125 Jahre Obst- und Gartenbauverein Heimertingen mit Imkerverein

»Wichtiger Beitrag zum Erhalt des Lebensraumes«

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Im Rahmenprogramm waren auch verschiedne Ausstellungen, wie hier vom Landesverband für Vogelschutz, zu sehen.

Heimertingen - Der Obst- und Gartenbauverein mit Imkerverein e.V. Heimertingen, ein Zusammenschluss der Vereine Fellheim, Heimertingen, Niederrieden und Pleß, feierte sein 125-jähriges Vereinsjubiläum in der Turn- und Festhalle in Heimertingen. Geboten wurde auch ein interessantes Rahmenprogramm mit Ausstellungen aus dem Bereich Gartenbau, Fachvorträgen, Blumen-Tombola sowie Kinderprogramme. Musikalisch umrahmt wurde das Jubiläumsfest von der Musikkapelle Heimertingen.

Mit einem historischen Rückblick auf 125 Jahre Vereinsgeschichte begrüßte der Vorsitzende des Gesamtvereins, Albert John, nach dem Fest-Gottesdienst mit Pater Albert Link und Pater Willibald Pietsch, die zahlreichen Gäste und Ehrengäste. Die Vereinsgründung geht zurück auf das Jahr 1888. Im sogenannten Drei-Kaiser-Jahr, genau am 22. April, ist der Verein im Nebenzimmer des Gasthauses »Adler« in Fellheim als »Bienenzuchtverein Fellheim und Umgebung« gegründet worden. Bereits am 3. März 1895 erhielt die Interessensgemeinschaft mit dem Verein für Obstbaumzucht und -pflege ein zweites Standbein. Heute werde der Verein mit seinen insgesamt 594 Mitgliedern, als Mitgliederstärkster Verein des Unterallgäus, unter dem Namen Gartenbau- und Imkerverein geführt, so John. »Dass wir Weirathers mit dem Verein eng verbunden sind zeigt sich schon daran, dass mein Großvater Xaver von 1942 bis 1947 einer der Vorstände des Vereins war«, sagte Landrat Hans-Joachim Weirather in seinem Grußwort. Heute habe sich der Obst- und Gartenbauverein mit Imkerverein als eine feste Größe in der Dorfkultur etabliert. Erfreulich sei auch, dass der Verein bereits Kinder und Jugendliche mit speziellen Angeboten spielerisch an die Natur heranführe und den Nachwuchs zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dieser anleite. Heimertingens Bürgermeister Armin Bauer würdigte die Arbeit des Vereins mit dem Hinweis: »Jeder braucht heute einen Ort der Ruhe, um Erholung zu finden. Dafür schaffen Sie die Voraussetzung«. Der Vertreter des Gartenbau-Landesverbandes, Ulrich Pfanner, wies auf die Wichtigkeit der Existenz der Obst- und Gartenbauvereine hin, denn heute seien Produkte aus regionalem Anbau »mehr denn je gefragt«. Als Ansprechpartner bei allen Fragen seien dabei die Kreisfachberater wichtige Gesprächspartner. Armin Lichtensteiger, Bürgermeister aus Memmingerberg und erster Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Unterallgäu e.V., dankte für die gelebte Vereinsphilosophie »unseren Lebensraum im Einklang mit der Natur zu halten«. Besonders lobenswert sei auch »das wertvolle interkommunale Miteinander bei der Pflege von Heimat und Kultur« sowie die beispielhafte Jugendarbeit in mehreren Gruppen. Als Vertreter der Imker lobte deren Vorsitzender, Donat Waltenberger, in einer historischen Betrachtung der Imkerei die Funktion der Bienenvölker »als unverzichtbare Bestäuber unserer Pflanzen. Ohne diese Insekten würde das Gleichgewicht in der Natur Schaden leiden«. Eine große Gefahr für unsere Honigbienen sei heute bedauerlicherweise die vor etwa 30 Jahren eingeschleppte Varroamilbe. Nie zuvor in der Geschichte sei die Biene, um überleben zu können, auf den Menschen so angewiesen gewesen wie heute, sagte Waltenberger. Mit Fachvorträgen, Referaten und Filmvorführungen bot das Fest weitere Höhepunkte für alle interessierten Garten- und Bienenliebhaber. (jw)

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