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Rettungseinsatz nach Virus-Ausbruch auf bayerischer Berghütte - Betroffene mit Hubschraubern ausgeflogen

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Von: Dominik Göttler

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Polizeihubschrauber im Rettungseinsatz.
Mit dem Polizeihubschrauber wurden mehrere Personen einer Schülergruppe mit Magen-Darm-Erkrankung im Allgäu ins Tal gebracht. © BRK OBERALLGÄU

Nachdem mehrere Personen aus einer Schülergruppe auf einer Berghütte über Magen-Darm-Probleme geklagt hatten, wurden sie mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen.

Oberstdorf - Im Oberallgäu* sind am Donnerstag 18 erkrankte Wanderer mit Hubschraubern von einer Berghütte gerettet worden. Die Betroffenen hatten nach Angaben des Landratsamtes Oberallgäu und der Polizei bei ihrem Aufenthalt auf der Rappenseehütte (2091 Meter) südlich von Oberstdorf Magen-Darm-Beschwerden bekommen. Es handelte sich um Mitglieder einer mehr als 40 Personen umfassende Gruppe mit Schülern und Lehrern aus den Landkreisen München, Starnberg, Bad Tölz-Wolfratshausen sowie der Stadt München, berichtete ein Sprecher der Kreisbehörde.

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Erkrankte Wanderer werden mit Hubschraubern ins Tal geflogen

Nachdem bei immer mehr Personen Beschwerden aufgetreten waren, beschloss das Landratsamt, die Erkrankten ins Tal zu fliegen. Die Erkrankten wurden mit den Rettungshubschraubern in das Langlaufzentrum in Oberstdorf geflogen. Die Gesunden der Gruppe konnten selbst ins Tal laufen. 50 Helfer waren im Einsatz.

Bei den anderen Gästen der Berghütte und dem dortigen Personal traten keine Symptome auf. Alle Coronatests* seien negativ gewesen, die Symptome deuteten auf einen Noro-Virus hin, sagte der Behördensprecher. Das sei aber noch nicht bestätigt.

Die Behörde geht nicht davon aus, dass sich die Betroffenen auf der Berghütte angesteckt haben. Die Räume, in denen die Kranken sich aufgehalten haben, sollen dennoch desinfiziert werden. „Wir haben auch die Hüttenwirte in der Umgebung beraten, was es zu beachten gilt und werden die Lage weiter beobachten“, so der Sprecher. Die zuständigen Gesundheitsämter in den Heimatlandkreisen der betroffenen Hüttengäste seien informiert worden, sagte er weiter. Am Abend war der Einsatz beendet, die Erkrankten seien abgeholt worden oder konnten selbst nach Hause fahren. (lby/dg) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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