Bausenat entscheidet sich für den Endausbau der Römerstraße

Ausbau wird für Anlieger ziemlich teuer

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Der Senat hat den Ausbau der Römerstraße beschlossen. Auf dem Kiesstreifen sollen Parkplätze und ein Gehstreifen mit Bäumen angelegt werden.

Memmingen - Jahrelang hat sich nichts getan. Jetzt aber wird der Endausbau der Römerstraße in Angriff genommen. Dies hat der Bausenat bei seiner letzten Sitzung mehrheitlich so beschlossen. Lediglich die Stadträte Thomas Mirtsch (CRB) und Verena Gotzes (SPD) votierten gegen diese Entscheidung.

Hintergrund der Baumaßnahme ist eine Änderung des Kommunalabgabengesetzes in Bayern. Dieses besagt, dass vorhandene Erschließungsstraßen innerhalb von 25 Jahren vollständig ausgebaut sein müssen – spätestens bis zum 1. April 2021. Bis dahin müssen alle Erschließungsstraßen auch mit den Anliegern abgerechnet sein. Die vorgelegte Variante der Ausbaupläne der Stadt werden allerdings von der Mehrheit der Anwohner abgelehnt. Die veranschlagten Kosten von rund 600.000 Euro, die zu 90 Prozent von den Anliegern aufgebracht werden müssen, seien überzogen und in keinster Weise nachvollziehbar, lautet die Kritik. 

Außerdem sei das Vorhaben wenig durchdacht, weil dadurch die Anzahl der Parkplätze verringert werde und der Gehweg, aufgrund einer fehlenden Verbindung zwischen Geh- und Radweg, ziemlich unsinnig sei. Vorgesehen ist laut Tiefbauamtsleiter Gernot Winkler eine 5,50 Meter breite Asphaltfahrbahn sowie ein 2,50 Meter breiter Streifen mit Längsparkplätzen und ein zwei Meter breiter Gehweg entlang der westlichen Grundstücke. 

Dies stößt bei den Anwohnern jedoch auf starken Widerspruch, diese bevorzugen und fordern Senkrechtparkplätze. So könnten nach ihrer Meinung mehr Fahrzeuge geparkt werden. Außerdem gebe es keine Verbindung zwischen dem geplanten Gehweg und dem Radweg, deshalb sei dieser ziemlich sinnlos. 

Laut Winkler sind der Stadt hier aber die Hände gebunden. Die vorhandene Breite von etwa zehn Metern lasse keine Senkrechtparkplätze zu. Nach den Richtlinien müsse ein Senkrechtparkplatz mindestens fünf Meter lang sein und die angrenzende Straße sechs Meter breit, so der Amtschef. Letztlich beschloss der Senat mehrheitlich, dass der Gehweg durch den angrenzenden Wald an den Radweg angebunden wird. Diese Variante befürwortete auch der dritte Bürgermeister und Grün-Referent Dr. Hans-Martin Steiger. 

Ein positiver Aspekt sei zudem: nachdem der rund 250 Meter lange Bauabschnitt sich nicht im geplanten Bereich des Endausbaus befindet, müsste für diese Maßnahme auch die Stadt die anfallenden Kosten übernehmen und die Anwohner blieben verschont. (jw)

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