Ausstellung des Fotoclub Memmingen im Stadtmuseum

Einstimmung auf die Wallensteinspiele

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Bilder, die von Mitgliedern des Fotoclubs in den Wallenstein-Spielen 2004 bis 2012 entstanden sind, zeigt das Stadtmuseum noch bis zum 3. Oktober.

Memmingen - Alle vier Jahre wieder machen sich 4.500 Menschen auf den Weg in eine längst vergangene, aber nicht vergessene Zeit. Das Ziel liegt nah im Herzen der geschichtsträchtigen Stadt, in der die heutigen Bürgerinnen und Bürger von Memmingen in die Zeit des frühen Barocks eintauchen. Mit dem Einzug von Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein, kurz Wallenstein, der am 30. Mai 1630 mit großem Gefolge durch das Ulmer Tor in die Stadt ritt, verbindet Memmingen eine Geschichte, die nur fünf Monate dauerte und sich trotzdem in die Chroniken der Stadt einbrannte.

Im Jahr 2012 schlug das Gefolge Wallensteins an den letzten Spielen seine Lager auf. Der Fotoclub Memmingen begleitete die Wallensteinspiele mit dem Fotoapparat. Unzählige Bilder sind in dieser historischen Woche entstanden, von denen eine Auswahl von Museumsleiterin Ute Perlitz zusammen mit Fotoclub-Vorstand Winfried Schwarz getroffen wurde, um sie im zehnten Wallensteinjahr der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Vorfreude auf die kommende historische Woche vom 24. bis 31. Juli entfachen die lebendigen Aufnahmen aus den beiden Lagern in der Grimmelschanze und dem Reichshain, aus den Reiterspielen, vom Einzug und Auszug des Feldherrn und den weiteren Spektakeln, die sich über die ganze Stadt hinweg ausbreiteten. Die neue Ausstellung wurde von Stadtoberhaupt Dr. Ivo Holzinger zusammen mit dem ersten Vorsitzenden des Fischertagvereins Memmingen e.V., Michael Ruppert, und dem ersten Vorsitzenden des Fotoclub Memmingen, Winfried Schwarz, eröffnet. Die Sing- und Musikschule sorgte für den guten Ton mit den Instrumenten Caisa, Violoncello, Marimbaphon, Cajón und Glockenspiel.

Wallenstein verbindet Generationen

Michael Ruppert ist mit dem Historienfest groß geworden, wie er berichtete. Im Jahr 1895 fand bereits ein kleines Fest zu Ehren des Feldherrn statt. Mit dem „Großen Fischertag“ erinnerte man alle fünf Jahre an die Vergangenheit. Seit den 1980er-Jahren gibt es neben dem traditionellen Fischertag noch die separate Woche der Wallensteinspiele. Als das heutige größte historische Fest in Europa noch in den Kinderschuhen steckte, war es ein reines Männerfest. Heute ist in das Großereignis die ganze Familie eingebunden. Nach dem Motto: Sehen – Erleben – Spüren will der Fischertagsverein das Geschichtsbuch lebendig werden lassen und Gästen wie Mitwirkenden eine besondere Atmosphäre bieten. Die aktiven Mitglieder des Memminger Fotoclubs werden sich auch in der Wallensteinwoche Ende Juli wieder mit der Fotokamera „bewaffnen“, um die Gelage, die mit dem Feldherrn über Memmingen kamen, dokumentarisch festzuhalten. Wallenstein brachte dem kriegsgebeutelten Memmingen ein wenig Struktur und Beständigkeit in einer unsteten Zeit des 30-jährigen Krieges. Die farbigen Aufnahmen von 2004 bis 2012 stimmen auf die kommende Woche der Wallensteinspiele ein.

Die Ausstellung des Stadtmuseums im Hermansbau läuft bis zum 3. Oktober 2016. Weitere Infos und Aktionen des Fotoclubs findet man unter folgendem Link: www.fotoclub-mm.de.  (ds)

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