„Von Parität kann keine Rede sein“

AsF äußert sich zum Pflegenotstand und zu 100 Jahren Frauenwahlrecht

Seit 15 Jahren leiten sie die Geschicke der AsF im Unterbezirk Memmingen-Unterallgäu (von rechts): Erika Winterwerb und Verena Gotzes (Memmingen) sowie Irmgard Schäffler (Türkheim)
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Seit 15 Jahren leiten sie die Geschicke der AsF im Unterbezirk Memmingen-Unterallgäu (von rechts): Erika Winterwerb und Verena Gotzes (Memmingen) sowie Irmgard Schäffler (Türkheim).

Memmingen/Unterallgäu - Die Themen Pflege, 100 Jahre Frauenwahlrecht und die Vorbereitungen auf die Kommunalwahlen 2020 standen zuletzt auf der Tagesordnung der traditionellen Jahresschlusssitzung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Memmingen-Unterallgäu.

Die SPD-Frauen begrüßen die Verbesserungen in der Pflege ab 1. Januar 2019. Das Pflegepersonalstärkungsgesetz sorge ihrer Ansicht nach für mehr Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern und in Altenheimen. Es sei an der Zeit gwesen, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern. Es sei jedoch fraglich, ob der Pflegenotstand damit tatsächlich in den Griff zu bekommen sei.

Mehr Frauen für Politik gewinnen

Am 19. Januar 1919 konnten Frauen erstmals wählen – vor 70 Jahren wurde der Gleichstellungsartikel im Grundgesetz verankert. 100 Jahre Frauenwahlrecht ist für die AsF zwar ein Grund zum Feiern, aber keiner, sich bequem zurückzulehnen. „Im Bundestag liegt der Frauenanteil bei 30 Prozent, im Bayerischen Landtag bei 26,8 Prozent und in den Kommunalparlamenten noch darunter. Die politische Teilhabe der Frauen ist noch immer gering und von einer Parität kann keine Rede sein“, erklärte die Memminger Stadträtin Verena Gotzes. Im Unterallgäuer Kreistag sind derzeit 16 von 60 Mitgliedern weiblich. Der Memminger Stadtrat hat 40 Mitglieder, davon sind neun Stadträtinnen. Der Frauenanteil in Stadt- und Gemeinderäten im Unterallgäu liegt laut Angaben der AsF derzeit bei 17 Prozent. 

„Gerade Kommunalpolitik betrifft die Menschen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld und prägt direkt ihre Lebensqualität, zum Beispiel in der Ausgestaltung des Nahverkehrs, bei Schulen, in der Kinderbetreuung, Energieversorgung und Altenpflege“, sagte die Türkheimerin Irmgard Schäffler. Viele Frauen anzusprechen, um sie für die Kommunalpolitik zu gewinnen, sei dementpsrechend der Arbeitsschwerpunkt in diesem Jahr für die Vertreterinnen der SPD. (MK)

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