Staatsministerin Carolina Trautner verleiht Signet „Bayern barrierefrei“

Memmingen: Besondere Auszeichnung für das Landestheater Schwaben

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Bayerns Familienministerin Caroline Trautner (links) überreichte Intendantin Dr. Kathrin Mädler im Rahmen eines kleinen Festakts auf dem Theaterplatz das Signet „Bayern barrierefrei“.

Memmingen - Es wird eine „besonders nachdenkliche Spielzeit“ verrät die Intendantin des Landestheaters Schwaben, Dr. Kathrin Mädler, bei der Spielzeiteröffnung auf dem Theaterplatz.

Das Theater ist ihrer Meinung nach ein offener Ort der Stadtgesellschaft und deshalb freute sie sich auch besonders über die Verleihung des Signets „Bayern barrierefrei“, verliehen von der Bayerischen Staatsregierung. Man wolle am Theater Diversität sowohl im Zuschauerraum, als auch auf der Bühne erreichen, so Mädler weiter. Das Theater stehe dabei immer noch am Anfang und gerade deshalb sei dieses Signet eine besondere Auszeichnung. Memmingens Dritter Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger sieht das Signet als Belohnung und Programm zugleich. Es formuliere den Anspruch, Einschränkungen abzubauen und sich um Inklusion zu bemühen. Laut Steiger gelte es aber auch, „Barrieren im Kopf abzubauen“. Auch Bayerns Familienministerin Caroline Trautner, die Intendantin Dr. Kathrin Mädler im Rahmen eines kleinen Festakts auf dem Theaterplatz das Signet überreichte, sieht es als ein großes Ziel, Barrieren hinter sich zu lassen. Den Bezug zum Theater zieht die Ministerin dabei mit einem Zitat von Oscar Wilde. „Das Theater ist so viel realistischer als das Leben“. Es Theater schaffe wertvolle Begegnungen, in denen sich Menschen näherkommen können.

Weitere Inklusionsprojekte geplant

Das Signet, so Trautner, stehe für konkrete und beachtliche Beiträge zur Barrierefreiheit. „Ich begrüße es außerordentlich, dass in Kunst und Kultur Barrierefreiheit so kreativ und einfallsreich umgesetzt wird: zum Beispiel durch die sogenannten Touch Tours im Landestheater Schwaben, wenn Menschen mit Sehbehinderung vor der Vorstellung das Bühnenbild, die Kostüme und Requisiten ertasten können“, so die Ministerin. Ebenso beeindruckt sei sie, dass im Landestheater Schwaben weitere Inklusionsprojekte wie zum Beispiel Inklusionspatenschaften, Gebärdensprachdolmetscher oder Audiodeskription geplant werden. All die vorhandenen und geplanten Angebote würden wertvolle Begegnungen für Menschen mit und ohne Behinderung schaffen, dabei könnten sie gemeinsam sowohl auf der Bühne als auch im Zuschauerraum Theater erleben.

Das Signet ist nach Trautners Worten ein Zeichen der Anerkennung für alle, die in Bayern Barrieren abbauen. Es soll gleichzeitig auch Ansporn sein, sich noch mehr für Barrierefreiheit zu engagieren. Barrierefreiheit kenne keinen Schlusspunkt, sie sei eine Daueraufgabe, so Trautner weiter. Der Veranstaltung wohnten auch Gäste aus Politik und Vertreter Stadt bei, darunter Alfons Weber (Stellvertreter des Bezirkstagspräsidenten), Barbara Holzmann (Erste Vizepräsidentin des Bayerischen Bezirketags und stellvertretende Bezirkstagspräsidentin von Schwaben), Dr. Hans-Martin Steiger (3. Bürgermeister der Stadt Memmingen), Josef Miller (Staatsminister a.D.), Anna Birk (Fachstelle für Inklusion, kommunale Behindertenbeauftragte) und Regina Sproll (stellvertretende Vorsitzende des Behindertenbeirats). Sie alle freuten sich gemeinsam mit dem Landestheater Schwaben über die Auszeichnung. (ew)

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