Berufsfachschulen feiern Abschluss der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen

"Eine Ausbildungsstätte, auf die wir stolz sind"

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Die umgebauten und sanierten Berufsfachschulen in Memmingen.

Memmingen - Mit einem Festakt und einem "Tag der offenen Tür" feierten die Staatlichen Berufsfachschulen Memmingen in der Mindelheimer Straße den erfolgreichen Abschluss der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen ihrer Ausbildungsstätte. Im Anschluss an die Feierlichkeiten bestand Gelegenheit, die Schule zu besichtigen und einen Einblick in die geleistete Arbeit zu erhalten.

"Solange mein Herz schlägt" sang der junge Künstler Pat Wind zur Begrüßung der zahlreich erschienen Schüler sowie Gäste und Ehrengäste zu Beginn des Festaktes anlässlich der erfolgreichen Beendigung Sanierungs- und Umbaumaßnahmen. Die letzten 20 Monate waren geprägt durch vielerlei Belastungen, aber "ich danke für die Möglichkeit der Sanierung", formulierte Schulleiter OStD Reinhard J. Vetter in seinem Eingangsstatement. "Wir sind jetzt eine erstklassige Ausbildungsstätte, auf die wir sehr stolz sind". Wenn es jetzt noch klappt, die gewünschte Fachakademie für Sozial-Pädagogik zu erhalten, sei die Zufriedenheit perfekt, betonte Vetter. Für Schirmherr und Landrat Hans-Joachim Weirather ist der 4,6 Millionen Euro teure Umbau generell gut gelungen. Das Gebäude, das im Jahre 1968 errichtet wurde, war dringend sanierungsbedürftig. Innerhalb von 20 Monaten sei dies, vorwiegend mit Handwerksunternehmen aus der Region, gelungen. Er dankte insbesondere Architekt Sebastian Geiger aus Pless, dass es gelungen ist, die vorgegebene Bauzeit nicht nur einzuhalten, sondern diese sogar noch zu unterschreiten. Gebaut wurde in drei Bauphasen. Phase I umfasste im wesentlichen die energetische Sanierung sowie Teilumbauten der Klassenräume. Bauphase II war vorgesehen für Brandschutz und sonstige sicherungsrelevante Maßnahmen. Schwerpunktthemen der dritten Bauphase waren schließlich, neben weiterer energetischer Sanierung und Vergrößerung von Lehrer- und Fachräumen, auch Maßnahmen zur Umsetzung der Inklusion mit barrierefreien Zugängen, inklusive Einbau eines neuen Aufzugs. 34 Prozent der zuschussfähigen Kosten übernimmt der Freistaat. Besonders erfreulich sei, dass der Kostenrahmen nicht nur eingehalten, sondern sogar geringfügig unterschritten wurde. Angetan zeigten sich die Gäste über die Multimedia-Präsentation des Films "be happy" - Ausdruck der Freude über die Fertigstellung, mit Schülern als darstellende Künstler mit gelungenen und witzigen Tanz-Darbietungen. Bürgermeisterin Margareta Böckh lobte in ihrem Grußwort das moderne Ausbildungsangebot, das die Schule mit den Fächern "Ernährung und Versorgung", "Kinderpflege" sowie "Sozialpflege" vermittle. Fächer, die in unserer heutigen Gesellschaft einen hohen Stellenwert einnähmen. Es sei wichtig, Kindern schon frühzeitig durch gut ausgebildete Fachkräfte soziale Kompetenzen zu vermitteln. Ganz wichtig sei insbesondere auch das Ausbildungsfach "Sozialpflege" im Zuge der immer älter werdenden Gesellschaft und die zunehmende Zahl pflegebedürftiger alter Menschen. Ein besonderes Lob sprach Böckh für die gute Schulorganisation an Schulleiter Vetter aus. CSU-Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek drückte seine Hochachtung für die Ausbildung der Fachschüler in einem Kompliment aus. "Was sie hier im sozialen Bereich leisten verdient hohen Respekt. Menschen, die solche Berufe nicht nur erlernen, sondern ihr Tun gar als Berufung begreifen, sind nicht hoch genug zu schätzen. Wir brauchen in der heutigen Zeit nicht nur Akademiker, wir brauchen Leute wie Sie". Deshalb müssten wir die Menschen mehr wertschätzen die sich für Hilfsbedürftige einsetzten, sagte der CSU-Politiker. Staatsminister a.D. Josef Miller, der nach eigener Aussage seine berufliche Tätigkeit hier begonnen hat, unterstützte in seinem Grußwort die Aussage Holetscheks und sagte: "Sie brauchen nach ihrer Ausbildungszeit keine Sorge zu haben dass sie keinen Arbeitsplatz bekommen. Auf Sie wartet man schon". Die Schülerinnen Julia Böck (Ki), Claudia Kirchensteiner (EV) und Karina Geis (So), Vertreterinnen der Schülermitverwaltung, setzten mit ihren gemeinsam vorgetragenen Dankesworten schließlich das Schlusswort, bevor die Besichtigung der "Multi-Kulti Schule - gegen Rassismus" für die Öffentlichkeit anstand. (jw)

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