70 neue Stellen geplant

Umweltminister Glauber: Mehr Personal für Veterinärämter

Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber.
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Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber.

München/Unterallgäu – Vor kurzem hatte sich der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (FW) mit den schwäbischen Landräten getroffen. Wichtiges Thema: die Personalnot bei den Veterinärämtern. Nun verspricht Glauber, mehr Stellen zu schaffen.

In München mit dabei waren auch die vier Allgäuer Landräte Hans-Joachim Weirather (Unterallgäu), Maria Rita Zinnecker (Ostallgäu), Anton Klotz (Oberallgäu) und Elmar Stegmann (Lindau). Nach dem Tierschutzskandal in Bad Grönenbach hatten die vier in einem gemeinsamen Schreiben an den Umweltminister dringend Verstärkung für die Veterinärämter gefordert.

Als Ergebnis der jüngsten Kabinettsberatungen zum Nachtragshaushalt 2019/2020 verspricht Glauber nun mehr Geld und Personal für Klimaschutz, Artenschutz und eben auch die bayerischen Veterinärämter. „Tierschutz ist ein hohes Gut. Die Qualität der Kontrollen vor Ort muss stimmen. Wir müssen mit bestmöglichem Spezialwissen und Personalausstattung in die Kontrollen gehen“, äußerte sich Glauber in einer Pressemitteilung. Geplant sind 70 Stellen zur Stärkung der Veterinärverwaltung. Außerdem sind 20 neue Springerstellen bei den Bezirksregierungen vorgesehen. 22 Stellen sollen inklusive des aktuellen Doppelhaushalts für Veterinäre an den Landratsämtern geschaffen werden.

Zusätzlich soll die Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) in diesem Bereich neue Zuständigkeiten erhalten. Dafür sollen weitere 25 Stellen geschaffen werden. Und auch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit soll mehr Personal bekommen.

Bayern soll klimaneutral werden

Ebenfalls Thema: Klimaschutz. Mit einer Klima-Milliarde bis zum Ende der Legislaturperiode setze der Freistaat laut Glauber „ein starkes Signal“. Bis 2050 soll Bayern klimaneutral werden. Bis Ende des Jahrhunderts droht dem Freistaat ein Temperaturanstieg um bis zu 3,6 Grad.

"Trendwende beim Artenschutz"

Insgesamt 35 Millionen Euro zusätzlich sollen pro Jahr im Bereich Artenschutz zur Verfügung stehen. „Ziel ist eine Trendwende beim Artenschwund. Noch ist keine Biene gerettet. Mit den neuen Mitteln sollen die Landwirte eine deutlich verstärkte Förderung erhalten. Beim Schutz der Natur ist es vor allem wichtig, die Menschen mitzunehmen. Dazu braucht es gute Kommunikation und Beratung vor Ort. Diese Aufgabe werden in Zukunft neue Biodiversitätsberater an den Landratsämtern übernehmen“, so Umweltminister Glauber in der Pressemitteilung. Hierfür und für die Koordination an den Regierungen sollen im Haushaltsentwurf 50 neue Stellen geschaffen werden. (MK)

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