Vater und Sohn angeklagt

Allgäuer Tierskandal: Memminger Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

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Memmingen/Bad Grönenbach – Ein Jahr, nachdem der Allgäuer Tierskandal deutschlandweit Schlagzeilen gemacht hat, hat die Staatsanwaltschaft Memmingen nun Anklage gegen einen 66-jährigen sowie einen 23-jährigen Landwirt aus Bad Grönenbach erhoben.

Die beiden Beschuldigten, Vater und Sohn, sollen 2019 auf drei Hofstellen in den Landkreisen Unterallgäu, Oberallgäu sowie in Stadt Kempten in 54 Fällen gegen das Tierschutzgesetz verstoßen haben. Die Anklage bezieht sich auf den Zeitraum zwischen Juli und November 2019. Unter anderem wirft die Staatsanwaltschaft den beiden Männern vor, nicht dafür gesorgt zu haben, dass erkrankte Rinder die nötige tierärztliche Behandlung erhielten.

Der Anklageerhebung gingen umfangreiche Ermittlungen voraus. So wurden zum Beispiel die betreffenden Höfe durchsucht und Sachverständigengutachten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, des Landratsamtes Unterallgäu und des Landratsamtes Oberallgäu eingeholt. Gegen die beiden Männer wurde vom Amtsgericht Neu-Ulm außerdem ein vorläufiges Halte- und Betreuungsverbot für Rinder erlassen. (MK)

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