Neueste Umfragewerte zur Bundestagswahl

Nach Machtkampf mit Laschet - Umfrage zeigt: Bayern von Söders Rückzug eher enttäuscht

Armin Laschet und Markus Söder.
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Bayerns Bürger sind unzufrieden mit Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet.

Die Entscheidung der Union, dass Armin Laschet und nicht Markus Söder als Kanzlerkandidat antritt, führte in Bayern zu negativen Umfragewerten. Der Machtkampf schadete Laschet zusätzlich.

München - Nach einem längeren Kräftemessen zwischen Armin Laschet und Markus Söder fiel endlich die Entscheidung, dass Laschet für die Union bei der Wahl im September als Kanzlerkandidat antreten werde. Damit sind bei Weitem nicht alle Bayern zufrieden.

Vom Hamburger Institut GMS wurde im Auftrag von 17:30 SAT.1 Bayern eine Bayern-Umfrage durchgeführt. Es handelt sich um ein repräsentative Telefonbefragung in Bayern mit 1001 Befragten im Zeitraum vom 20. bis 22. April 2021. Thema war die Kanzlerkandidatur und der Machtkampf der beiden Kandidaten. Das klare Ergebnis: 63 Prozent aller Befragten waren unzufrieden wegen Söders Rückzug. Nur 30 Prozent antworteten auf die Frage: „Begrüßen Sie den Verzicht von Markus Söder zu Gunsten von Armin Laschet* oder begrüßen Sie diesen Verzicht nicht?“, dass sie der Entscheidung gegenüber positiv gestimmt seien.

Kein Kanzlerkandidat Söder: Machtkampf sorgte für sinkende Zufriedenheit mit Armin Laschet

Weiter bewies die Umfrage, dass über die Hälfte der Bayern gerne Söder als Kanzlerkandidat erlebt hätte. So sprachen sich 52 Prozent auf die Frage, ob Laschet oder Söder ihnen persönlich als Kanzlerkandidat der Union lieber gewesen wäre für Söder aus. Lediglich etwa ein Viertel stimmte bei der Frage für Laschet, das andere Viertel wollte keinen der beiden antreten sehen.

Dabei dürfte auch der Machtkampf zwischen den beiden Unionern eine wesentliche Rolle gespielt haben. So gab gerade einmal ein wenig mehr als die Hälfte der Befragten an, dass sich ihre Meinung über Laschet wegen des Machtkampfes nicht geändert hätte. 31 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sich Laschets Ansehen verschlechtert habe. Und gerade einmal 12 Prozent sprachen von einer Verbesserung. Die restlichen Befragten gaben an, dazu keine Meinung zu haben.

Grüne-Kanzlerkandidatin Baerbock weit vorne bei Umfragewerten

Milder fielen die Urteile bei Söder aus: So gaben 60 Prozent der befragten Bayern an, dass sich nichts bei ihrer Meinung über ihn geändert habe. 20 Prozent sahen in ihrer Ansicht über den bayerischen Ministerpräsidenten eine Verschlechterung, 18 Prozent eine Verbesserung.

Zu diesen eher mäßigen Umfragewerten wegen des Machtkampfes, kommt für die Union ein harter Konkurrenzkampf mit den anderen Parteien noch dazu. So würden laut der Umfrage momentan 24 Prozent gerne Annalena Baerbock* von den Grünen als die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel* erleben. Dagegen sprachen sich nur 13 Prozent für Laschet aus. Auf ähnlichem Terrain kämpft auch der SPD*-Kandidat Olaf Scholz*, mit 12 Prozent. 24 Prozent der Befragten wollten niemand der drei Kandidaten. 17 Prozent der Bayern wollen einen anderen Politiker und ein Zehntel machte keine Angabe.

FDP SPD und AFD liefern sich Kopf an Kopf Rennen

Auf die Frage, wen die Bürger wählen würden, wäre die Wahl bereits kommenden Sonntag, antworteten 34 Prozent für die CSU*. Ein Viertel würde die Grüne* wählen. FDP*, SPD und AFD* lieferten sich mit 11 beziehungsweise jeweils 10 Prozent ein Kopf an Kopf Rennen. 5 Prozent waren für die Linkspartei, 3 für die Freien Wähler und 2 Prozent gaben „sonstige“ an. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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