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ESC-Vorentscheid: „Falsche“ Nicole als Überraschungsgast bei „Ein bisschen Frieden“ verwirrt Fans

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Von: Armin T. Linder

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Beim ESC-Vorentscheid sorgte der Song „Ein bisschen Frieden“ für emotionale Momente. Aber auch für Verwirrung bei Fans, die Nicole erwartet hatten. Das Lied sang eine andere Legende.

Berlin - „Ein bisschen Frieden“ ist im Hinblick auf den Ukraine-Konflikt nur einer von vielen sehr passenden Anti-Kriegs-Songs zur Zeit. Insofern überraschte es nicht, als Barbara Schöneberger zu Beginn des Vorentscheids zum Eurovision Song Contest (alle Infos auf unserer Themenseite) am Freitag andeutete, dass der Titel im Laufe des Abends noch zu hören sein werde. Und viele Zuschauer erwarteten wohl, dass Nicole selbst, die damit 1982 den Eurovision Song Contest gewonnen hatte, das Lied performt, wie tz.de berichtet.

SongEin bisschen Frieden
InterpretinNicole
KompositionRalph Siegel
TextBernd Meinunger

ESC-Vorentscheid: „Ein bisschen Frieden“ als Teil eines Medles

Auch auf br.de war vorab zu lesen, dass es die Darbietung einer „besonderen Version“ des Klassikers geben werde. Die erweist sich dann als Teil eines Medleys: Jane Comerford von Texas Lightning und Conchita Wurst performen zunächst ihre eigenen ESC-Titel „No, No, Never“ und „Rise Like A Phoenix“, schwenken dann über zum schwedischen Siegersong 2012 „Euphoria“ von Loreen.

Dann erklingen die ersten Töne von „Ein bisschen Frieden“. Die große Video-Wand hinter der Bühne ist in Blau getaucht, zeigt ein gelbes Herz - die Farben der Ukraine. Eingeblendet ist der Text des Lieds: „Ein bisschen Frieden, ein bisschen Sonne für diese Erde auf der wir wohnen.“

Gitte Haenning sang den Nicole-Song beim ESC-Vorentscheid - und viele waren erst mal verwirrt.
Gitte Haenning (Mitte) sang den Nicole-Song beim ESC-Vorentscheid - und viele waren erst mal verwirrt. © Britta Pedersen/dpa/Pool

ESC-Vorentscheid: „Falsche“ Nicole als Überraschungsgast bei „Ein bisschen Frieden“ verwirrt Fans

In dem Moment betritt ein Überraschungsgast die Bühne und singt diese Worte. Sehr viele TV-Zuschauer dürften damit gerechnet haben, dass es sich um Schlagerstar Nicole (57) handelt. Ist sie‘s? Ist sie‘s nicht? Viele hatten die Sängerin ganz anders in Erinnerung.

„Nicole sieht aus wie Howard Carpendale. Ist das Nicole?“ und „Und nun kommt noch Nicole mit ‚Ein bisschen Frieden‘ auf die Bühne! Schnief!“, schreiben sie. Auch andere drücken ihre Irritation aus oder scheinen die Dame für Nicole zu halten.

ESC-Vorentscheid: Gitte Haenning performt Nicole-Klassiker

Den Song von Nicole sang stattdessen eine andere Schlager- und ESC-Legende: „Verzeih, ja, das war Gitte Haenning“, berichtigt sich einer der Verwirrten prompt selbst. „‚Ein bisschen Frieden‘ von Nicole, aber nicht mit Nicole“, heißt es ebenfalls. Und wenig schmeichelhaft: „Ach das ist Gitte Haenning, dachte ‚Nicole ist aber alt geworden‘.“ Klar, Gitte Haenning ist mit 75 auch 18 Jahre älter als Nicole.

Ein anderer spekuliert, vermutlich ohne Grundlage: „Nicole ist heute mit der Familie Pizza essen, deswegen wurde Gitte gefragt, ob sie Zeit und Lust hat.“

ESC-Vorentscheid: „Ein bisschen Frieden“ rührt viele Zuschauer

Sei‘s drum: Dass der große Rahmen für den Friedenssong genutzt wird, kommt bei vielen Zuschauern merklich gut an. „In diesem Jahr würde Nicole mit ‚ein bisschen Frieden‘ der Welt gut tun“, heißt es. Auch andere fordern, den Schlagerstar zum ESC zu schicken.

Nicoles „Vertreterin“ Gitte Haenning schlägt viel Zuspruch entgegen. „Harte Liebe für Gitte!“, „Gitte ist heute die Beste aufm Schirm“, schreiben Fans. Und so ganz überraschend war für aufmerksame Zuseher der Überraschungsgast dann doch nicht: „Überraschungsgast Gitte Haenning? Liebe ARD, ihr habt den Namen am Anfang eingeblendet ...“ Den ESC-Vorentscheid gewann dann Malik Harris - der nach dem Sieg erst mal nicht aufs Klo durfte. (lin)

Verwendete Quellen: ARD, br.de, Twitter

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