13. Ausbildungsmesse: 140 Aussteller informierten über 250 Berufsbilder

Ein Schaufenster der Chancen und Möglichkeiten

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Wie vielfältig das Bäckerhandwerk ist, konnte man hier erfahren.

Memmingen - Der Arbeitskreis Schulewirtschaft Memmingen/westliches Unterallgäu veranstaltete für interessierte Schüler und Jugendliche im BBZ Jakob Kühner, JBS Berufsschule I sowie im FOS/BOS am vergangenem Wochenende unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Manfred Schilder und Landrat Hans-Joachim Weirather ihre 13. Ausbildungsmesse unter dem Motto „Deine Wahl, deine Zukunft – Ausbildung!“

Knapp 140 Betriebe, Innungen, die IHK und die HWK, Behörden und Institutionen, die Ausbildungsplätze anbieten sowie Berufsfachschulen aus der Region waren präsent und gaben Schülerinnen und Schülern aller Schularten und deren Eltern Gelegenheit, sich im direkten Kontakt mit betrieblichen und schulischen Vertretern über Berufsbilder auf dem Ausbildungsmarkt zu informieren. Experten der beiden Memminger Rotary-Clubs informierten darüber hinaus über Anforderungen und Perspektiven akademischer Berufe. Daneben bot die Agentur für Arbeit ein interessantes Informationsprogramm im Bereich Berufsorientierung und Berufsfindung an. 

Schulleiter, OStD Meinrad Stöhr, sagte einleitend: „Vor dreizehn Jahren waren Ausbildungsstellen knapp. Heute geht es darum, Jugendliche für eine Berufsausbildung zu motivieren“. Dabei sei die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes die Berufsausbildung im Dualen System. „Diese Ausbildungsmesse ist ein Schaufenster der dualen Ausbildung und der Berufschancen in unserer Stadt und im Landkreis“, so Stöhr. Schulamtsdirektor Bertram Hörtensteiner betonte, das Motto dieser Messe „Deine Wahl, deine Zukunft – Ausbildung!“ richte sich an beide Seiten im Berufsfindungsprozess, an die Jugendlichen ebenso wie an die Aussteller. Die wirtschaftliche Situation und ein reichhaltiges Angebot an Berufsmöglichkeiten führten nach wie vor dazu, dass die allermeisten Schulabgänger eine realistische Chance hätten, die gewünschte Ausbildungsstelle anzutreten. Die teilnehmenden Unternehmen wiederum wollten vakante Ausbildungsstellen möglichst frühzeitig besetzen und junge Mensch an sich binden, um in den kommenden Jahren mit qualifizierten Mitarbeitern versorgt zu sein. 

Oberbürgermeister Manfred Schilder bezeichnete die Ausstellung denn auch als „eine Darstellung der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft“ und zitierte eine Aussage des CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek mit den Worten: „Der Mensch beginnt nicht als Akademiker“. Hingegen bezeichnete Mindelheims Bürgermeister Dr. Stephan Winter, in Vertretung von Landrat Hans-Joachim Weirather, den „Beruf als Rückgrat des Lebens“. Maria Amtmann, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, ging in ihrem Impulsvortrag insbesondere auf das Thema duale Ausbildung ein und bezeichnete das System als Exportschlager. „Es trägt dazu bei, dass Deutschland die geringste Arbeitslosigkeit innerhalb der Länder der Europäischen Union hat“. 

Dass die Ausbildungsmesse auch unter den Schülern und Jugendlichen mittlerweile einen hohen Stellenwert einnimmt dokumentierte nicht nur die hohe Zahl an Besuchern, die sich an den Ständen drängte, sondern bestätigten immer wieder Aussagen von Jugendlichen selbst. „Hier ist nicht nur alles graue Theorie, hier kann man Materialien und Muster von Projekten selbst in die Hand nehmen und anschauen.“ Auch individuelle Gespräche mit Firmen und Ausbildern führen und sich von bereits in der Ausbildung stehenden Azubis Erfahrungen einholen kommt bei den Jugendlichen gut an. Dabei ist die Fülle der Möglichkeiten und Berufssparten so groß und umfangreich, dass die Zeit fast gar nicht ausreicht, um sich mit allem intensiv zu beschäftigen. 

Doch die Firmen gehen auch darauf ein und bieten ernsthaften Interessenten Praktika zu gegebener Zeit an, um sie weiter an den Beruf heranzuführen und sie zu begeistern. Das Angebot für Jugendliche, für sich den passenden „Traumberuf“ zu finden, war dabei vermutlich nie größer als heute. (jw)

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