Finanzierung weitgehend in trockenen Tüchern

Alte Schule und Schützenheim in Reichau: Umbau startet im Frühjahr

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Die alte, denkmalgeschützte Schule in Reichau mit angebautem Schützenheim soll ab dem kommenden Frühjahr saniert und umgebaut werden.

Boos-Reichau - Die geplanten Umbaumaßnahmen der denkmalgeschützten „Alten Schule“ in ein Bürger- und Vereinshaus sowie der Umbau des angrenzenden Schützenheims in Reichau nehmen Gestalt an. Die Finanzierung ist weitgehend gesichert. Die Vorarbeiten des Architekten sind eingeleitet. Nach derzeitigem Stand kann im Frühjahr mit den Baumaßnahmen begonnen werden.

Bei einem Fachgespräch vor Ort, an dem neben Bürgermeister Helmut Erben und den Vereinsvorständen Franz Mensch, Bernd Wucher und Erich Wucher auch die beiden CSU-Politiker MdL Klaus Holetschek und Staatsminister a.D. Josef Miller, als Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Landesstiftung, teilnahmen, stellte Architekt Franz Arnold die Umbaupläne vor und gab dazu einige Erläuterungen zu den Baumaßnahmen. Die eingeleiteten Maßnahmen bezifferte er mit Gesamtkosten von 1,18 Millionen Euro. Ein Betrag, der alleine durch die Gemeinde nicht zu stemmen wäre und nur durch verschiedene Fördermaßnahmen verwirklicht werden kann. Nach Angaben des Booser Bürgermeisters Helmut Erben ist eine Förderung durch das Amt für ländliche Entwicklung in Höhe von 756.000 Euro der förderfähigen Kosten bereits zugesagt. Der Reichauer Schützenverein, als späterer Hauptnutznießer, fördere das Projekt ebenfalls mit 55.000 Euro.

Eine weitere Förderung sei durch die Bayerische Landesstiftung vorgesehen. Deren Vorstandsvorsitzender Josef Miller sagte, die Stiftung unterstützt die Erhaltung und Zukunftssicherung von denkmalgeschützten Gebäuden im Freistaat. „Der beste Schutz dieser Gebäude ist, dass sie eine sinnvolle und dauerhafte Nutzung erfahren und das ist hier mit dem Dorfgemeinschaftshaus der Fall.“ Laut Miller ist die Bewilligung einer Summe von 37.000 Euro vorgesehen. Die offizielle Entscheidung über die Zuwendung werde der Stiftungsrat in den nächsten Tagen treffen. Hinzu kommen fest vereinbarte Eigenleistungen der Vereine über weitere 100.000 Euro. Der Restbetrag verbleibe bei der Gemeinde.

In einer anschließenden internen Sitzung wurde die Aufteilung der Aufgaben für die Eigenleistung unter den einzelnen Vereinen abgestimmt. Nach Abschluss der Planungsarbeiten soll im März 2020 mit den Umbaumaßnahmen begonnen werden. Laut Architekt Arnold seien erste Ausschreibungen bereits auf dem Weg. Die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist für Oktober 2021 vorgesehen. (jw)

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