Betriebe bieten Schülern Einblicke in verschiedene Handwerksberufe

Ausbildungsprojekt „wanted Handwerk“

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Das Handwerk der Zimmerer stand bei einigen Schülern im Mittelpunkt ihres Interesses.

Memmingerberg - Die Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim, unterstützt von Projektpartnern, veranstaltete ihr drittes Ausbildungsprojekt „wanted Handwerk“. Diesmal fand die unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Manfred Schilder und Landrat Hans-Joachim Weirather stehende zweitägige Veranstaltung auf dem Firmengelände der Zettler-Bau GmbH in Memmingerberg statt.

Rund 450 Schüler der achten und neunten Klassen der Mittelschulen folgten der Einladung der Kreishandwerkerschaft, um sich über Berufsbilder des Handwerks informieren zu lassen. „Ziel des Projektes ist es, den Schülerinnen und Schülern neben umfassenden Ausbildungsinformationen ein Gefühl für einen Beruf im Handwerk zu vermitteln“, so der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim, Gottfried Voigt, bei der Teilnehmer-Begrüßung. 

Von 26 teilnehmenden Betrieben wurden diesmal insgesamt 18 Berufe vorgestellt. Nach Kurzinterviews der anwesenden Projektpartner und Unterstützer durch die Schüler Janik Greif und Evelyne Bischoff, bei der diese ihre Partner nach der Wichtigkeit des Handwerks und ihren letzten persönlichen Handwerker-Kontakten fragten, schwärmten die Schülerinnen und Schüler aus, um sich an den einzelnen Tischen der Firmen zu beschäftigen, nach der Devise „schauen, informieren, anfassen“. 

Dass bei Mädchen der Beruf Friseurin weiterhin einen hohen Stellenwert hat, zeigte sich schon an dem hohen Andrang am Friseurstand. Hier konnten sie endlich Hand anlegen, kämmen, frisieren und Fantasiegebilde auf die vorhandenen Muster-Köpfe zaubern, sodass der Spaß in ihren Gesichtern abzulesen war. Nicht minder begeistert und interessiert zeigten sich die Schülerinnen und Schüler aber auch an anderen Tischen, auf denen die Berufsbilder anschaulich dargestellt wurden. So wurden Kupferrohre gebogen, Mauern mit Ziegelsteinen errichtet, Freiflächen gepflastert und bei den Zimmerern die Holzverarbeitung bestaunt. Hier konnte man neben dem Bau eines Vogelhäuschens sogar den Aufbau eines Dachstuhls bestaunen und sehen, wie so etwas gemacht wird. 

Dabei ist wohl so manchem Jugendlichen der Gedanke gekommen, ob ein Handwerk zu erlernen vielleicht doch reizvoller sein und den eigenen Neigungen mehr entsprechen könnte, als vielleicht ein vorgesehenes Studium nach dem Schulabgang. Jedenfalls war das Engagement und der Eifer der Schülerinnen und Schüler groß, in die verschiedenen Handwerksberufe hinein zu schnuppern. „Die Ausbildung von Fachkräften zur Stärkung des Handwerks ist ein gesellschaftlich wichtiges Vorhaben für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg unserer Region und unseres Landes“, so auch CSU-Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek. 

Trotz des gezeigten Interesses klagen Firmen über zunehmenden Facharbeitermangel, insbesondere Firmen der Lebensmittelbranche sorgen sich über den ausbleibenden Handwerksnachwuchs. Metzger, Bäcker und speziell der Mangel an Fachverkäuferinnen in diesen Berufen bremst die Entwicklung des Handwerks. Dabei ist es wichtig, geeignetem Nachwuchs auszubilden, um die Versorgung der Gesellschaft langfristig zu sichern. Die Zukunftschancen für Bewerber in diesen Berufen sind durchaus positiv zu beurteilen. Jedenfalls ist die Sorge arbeitslos zu werden hier eher gering. (jw)

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