Alois Müller feiert Richtfest der Green Factory 2.0 in Ungerhausen

„Wir liegen voll im Zeitplan“

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Das Neubau-Projekt der Alois Müller GmbH in Ungerhausen mit dem Richtkranz am Haken.

Ungerhausen - Der Neubau der Alois Müller GmbH in Ungerhausen zur Erweiterung der Green Factory 2.0 kommt zügig voran. Nach Fertigstellung des Rohbaus konnte jetzt das Richtfest im Beisein der Familie, prominenter Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie der Belegschaft gefeiert werden. Die Inbetriebnahme erfolgt schrittweise in den nächsten Monaten.

Bereits ab April starte die Fertigung in den neuen Produktionsräumen und bis spätestens Anfang 2019 soll dann auch der Umzug der Verwaltung von Memmingen nach Ungerhausen erfolgen, erklärte Geschäftsführer Andreas Müller in seinen Ausführungen bei der Hebauf-Feier. Auf einer Fläche von 18.000 Quadratmetern entsteht derzeit unter Federführung der Memminger Josef Hebel GmbH & Co. Bauunternehmung das größte, nahezu energieautarke Produktions- und Bürogebäude der Welt. 

„Bereits ein gutes halbes Jahr nach dem offiziellen Spatenstich können wir heute Richtfest der Green Factory 2.0 feiern. Dies ist eine tolle Leistung. Und wir kommen weiter gut voran“, so Müller. Das zeige einmal mehr, wie erstklassig alle Beteiligten an diesem Projekt zusammenarbeiten, deren Rohbaufertigstellung jetzt mit der Richtkrone und einem zünftigen Hebauf-Spruch des Zimmermeisters Markus Heel von der Holzbaufirma Rampp öffentlich gemacht wurde. 

„Wir brauchen den Neubau dringend, um die Produktion weiter voranzubringen“, so Geschäftsführer Müller. Die bereits seit 2012 bestehende, etwa 4.000 Quadratmeter große Green Factory wird im Zuge der aktuellen Baumaßnahmen damit nochmals um 10.000 Quadratmeter an weiteren Produktions- und Lagerflächen sowie weiteren 4.000 Quadratmetern für Büro, Verwaltung, Schulung und Kantine erweitert. Nach Fertigstellung wird die neue Green Factory 2.0 beinahe ausschließlich über eine 1,1 MV-Photovoltaikanlage mit regenerativer Sonnenenergie versorgt. Zudem sollen auch zwei E-Tankstellen aufgebaut werden. 

Künftig fertigt die Alois Müller GmbH hier hauptsächlich Energiemodulsysteme und weitere versorgungstechnische Komponenten des Anlagenbaus, wie beispielsweise Rohrleitungssysteme aus Stahl und Edelstahl, betonte Geschäftsführer Andreas Müller. Herzstück der „Green Factory 2.0“, von der auch das gesamte Gewerbegebiet Ungerhausens profitiere, sei die neue Energiezentrale, in der das gesamte Energiemanagement des Werks in Ungerhausen gesteuert werde. Im Zuge der Erweiterung der Green Factory 2.0 wird der gesamte Anlagenbau der Alois Müller GmbH stückweise von Memmingen nach Ungerhausen verlegt und damit lärm- und verkehrsintensive Arbeiten vorausschauend an die Autobahn verlagert. Die Baumaßnahme wurde von der EU finanziell gefördert. 

Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer lobte Müller als Vorzeigeunternehmer und kündigte die Förderung der zwei E-Ladesäulen als Infrastrukturhilfe an. Der hiesige CSU-Stimmkreisabgeordnete Klaus Holetschek pries das Müller-Unternehmen „als die Zukunft“ und sagte: „Ihr seid mutige Unternehmer, die von der Politik unterstützt werden müssen“. Als „Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit“ bezeichnete Landrat Hans-Joachim Weirather das mittlerweile auf mehr als 400 Mitarbeiter angewachsene Unternehmen. Ungerhausens Bürgermeister Josef Fickler sieht durch den Bau eine Stärkung „unseres Gewerbegebiets“. Kritisch äußerte sich dagegen Geschäftsführer Müller über den langsamen Ausbau des schnellen Internets der Kommune. (jw)

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