Viele Rückschläge für Ingolstadt: Schubert „sehr enttäuscht“

Aues Gaetan Bussmann (r) und Ingolstadts Stefan Kutschke
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Aues Gaetan Bussmann (r) und Ingolstadts Stefan Kutschke kämpfen um den Ball.

Borussia Dortmund kann dem FC Ingolstadt als Ablenkung vom tristen Zweitliga-Alltag dienen. Die Schanzer verlieren beim vorherigen Schlusslicht und müssen weitere Verletzte beklagen.

Aue/Ingolstadt - Im schwarzen Kapuzen-Sweatshirt sprach André Schubert voller Enttäuschung nicht nur über die nächste Niederlage seines FC Ingolstadt in der 2. Fußball-Bundesliga. Der 50-Jährige musste auch noch von den nächsten personellen Rückschlägen in seinem ausgedünnten Kader berichten.

Stürmer Dennis Eckert Ayensa hat sich beim ernüchternden 0:1 (0:0) am Freitagabend beim zuvor sieglosen FC Erzgebirge Aue einen Schlüsselbeinbruch zugezogen und wird beim Tabellenletzten länger ausfallen. Auch Offensivspieler Christian Gebauer wird den Schanzern wochenlang fehlen. Der Österreicher hatte jedoch schon vor der Dienstreise nach Aue eine Muskelverletzung erlitten. „All das sind Dinge, die uns natürlich zurückwerfen“, sagte Schubert.

Die sportliche Situation ist auch so schon schwer genug. Der FCI tauschte nach der Niederlage mit Aue den Platz und ist nun selber Schlusslicht - mit nur fünf Punkten aus elf Partien. Etwas Abwechslung kann da der DFB-Pokal bieten: Die Schanzer sind am Dienstag bei Titelverteidiger Borussia Dortmund zu Gast.

Der Cup kann aber nur kurz Ablenkung bieten. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass wir das Spiel verloren haben“, befand Schubert, der als Ingolstadts Coach auch in seinem dritten Spiel sieglos blieb. Seine Mannschaft müsse in erster Linie „an vorderster Front torgefährlicher werden.“

Omar Sijaric traf mit seinem ersten Zweitligator in der 62. Minute für die Sachsen, die in den letzten Minuten sogar in Unterzahl spielten: Clemens Fandrich sah in der 89. Minute nach einem Disput mit dem Linienrichter die Rote Karte.

Kurz vor dem Abpfiff hatten die Oberbayern vor 7349 Zuschauern Pech, als Kapitän Stefan Kutschke einen Kopfball (90.+5) aus kurzer Distanz nur an den Pfosten setzte. „Die Saison ist noch lang und wir wollen alles dafür tun, dass wie den Klassenerhalt schaffen“, beteuerte Schubert nach dem nächsten Tiefschlag.

Aue war von Beginn an das aktivere Team und hatte durch Ben Zolinski bereits nach drei Minuten die Gelegenheit zur Führung. Ingolstadt hatte in Sachen eigene Chancen nichts zu bieten. Stattdessen musste Eckert Ayensa nach einem Zweikampf mit Sören Gonther bereits in der 35. Minute verletzt ausgewechselt werden.

Nach dem Seitenwechsel machte Aue mehr Druck und erzielte dann auch das entscheidende Tor. Ingolstadt wurde zurückgedrängt, startete aber in den letzten Minuten nochmals Offensivaktionen. Sie blieben aber schlussendlich ohne Wirkung. dpa

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