Biotop für vielfältigen Artenschutz

Aitrach: Kiesgrube wird zum Natursee rekultiviert

Auf dem Abbaugebiet der Aitracher Kiesgrube entsteht ein Natursee.
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Auf dem Abbaugebiet der Aitracher Kiesgrube „Stibi“ entsteht ein Natursee.

Aitrach - Das Sand- und Kieswerk Aitrach GmbH & Co.KG plant die Erweiterung eines bereits genehmigten und aktuell betriebenen Trockenabbaus in einen Nassabbau im Bereich „Aitrach-Stibi”. Anstelle der Rekultivierung zu einer landwirtschaftlichen Folgenutzung plant die Betreiberfirma nun einen Natursee innerhalb des Kiesabbaubereichs.

Der See entsteht auf der Abbaufläche des aktuellen, bereits genehmigten Trockenabbaus, der größtenteils schon abgeschlossen ist. Der dafür notwendige Planfeststellungsbeschluss nach § 31 Wasserhaushaltsgesetz für den Nassabbau und anschließende Rekultivierung als Naturschutzsee wurde auf dem Flurstück 1336 „festgestellt“ und lag zur Einsichtmaßnahme im Aitracher Rathaus aus. Grundlage der Planfeststellung waren ein hydrogeologisches Gutachten, eine allgemeine Umweltverträglichkeitsvorprüfung und ein landschaftspflegerischer Begleitplan.

Die Seeauskiesung wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 beginnen, der Abbau soll bis 2027 abgeschlossen sein, die Rekultivierung im Jahr 2029. Dabei umfasst der geplante Nassabbau eine Fläche von 2,57 Hektar mit einer abbaubaren Kiesmächtigkeit von rund zwölf Metern. Die künftige mittlere Seetiefe soll rund zehn Meter betragen. Beinhaltet sind Flachwasserbereiche mit rund 1.300 Quadratmetern Fläche.

Im Gegensatz zum im letzten Jahr fertig gestellten Badesee, sieht das Rekultivierungskonzept hier einen Natursee vor, in dem nicht gebadet werden darf. Daher soll das ganze entsprechend unzugänglich mit einem Graben und Bepflanzung gestaltet werden. Der Natursee dient im besonderen Maße als Biotop sowie dem Artenschutz – zum Beispiel soll dort die Gelbbauchunke Lebensraum finden. Im neuen Konzept Nassabbau wurde auch an die Brutplätze der Uferschwalben gedacht, daher wird die natürliche Uferschwalbenwand so umgestaltet, dass diese voraussichtlich noch bis zum Jahr 2035 in Funktion bleiben kann. (olas)

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