nicht aufgekommen.

Kinderporno-Verdacht: Durchsuchung in Kita - sexueller Missbrauch über Jahre? Verdächtiger schweigt

Update vom 22. März, 14.15 Uhr: Der im Würzburger Kinderporno-Fall verhaftete Logopäde schweigt zu den Vorwürfen. „Der Beschuldigte macht keine Angaben“, sagte Oberstaatsanwalt Christian Schorr von der Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Freitag. „Das erleichtert uns die Arbeit nicht.“

Der Mann soll Kinderpornos, auf dem kleine Buben zu sehen sind, im sogenannten Darknet verbreitet haben, einem abgeschirmtem Bereich des Internets. Der 37-Jährige war am Donnerstag festgenommen worden und sitzt nun in Untersuchungshaft. Der Logopäde hatte in verschiedenen Einrichtungen mit Kindern zu tun.

Nun würden umfangreiche Ermittlungen nötig, um die Opfer zu finden, sagte Schorr. Es handele sich um eine „extrem kniffelige Arbeit“. Die Ermittler richteten eine Sonderkommission ein. Die Soko „01-2019“ bei der Kripo Würzburg ermittle in enger Abstimmung mit der Zentralstelle Cybercrime Bayern, hieß es.

Laut Schorr geht es um eine dreistellige Zahl von Foto- und Videoaufnahmen. Die Zahl der sehr jungen Opfer - geschätzt im Kindergartenalter - sei ebenso unklar wie der Zeitraum, über den sich die Taten erstreckten. Schorr ging aber davon aus, dass sich das Geschehen über mehrere Jahre hingezogen hatte. Auch die Tatorte sind unklar.

Die Ermittler setzen nun auch auf die sichergestellten Bilder und Videos. Sie könnten weitere Erkenntnisse über Opfer und Täter geben. Selbst im Darknet seien Täter immer vorsichtiger und achteten darauf, dass der Ort der Aufnahmen, Täter und Opfer nicht erkennbar seien, sagte Schorr schon am Donnerstag. Das Darknet ist ein abgeschirmter Bereich des Internets, in dem sich viele Kriminelle anonym und sicher vor den Behörden fühlen.

Ermittlungen in diesem Internetbereich zu Kinderpornografie hatten nach Würzburg geführt. Hier identifizierten die Beamten einen Internetanschluss, von dem aus selbst hergestellte Bilder und Videos verbreitet wurden.

Zunächst hatte die Polizei einen weiteren Mann festgenommen, der mit dem 37-Jährigen zusammenlebte und auch den Internetanschluss nutzte. Er habe aber anscheinend nichts von den kinderpornografischen Bildern gewusst, hieß es. Er kam auf freien Fuß.

Update 15.14 Uhr: Die Ermittlungen wegen Kinderpornografie, in deren Folge eine evangelische Kindertagesstätte in Würzburg durchsucht wurde, sind für die Kirche ein Schock. „Diese Nachrichten haben uns schockiert und sehr bestürzt“, erklärte Dekanin Edda Weise am Donnerstag schriftlich. Pfarrer, Leitung und Personal arbeiteten eng mit der Polizei und den Behörden zusammen, um eine schnelle Aufklärung des Falls zu unterstützen. Seit dem Morgen seien Weise, der Pfarrer, ein Team der Polizei und der Notfallseelsorge in der Kita, um Gespräche mit Eltern und Mitarbeitern zu führen.

Kinderporno-Verdacht: Durchsuchung in Kita - sexueller Missbrauch über Jahre?

Update 15.04 Uhr: Einer der beiden Verdächtigen im Würzburger Kinderporno-Fall kommt wieder auf freien Fuß. Bei ihm handele es sich um den Mann, der einen Bezug zu einer Kinderstagesstätte in der Stadt hatte. Nach den ersten Ermittlungen habe sich der dringende Tatverdacht gegen ihn nicht erhärtet, teilten die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und das Polizeipräsidium Unterfranken am Donnerstag mit. Gegen den anderen Tatverdächtigen wurde Haftbefehl beantragt. Der Mann soll noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

Update 14.32 Uhr: In dem Kinderporno-Fall von Würzburg haben die Ermittler zehn Objekte durchsucht. Darunter waren eine Kindertagesstätte in der unterfränkischen Stadt ebenso wie die Wohnung eines Tatverdächtigen. Von den dort sichergestellten Fotos und Videos erhoffen sich die Ermittler weitere Aufschlüsse über die betroffenen Kinder und die Täter: „Wer hat das Material hergestellt und wo, wer ist darauf zu sehen und wer ist das Opfer“, sagte Oberstaatsanwalt Christian Schorr von der Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Donnerstag.

