Rot, gelb, blau ist passé

RTL ändert Logo und benennt seinen Streaming-Dienst um - mit Konsequenzen für anderen TV-Sender

Von diesem Logo - und auch von Dieter Bohlen - müssen sich die RTL-Fans verabschieden.
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Von diesem Logo - und auch von Dieter Bohlen - müssen sich die RTL-Fans verabschieden.

RTL krempelt den Markenauftritt mächtig um. Der Sender bekommt ein neues Logo, auch für den Streaming-Dienst TVNOW ändert sich etwas.

Köln - Neue Shows, neue Gesichter, neuer Markenauftritt. RTL krempelt aktuell das gesamte Sender-Konzept ordentlich um. Im Fokus steht eine neu angestrebte Qualitätsoffensive im TV. Regelmäßig folgen News zu neuen Konzepten und Neuverpflichtungen. Es tut sich einiges in Köln. Und das ganze betrifft nicht nur die TV-Inhalte, sondern längst auch das gesamte repräsentative Image des Senders.

Zum einen wäre da die große Flut an neuen, bekannten TV-Stars, die zum Privatsender mit Sitz in Köln wechseln. Erst holte man „Tagesschau“-Legende Jan Hofer aus der Nachrichtensprecher-Rente zurück - sein neues TV-Format startet am 16. August. Dann wurde bestätigt, dass Entertainment-Größe Hape Kerkeling wieder Shows für den Sender produzieren wird. Erst kürzlich verpflichtete man mit „Tagesthemen“-Moderatorin Pinar Atalay ein weiteres in der Nachrichtenlandschaft hinlänglich bekanntes Gesicht.

RTL mit besonderer Änderung: Rot, gelb, blau ist passé - das ist das neue Sender-Logo

Damit noch nicht genug. Der Sender trennt sich nämlich auch von altbekannten Stars und schmeißt damit wohl auch Show-Konzepte um. So ist etwa Dieter Bohlen als Chef-Juror bei „DSDS“ und beim „Supertalent“ raus, um frischen Wind in den Formaten zu ermöglichen. Besonders beim letzteren wird umgekrempelt, denn sogar das eigentlich so beliebte Moderations-Duo soll wohl ersetzt werden. Ersetzt wird derweil außerdem auch das Sender-Logo.

Rot, gelb, blau ist nämlich passé. Die drei bekannten Farben, die die namensgebenden Sender-Buchstaben umfassen, müssen weichen. Stattdessen erstrahlen bald ganz andere Farben etwa als Werbetrenner auf den TV-Bildschirmen oder auf Plakaten in der Stadt. Das neue Logo steht nämlich unter einem klaren Motto: bunt. Heißt, es gibt nicht mehr nur drei konkrete Farben, die die Buchstaben umfassen. Viel mehr will man sich jeglicher zur Verfügung stehender Farbe wechselnd bedienen.

Fahnen mit dem neuen RTL-Logo wehen vor dem Gebäude des Senders.

RTL krempelt Markenauftritt um: Neues Sender-Logo soll wichtige Botschaft vermitteln

„Das neue Multi-Colour-Logo von RTL ist in seiner Farbvielfalt einzigartig in der europäischen Medienlandschaft. Die innovative Modernisierung des dreifarbigen, rechteckigen Logos von RTL Television folgt der einfachen Regel: Der Inhalt definiert die Marke. Die Farben des neuen Logos sind individualisierbar, um verschiedene Themen und Partnerschaften in unterschiedlichen Kontexten herauszustellen und spiegeln so die Vielfalt der Inhalte und Menschen bei RTL wider“, bergründet der Sender den Schritt in einem Statement.

Hinter der Neuausrichtung und auch dem Logo-Wechsel steckt also eine klare wie deutliche Botschaft. „Mit positiver Haltung steht RTL für Vielfalt und Relevanz, für Zusammenhalt und Nachhaltigkeit“, erklärt Stephan Schäfer, Geschäftsführer Inhalte und Marken der Mediengruppe RTL Deutschland im Sender-Statement. Die Marke RTL solle mehr den je für positive Unterhaltung, unabhängigen Journalismus sowie Inspiration, Energie und Haltung“ stehen.

Weitere RTL-Änderung: Streaming-Portal TVNOW bekommt neuen Namen - mit Konsequenzen für Spartensender

Aber nicht nur das Logo ändert sich. Auch was den Streaming-Dienst des Senders angeht, müssen sich die Zuschauer und Zuschauerinnen an eine Neuerung gewöhnen. Bisher läuft dieser unter dem Namen TVNOW. In jüngerer Vergangenheit ist das Portal rasant gewachsen, immer mehr RTL-Show laufen vorab bereits online, eigene Serien werden zunächst exklusiv für den Streaming-Dienst produziert. Dem angemessen gibt es nun einen neuen Namen. Zum Jahresende wird TVNOW dann nämlich in RTL+ umbenannt. Sicherlich auch ein Schritt, um die Markenzugehörigkeit klarer herauszustellen.

Die Entscheidung führt übrigens weitere Konsequenzen mit sich. Denn der Sparten-TV-Sender RTLplus, der zur Sendergruppe gehört, wird muss im Zuge dessen von seinem Namen weichen, vermutlich um eine Dopplung zu vermeiden. Klar ist, dass es einen neuen Titel geben soll. Dieser wurde aber zunächst nicht bekannt gegeben.

Und auch in Zukunft dürfen sich regelmäßige Zuschauer und Zuschauerinnen von RTL wohl auf neue Bekanntmachungen freuen. Etwa steht ja noch die Entscheidung aus, wer neuer Boss in der DSDS-Jury wird. Die Verhandlungen mit einem Mega-Star laufen angeblich auf Hochtouren. (han)

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