Einfach gut! Eigene TV-Show für Bachmeier

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Hans Jörg Bachmeier macht seine Gaste gerne mit gutem Essen glücklich.

München - Die Münchner kennen und lieben seine Gerichte seit vielen Jahren. Nun bekommt Hans Jörg Bachmeier eine eigene Kochsendung im Bayerischen Fernsehen, in der es um die Grundlagen des Kochens geht.

Es muss irgendwann in den 70er-Jahren passiert sein. Hans Jörg Bachmeier, damals ein kleiner aufgeweckter Bub von sieben, acht Jahren, stand in der Restaurantküche seiner Eltern, schnibbelte fleißig Gemüse und richtete Salatteller für immerhin ein paar Hundert Gäste an. „Es war bei uns daheim eine Selbstverständlichkeit, dass man im elterlichen Betrieb mithilft“, erinnert sich Bachmeier heute, fast 40 Jahre später. „Aber damals habe ich gemerkt, dass ich richtig Spaß an der Arbeit habe. Ich fand das toll in so einer großen Küche. Und ich habe gespürt, dass man ganz schnell ganz viel Bestätigung bekommt, wenn man etwas kocht, das den Menschen schmeckt. Das hat mir wahnsinnig gut gefallen.“

Den heimischen Betrieb in Eggenfelden hat Bachmeier längst verlassen. Nach Lehrjahren bei den besten Köchen des Landes gehört er inzwischen selbst zur absoluten Spitzenklasse auf seinem Gebiet. Er betreibt mit seinem Partner Stefan Grosse sehr erfolgreich das Restaurant „Blauer Block“ nahe dem Viktualienmarkt. Aber das Gefühl von damals - das ist bis heute geblieben: „Ich liebe es immer noch“, sagt der 45-Jährige. „Gäste mit gutem Essen glücklich zu machen, das ist etwas ganz Wunderbares.“

Bachmeiers „Blauer Bock“ ist nur einen Steinwurf vom Viktualienmarkt entfernt.

Vom 4. März an bekommt Bachmeier nun seine eigene Kochshow im Bayerischen Fernsehen. Vier Folgen sind zunächst geplant, die sonntags um 16.15 Uhr laufen werden. „Einfach. Gut. Bachmeier“, ist der Titel der Sendung - der auch tatsächlich Programm sein soll. „Bei uns steht im Vordergrund, Wissen zu vermitteln, ohne Show“, erklärt der sympathische Niederbayer. „Ich werde mich nicht aus vielen kleinen Schälchen bedienen und etwas Hochkompliziertes präsentieren, sondern werde zeigen, wie man einen Knoblauch zerdrückt, einen Fisch entgrätet, das Gemüse richtig schneidet und die Komponenten vernünftig miteinander verbindet.“ Die Liebe zu den Zutaten, den Grundlagen des Kochens,  - das ist es, was Bachmeier seinen Zuschauern vermitteln möchte.

Arbeitstag von 9 Uhr bis Mitternacht

Übrigens eine Einstellung, die er von Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann übernommen hat. „Der Chef“, wie Bachmeier seinen Mentor immer noch liebevoll nennt, habe ihn als Koch am meisten geprägt. „Von ihm habe ich gelernt, Respekt vor dem Produkt zu haben und auf den Gast einzugehen. Und es ist in der Küche wirklich so: Wenn ich das Produkt, egal ob Fisch oder Gemüse, mit Respekt behandele, dann wird es dem Gast auch schmecken. Oder Fleisch. Ich sehe in der Küche sofort, wenn jemand ein Stück Fleisch anfasst, ob er damit auch respektvoll umgeht oder nicht.“ Nach diesen Maßstäben wählt Bachmeier auch sein Personal aus. Fünf Köche hat er angestellt, die die Köstlichkeiten auf die Teller zaubern.

Muss er da selbst überhaupt noch täglich zugegen sein? „Oh ja, natürlich“, antwortet Bachmeier. „Ich schnibbel zwar keine Karotten mehr, aber mein Arbeitstag beginnt trotzdem um 9 Uhr und endet um Mitternacht. Manchmal geht es sehr früh in die Großmarkthalle, häufig plauscht man mit Gästen dann spät noch an der Bar. Das gehört auch dazu.“ Und daheim in Eggenfelden, wo es das elterliche Hotel Restaurant Bachmeier immer noch gibt? „Zu Weihnachten oder anderen Feiertagen fahre ich natürlich heim“, sagt er mit einem schelmischen Schmunzeln. „Aber bevor meiner Mama einfällt, dass ich in der Küche noch etwas machen könnte, fahr ich schnell wieder nach München.“

Hans Jörg Bachmeiers Stationen

1983 Ausbildung im elterlichen Betrieb Hotel Restaurant Bachmeier in Eggenfelden

1984 „Kupferpfanne“, Fürth

1988 „Tantris“ (Heinz Winkler), München

1989 bis 1991 „Kurhausstüberl“ (Alfons Schuhbeck), Waging am See. Dazwischen immer wieder im elterlichen Betrieb daheim und auf Vermittlung von Eckart Witzigmann Praktika in zahlreichen Restaurants in aller Welt

1999 bis 2000 „Käfer“ (Fritz Schilling), München

seit 2004 „Blauer Bock“, München, mit Partner Stefan Grosse

Intensive Zusammenarbeit mit Eckart Witzigmann bei zahlreichen Buch- und -Gastronomieprojekten im In- und Ausland.

Stefanie Thyssen

Quelle: tz

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