Neubau wohl unumgänglich

Bauausschuss diskutiert Maßnahmen an Autobahnbrücke "Neue Welt"

Die Autobahnbrücke über den Stadtpark „Neue Welt“ ist mittlerweile deutlich in die Jahre gekommen. Der Bausenat diskutierte daher jetzt im Zuge notwendiger Schallschutzmaßnahmen über die Statik des Bauwerks.
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Die Autobahnbrücke über den Stadtpark „Neue Welt“ ist mittlerweile deutlich in die Jahre gekommen. Der Bausenat diskutierte daher jetzt im Zuge notwendiger Schallschutzmaßnahmen über die Statik des Bauwerks.

Memmingen – Um die Autobahnbrücke über den Stadtpark „Neue Welt“ ging es unter anderem in der jüngsten Sitzung des II. Senats, Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss.

Nachdem der südliche Teil der Brücke mit hohen Lärmschutzwänden fertiggestellt wurde, ist nun der nördliche Teil der Brücke in Fahrtrichtung Lindau, der aus dem Jahr 1982 stammt, an der Reihe. Dieser sei statisch nicht in der Lage, die vier Meter hohen Lärmschutzwände aufzunehmen. Es gehe bei diesem Neubau aber nicht nur um den Lärmschutz, erläutert Uwe Weißfloch vom Bauamt. Durch ihr Alter sei die Brücke den hohen Belastungen des Schwerlastverkehrs nicht mehr gewachsen und müsse, auch wenn keine Schallschutzwände montiert würden, saniert werden. Die Bauzeit werde laut Weißfloch dreieinhalb Jahre betragen und mit der zeitweiligen Komplettsperrung der Straße „In der Neuen Welt“ einhergehen. 

Diese lange Bauzeit stieß bei einigen Räten auf Unverständnis. Der ehemalige Landtagsabgeordnete Herbert Müller (SPD) drängte darauf, dass an der Baustelle Tag und Nacht und auch samstags gearbeitet werde. In China werde in dieser Bauzeit ein ganzer Flughafen erstellt, so Müller. Auch sei es den Bürgerinnen und Bürgern nicht vermittelbar, warum man, wie so oft üblich, durch Autobahnbaustellen fahre und nicht einen einzigen Bauarbeiter sehe. 

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurden eine Änderung des Flächennutzungsplans Fuchsäcker und ein neuer Bebauungsplan im Norden Steinheims beschlossen. Dieser Beschluss sei nötig geworden, weil die Firma Geiger Asphalt dort ihren neuen Standort errichten will. Durch die Luftverschmutzung und Lärmbelästigungen des Asphaltwerkes wolle die Stadt solche Betriebe aus dem Stadtgebiet aussiedeln. Weiter seien die bestehenden Anlagen des Unternehmens an der Europastraße veraltet. (ew)

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