Klinikförderverein informiert über den derzeitigen Sachstand

Balkonprojekt am Klinikum braucht weitere Spenden

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Krebspatient Thomas Kahnert mit Ehefrau Heike (rechts), Vorsitzender des Kliniken Fördervereins Thomas Munding (Mitte) und kaufmännischer Klinikleiter Wolfram Firnhaber.

Memmingen - Das vor einiger Zeit initiierte Balkonprojekt auf der Palliativstation im Klinikum Memmingen braucht weitere Spenden, um baldmöglichst realisiert werden zu können. In einem Pressegespräch informierte jetzt der Vorsitzende des Klinikfördervereins über den Sachstand des Projekt und über das bisherige Spendenaufkommen.

Es ist zutiefst menschlich, wenn ein unheilbar an Krebs erkrankter Patient den Wunsch äußert, einmal noch die Sonne auf seiner Haut spüren zu wollen oder ganz einfach den Blick in die Weite schweifen zu lassen, um nochmal die ganze Schönheit der Schöpfung beobachten zu können. Bis heute ist dies allerdings im Klinikum Memmingen nicht möglich, weil die Palliativstation keinen Balkon hat. 

Mit etwas Glück könnte dieses Problem aber bald der Vergangenheit angehören. „Wir träumen seit langem von einem Balkon, um bettlägerigen Patienten diesen Wunsch zu erfüllen“, so die Leiterin der Palliativstation, Angela Ludwig. Der ersehnte Balkon soll so groß sein, dass Patienten im Krankenbett ins Freie geschoben werden können. Um die rund 80.000 Euro teure Maßnahme im zweiten Obergeschoss des Klinikums zu verwirklichen bittet der Klinikförderverein unter seinem Vorsitzenden Thomas Munding weiterhin die Bürger um finanzielle und ideelle Unterstützung: „Bitte helfen Sie uns mit einer Geldspende, um dieses Projekt verwirklichen zu können. Mit Ihrer Unterstützung können wir es Sterbenskranken ermöglichen, noch einmal die Kraft der Sonne zu spüren und den Vögeln im Park zu lauschen.“ 

Heike Kahnert, Frau des Krebspatienten Thomas Kahnert, hat in den vergangenen Monaten durch ihr beispielloses Engagement bereits rund 40.000 Euro an Spendengeldern für das Balkon-Projekt gesammelt. Allein 10.000 Euro kamen dabei vom Förderverein des Klinikums. 5.000 Euro hat das Unternehmen Hebel avisiert. Weitere potentielle Spender haben, laut Vorsitzendem Munding, ihre Bereitschaft signalisiert das Projekt zu unterstützen. Auch der hiesige CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek habe sich bereits bei Stiftungen für eine Unterstützung stark gemacht, sagte Munding. „Diese breite Zustimmung stärkt die Zuversicht, dass wir die Realisierung in Kürze starten können“. 

Laut Heike Kahnert ist es der größte Wunsch ihres Mannes, die Fertigstellung des Balkons noch selbst zu erleben. „Wir hoffen, dass viele schwerstkranke Patienten schon bald von dem Projekt profitieren können“, betonte dazu auch der Chefarzt der Palliativstation im Memminger Klinikum, Professor Dr. Albrecht Pfeiffer. Hier werden ausschließlich Menschen betreut, die an einer unheilbaren Krankheit leiden. 

Auch die Stadt Memmingen steht hinter der Palliativstation und unterstützt die Sechs-Betten-Abteilung seit ihrer Eröffnung im Herbst 2009 mit jährlich 60.000 Euro, um das, aufgrund des hohen Personalschlüssels, der für schwerstkranke Patienten notwendig ist, anfallende betriebswirtschaftliche Defizit der Station auszugleichen. Krebspatient Thomas Kahnert, der selbst bereits fünfmal auf der Palliativstation lag, fügt zum Abschluss an: „Wenn am Ende die Kräfte schwinden und meine Zeit gekommen ist, weiß ich, woher die Mittel für den Bau des Balkons kamen.“ (jw)


Spendenkonto: 

Verein der Freunde und Förderer Klinikum Memmingen e.V. 

Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim 

IBAN: DE66 7315 0000 0000 2107 40 

BIC: BYLADEM1MLM 

Verwendungszweck: „Balkon Palliativstation“ 

Für Spendenquittungen geben Sie bitte Ihren Namen und Ihre Adresse an.


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