„Sie leben Pressefreiheit“

„Allgäu rechtsaußen“ vom BJV ausgezeichnet

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Thomas Mrazek vom Bayerischen Journalisten-Verband hielt die Laudatio auf „Allgäu rechtsaußen“ und überreichte Chefredakteur Sebastian Lipp (rechts) den Preis zur Pressefreiheit.

München/Allgäu - Eine Jury des Bayerischen Journalisten-Verbandes (BJV) hat die Arbeit des Rechercheportals „Allgäu rechtsaußen“ beim bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb zum Tag der Pressefreiheit gewürdigt.

Seit 2017 recherchiert und dokumentiert das Portal „Allgäu rechtsaußen“ akribisch rechtsextreme Aktivitäten in der Region. Vor kurzem haben die Journalisten eine 100-seitige Publikation über ihre Ergebnisse veröffentlicht: das per Crowdfunding finanzierte Werk „Voice of Anger und der rechte Untergrund im Allgäu“ (wir berichteten).

Ausschließen, verklagen, einschüchtern: so reagieren die Rechten – darunter auch die AfD – auf die Arbeit von „Allgäu rechtsaußen“. Auch dies wird dokumentiert. „Die Journalisten lassen sich dadurch nicht beeinträchtigen – sie leisten eine mutige Arbeit für die Demokratie – sie leben Pressefreiheit“, lobte die Jury. Stellvertretend für seine Redaktion nahm Chefredakteur Sebastian Lipp im Münchner Presseclub die Urkunde für sein Medium entgegen.

Der BJV-Vorsitzende Michael Busch betonte bei der Preisverleihung die hohe Qualität der Wettbewerbsbeiträge in diesem Jahr. „Dieser Wettbewerb setzt mit den ausgezeichneten Arbeiten ein Zeichen für die Pressefreiheit. Eine Freiheit, die wahrlich unbezahlbar ist.“ Der BJV wolle mit dem zum fünften Mal ausgeschriebenen Preis das Thema der Pressefreiheit an die Öffentlichkeit bringen und sie für dieses wichtige Grundrecht sensibilisieren.

Mit dem ersten Preis zeichnete der Bayerische Journalistenverband das Messenger-Projekt „Ich, Eisner!“ des Bayerischen Rundfunks und der Münchner Hörfunk-Autoren Matthias Leitner, Eva Deininger und Markus Koebnik aus. Der zweite Preis ging an WELT-Chefreporterin Jennifer Wilton für ihren Essay „Wie weiter mit dem Journalismus?“. Auf den dritten Platz kam die Journalistin Lea Fauth für ihren bei Übermedien veröffentlichten Kommentar „ Pressefreiheit als zweifelhafte Hitparade“. Darin kritisiert die freie Journalisten unter anderem die „Rangliste der Pressefreiheit“, die die Nichtregierungsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ einmal im Jahr veröffentlicht.(MK)

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