Kein TEDI-Markt, aber neues Hotel

Bauausschuss diskutiert verschiedene Vorhaben in Memmingen

Blick in die Antoniergasse Memmingen
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Gegenüber der Einmündung der Blattergasse soll auf dem Gelände des Hauses Antoniergasse 7 im Memminger Osten ein neues Hotel mit 22 Zimmern und zwei Penthauswohnungen entstehen.

Memmingen - In seiner jüngsten Sitzung im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Stadt mussten sich die Stadträtinnen und Stadträte mit mehreren Neubauvorhaben und Nutzungsänderungen beschäftigen. Unter anderem ging es dabei um ein Kinderhaus und ein neues Hotel in der Antoniergasse.

Die Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Memmingen/Unterallgäu möchte beim Schulzentrum West ein neues Kinderhaus sowie eine Wohn- und Tageseinrichtung für Menschen mit Behinderung beim Förderzentrum Notker-Schule bauen. Dazu muss der gültige Bebauungsplan geändert werden. Durch den Neubau wären unter anderem eine schulvorbereitende Einrichtung für Kinder mit Förderbedarf, eine inklusive Kinderkrippe sowie die Erweiterung des bestehenden inklusiven Kita-Angebots möglich. „Der Bildungsstandort Memmingen würde durch diese modernen pädagogischen Angebote weiter ergänzt werden,“ so der Leiter des städtischen Planungsamtes Uwe Weißfloch. Die geplante Wohn- und Tageseinrichtung der Lebenshilfe soll als Ersatzbau für die bestehende stationäre Einrichtung des gemeinschaftlichen Wohnens in der Prinzingstraße dienen, das nicht mehr den geforderten gesetzlichen Standards entspricht. Ergänzt wird diese durch eine Tageseinrichtung für Menschen mit Behinderung im Rentenalter.

Das Vorhaben fand die einhellige Zustimmung des Ausschusses, die erforderliche Änderung des Bebauungsplans wurde einstimmig beschlossen.

Neues Hotel in der Antoniergasse

Im Memminger Osten soll auf dem Grundstück der Antoniergasse 7 gegenüber der Einmündung Blattergasse ein neues Hotel mit zwei Wohnungen und 22 Zimmer gebaut werden. Das Bauwerk mit zwei Vollgeschossen und einem Penthausgeschoss soll auch Zimmer mit barrierefreien Zugängen bieten. Der Bauwerber machte diese Zusage ohne gesetzliche Verpflichtung, die Ausschussmitglieder begrüßten diese Entscheidung und stimmten dem Bauantrag einstimmig zu.

Kein TEDi-Markt

Die TEDi-Markt-Kette wollte im Erdgeschoss des Gebäudes Frauenhoferstraße 5 einen Einzelhandelsmarkt mit über 700 Quadratmetern Fläche einrichten. Das vorgesehene Warensortiment wird mit fast 90 Prozent als „zentrenrelevant“ beziehungsweise als Sortiment des Nahversorgungsbedarfs bewertet. Grundsätzlich sei das Anliegen zwar genehmigungsfähig, so Hochbauamtsleiter Fabian Damm, widerspreche jedoch dem beschlossenen Einzelhandelskonzept, das die Innenstadtlagen schützen soll. Das Gebäude liegt nicht im zentralen Versorgungsbereich, sondern in einer Randlage, in der nur der Verkauf von Waren des sonstigen Sortiments (Bau, Fenster, Türen, Computer, Fahrrad, Zooartikel und ähnliches) vorgesehen sind.

Hochbauamtsleiter Damm schlug dem Gremium daher vor, einen Bebauungsplan aufzustellen und eine Veränderungssperre zu verhängen, damit das TEDi-Vorhaben dort nicht umgesetzt werden kann. Die Räte stimmten dem Vorschlag einstimmig zu, regten jedoch an, der TEDi-Kette eine Ansiedlung in der Innenstadt nahe zu legen.

Mehrfamilienhaus in Volkratshofen

Am Milchberg in der Ortsmitte von Volkratshofen soll ein neues Mehrfamilienhaus mit insgesamt fünf Wohnungen gebaut werden. Das geplante Gebäude passe von der Fläche und der beabsichtigten dreigeschossigen Höhe gut in die Umgebung und auch die vorgesehenen Parkplätze unter der über das Grundstück laufenden Hochspannungsleitung seien baurechtlich nicht zu beanstanden. Der Bauausschuss stimmte daher der Bauanfrage einstimmig zu. (Tom Otto)

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