Nahwärmenetz und Dorfgemeinschaftshaus

2,8 Millionen Euro für die Dorferneuerung in Benningen

 Staatssekretär Klaus Holetschek, Bürgermeister von Benningen Martin Osterrieder und der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Schwaben, Christian Kraye.
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Freuen sich über 2,8 Millionen Euro Fördersumme zur Dorfentwicklung Benningens (von links): Staatssekretär Klaus Holetschek, Bürgermeister Martin Osterrieder und der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Schwaben, Christian Kraye.

Benningen – „Was lange währt, wird endlich gut“, freute sich Benningens Bürgermeister Martin Osterrieder beim Besuch des Leiters des Amtes für Ländliche Entwicklung Schwaben, Christian Kraye, und Staatssekretär Klaus Holetschek anlässlich der Bekanntgabe der Fördersumme für die Dorferneuerung Benningens.

„Benningen rüstet sich für die Zukunft, möchte lebenswerter und attraktiver werden.“ Dafür bedarf es laut Kraye vieler Faktoren: Dazu gehöre ein engagierter Bürgermeister, ein mutiger Gemeinderat und natürlich auch die staatliche Unterstützung.

Die Dorferneuerung ist für Kraye das Fundament des ländlichen Raums, zumal jeder Euro Zuschuss 7,50 Euro private Investitionen nach sich ziehe. Fördergelder stärken die ländliche Entwicklung in vielerlei Hinsicht, so Kraye weiter. Sie fördern Innenentwicklung, beleben leerstehende Bausubstanz, verbessern die Nahversorgung, motivieren engagierte Bürger und unterstützen die heimische Wirtschaft.

Die zusammen mit der Bürgerschaft und den Firmen erarbeiteten Maßnahmen für die Dorferneuerung seien eine dorfgerechte Neugestaltung und Durchgrünung innerörtlicher Straßenzüge, die Schaffung einer gestalteten Ortsmitte im Umfeld von Rathaus und Kirche, die Errichtung eines Nahwärmenetzes, ein Dorfgemeinschaftshaus für örtliche Vereine und Gruppen, Gestaltungsmaßnahmen entlang der innerörtlichen Bachläufe und die Unterstützung von altersgerechtem Wohnen. Eine große Rolle spielt dabei, private leerstehende Gebäude, insbesondere landwirtschaftliche Hofstellen, einer neuen Nutzung zuzuführen. Hier wolle man die üblichen Förderungen im Rahmen der Dorferneuerung mit Zuschüssen der Gemeinde und des Landkreises kombinieren, um einen Anreiz zu bieten, auch innerhalb des Ortskerns wieder mehr Wohnraum zu schaffen.

Benningens Zukunftsprojekt

Das Amt für Ländliche Entwicklung wird für die Maßnahmen in der Dorferneuerung Benningen eine Fördersumme in Höhe von 2,8 Millionen Euro bereitstellen. Der Betrag ist zweckgebunden für das Nahwärmenetz, die Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses und die Umnutzung eines bestehenden Gebäudes zum „Sozialhaus“.

„Sie haben jetzt die Chance, ihre Heimat den heutigen Ansprüchen entsprechend zu gestalten und attraktiv für die Menschen zu machen“, so Kraye zu Bürgermeister Osterrieder. Die ersten Baumaßnahmen sollen 2022 beginnen. Osterrieder betonte, es habe 30 Treffen mit sechs Arbeitskreisen gegeben, um die Ziele der Dorferneuerung zu definieren.

Staatssekretär Klaus Holetschek bezeichnete die Benninger Dorferneuerung als Zukunftsprojekt und auch er lobte das außerordentliche Engagement der Gemeinde. Lebenswerter Raum im ländlichen Bereich ist seiner Meinung nach sehr wichtig. Alle Beteiligten hätten dabei lösungsorientiert gearbeitet. Trotz der 2,8 Millionen Fördersumme sei aber ein hoher finanzieller Aufwand seitens der Gemeinde notwendig, gab Osterrieder zu bedenken, zumal die wirtschaftliche Entwicklung derzeit schwer planbar sei. (ew)

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