Update 14.28 Uhr: Nach der Festnahme von zwei Männern wegen Kinderporno-Verdachts will die Staatsanwaltschaft gegen einen der beiden Haftbefehl beantragen. Nur gegen einen Mann habe sich der Tatverdacht weiter erhärtet, sagte Oberstaatsanwalt Christian Schorr von der Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Donnerstag. 

Ermittlungen im Darknet zu Kinderpornografie hatten nach Würzburg geführt. Hier identifizierten die Ermittler einen Internetanschluss, von dem aus selbst hergestellte Bilder und Videos verbreitet wurden. Der andere Mann hatte offensichtlich ebenfalls diesen Internetanschluss genutzt, aber überhaupt nichts von den kinderpornografischen Bildern gewusst.

Es sei schlimm genug, dass entsprechendes Material geteilt werde, sagte Schorr. Es gehe aber vor allem darum, den Tätern das Handwerk zu legen, die selbst Kinder missbrauchten oder missbrauchen ließen.

Würzburg: Wurden Jungen über Jahre missbraucht?

In dem Kinderporno-Fall von Würzburg sind wahrscheinlich über Jahre hinweg kleine Buben missbraucht worden. „Wir gehen schon davon aus, dass es ein Geschehen ist, das sich über mehrere Jahre hingezogen hat“, sagte Oberstaatsanwalt Christian Schorr von der Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Donnerstag. Die Ermittler hofften nun, auf Fotos und Videos möglicherweise Zeitstempel zu finden, um den Zeitraum genauer eingrenzen zu können.

Bei den sichergestellten Bildern gehe es nicht nur um anzügliche Posen für die Kamera. „Es werden tatsächlich sexuelle Handlungen gezeigt“, sagte Schorr.

Kinderporno-Verdacht: Durchsuchung in Kita - neue Details zu Tatverdächtigen

Update 12.54 Uhr: Bei dem Kinderporno-Fall in Würzburg untersuchen die Ermittler, wer die Opfer auf den im Darknet verbreiteten Fotos und Videos sind. Völlig offen sei, ob Kinder aus einer Kindertagesstätte in der unterfränkischen Stadt betroffen seien, zu der einer der beiden Tatverdächtigen einen Bezug hat, sagte Oberstaatsanwalt Christian Schorr von der Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg am Donnerstag. „Konkrete Hinweise, dass tatsächlich Kinder dieser Kita betroffen sind, liegen bisher nicht vor.“ Zumindest aus polizeilicher und staatsanwaltschaftlicher Sicht gebe es keinen Anlass, die Kita zu schließen.

Kinderporno-Verdacht in Würzburg: Dreistellige Zahl von Foto- und Videoaufnahmen

Update 12.48 Uhr: Bei dem Kinderporno-Fall in Würzburg geht es nach Angaben der Ermittler um eine dreistellige Zahl von Foto- und Videoaufnahmen. Es sei aber noch offen, wie viele Kinder betroffen seien, sagte Oberstaatsanwalt Christian Schorr von der Zentralstelle Cybercrime Bayern Bamberg am Donnerstag. „Jetzt muss man im Einzelnen sehen: Welche Bilder gehören zusammen“ - möglicherweise in einer Art Serie. Auch im Darknet seien Täter immer vorsichtiger und achteten darauf, dass der Hintergrund der Aufnahmen und auch die Opfer nicht erkennbar seien. Es handele sich um „sehr junge Kinder“, die Bilder zeigten nach ersten Erkenntnissen Buben im Kindergartenalter.

Wegen des Kinderpornografie-Verdachts im Zusammenhang mit einer Würzburger Kindertagesstätte will sich die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern als Trägerin äußern. Ein Sprecher kündigte eine schriftliche Stellungnahme der Würzburger Dekanin Edda Weise für den Donnerstagnachmittag an. Am Vormittag hätten Weise und Kollegen Gespräche mit Eltern in der Kita geführt.

Polizei durchsucht Kindertagesstätte in Würzburg: Details zu Verdächtigen

Update 12.19 Uhr: Nach der Festnahme von zwei Männern wegen Kinderporno-Verdachts prüfen die Ermittler, ob möglicherweise nur einer von beiden an der Tat beteiligt war. „Letztlich muss erst mal abgeklärt werden: Liegt eine gemeinschaftliche Handlung vor oder war es nur einer von beiden - was nach bisherigen Erkenntnissen als möglich und wahrscheinlich erscheint“, sagte Oberstaatsanwalt Christian Schorr von der Zentralstelle Cybercrime Bayern Bamberg am Donnerstag.

Durchsuchungen in Würzburg wegen Verdachts auf Kinderpornografie: Haben Verdächtige Bezug zu Kita? 

Update 11.22 Uhr: Die Polizei hat in Würzburg zwei Männer festgenommen. Die Ermittler durchsuchten mehrere Häuser in der unterfränkischen Stadt, darunter eine Kindertagesstätte, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Einer der Festgenommenen habe einen Bezug zu der Einrichtung, hieß es weiter.

Spezialeinsatzkräfte und Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) unterstützten die Würzburger Ermittler bei den Durchsuchungen am Mittwochabend. Ob die beiden Verdächtigen noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden sollten, war zunächst unklar, wie die Polizei mitteilte.

Die Tatverdächtigen sollen das Material, auf dem kleine Buben zu sehen sind, im sogenannten Darknet verbreitet haben. Weitere Angaben zu den Tatverdächtigen machten die Ermittler zunächst nicht.

Im Kampf gegen Kinderpornografie ist im Freistaat die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) zuständig. Nach eigenen Angaben hatte die Behörde, die zur Generalstaatsanwaltschaft Bamberg gehört, im vergangenen Jahr in 705 Verfahren wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ermittelt. Meist ging es um die Verbreitung kinderpornografischer Bilder und Videos sowie den sexuellen Missbrauch von Kindern.

Erstmeldung: Kinderporno-Verdacht: Groß angelegte Durchsuchung in Würzburg

Würzburg - Wegen des Verdachts der Herstellung und der Verbreitung von Kinderpornografie haben Ermittler in Würzburg zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Ob die beiden dem Haftrichter vorgeführt werden, war nach Polizeiangaben vom Donnerstag zunächst unklar. Am Mittwoch hatten Polizisten - darunter auch Spezialeinsatzkräfte - mehrere Objekte in der unterfränkischen Stadt durchsucht, darunter war auch eine Kindertagesstätte.

Kinderporno-Verdacht: Groß angelegte Durchsuchung in Würzburg

Gegen die beiden festgenommenen Tatverdächtigen habe sich im Rahmen eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens zur Verbreitung von kinderpornographischem Material im sogenannten „Darknet“ ein Tatverdacht ergeben, so die gemeinsame Mitteilung von Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und des Polizeipräsidiums Unterfranken. Weiter heißt es, dass das mutmaßlich von den Beschuldigten selbst angefertigte sowie anschließend verbreitete Material „nach derzeitigem Kenntnisstand ausschließlich männliche Opfer im Kindesalter“ zeigt.

Zwei Personen wegen Kinderporno-Verdacht in Würzburg festgenommen: Polizei durchsucht Kindertagesstätte

Bei der durchsuchten Kindertagesstätte handelt es sich um eine Einrichtung im Würzburger Stadtteil Heuchelhof, so die Polizei. Die Leitung der Kita wurde entsprechen informiert. Vor Ort stehen Beamte des Polizeipräsidiums Unterfranken als Ansprechpartner für Eltern und Personal zur Verfügung. 

dpa/mm/tz

In Oberbayern sorgte ein Fall für Aufsehen: Wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Jugendlichen wurde ein Polizist festgenommen und vom Dienst suspendiert, berichtet Merkur.de*. Eine groß angelegte Waffen-Razzia lief derweil in Südbayern. Mehrere Landkreise nahe München waren betroffen.

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