Mit über 100 km/h durch die 60er-Zone

Blitzmarathon 2019: Polizei zieht Bilanz

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Auch dieses Jahr hat die Polizei bei ihrem Blitzmarathon wieder eine ganze Reihe an Temposündern erwischt.

Memmingen/Unterallgäu – Nach 24 Stunden ging am Donnerstag um sechs Uhr morgens der siebte bayernweite Blitzmarathon zu Ende. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West zieht eine allgemein positive Bilanz.

An 136 Messstellen waren 246 Beamte im Einsatz. An den stationären Geschwindigkeitsmessanlagen – also den Radarmessanlagen – wurde in den 24 Stunden ein Durchlauf von knapp 17.500 Fahrzeugen (Vorjahr 14.700, plus 18,5 Prozent) gemessen. Allerdings wurde nicht nur mit stationären Anlagen gemessen. Auch mobile Geräte – sogenannte Handlasermessgeräte – waren im Einsatz. Mit diesen lässt sich laut Polizei allerdings kein Durchlauf registrieren.

Insgesamt, also durch stationäre und mobile Überwachungsgeräte, wurden während des Blitzmarathons 897 Verkehrsteilnehmer wegen Nichteinhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet. Im Vergleich zum Vorjahr (763 Beanstandungen) bedeutet dies eine Steigerung um 17,5 Prozent.

Die Beamten der Autobahnpolizei Memmingen überprüften an vier Messstellen die Geschwindigkeit von knapp 3.000 Verkehrsteilnehmern. 63 davon haben die erlaubte Höchstgeschwindigkeit zum Teil deutlich überschritten. Spitzenreiter von den zehn Verkehrsteilnehmern im Anzeigenbereich war ein Pkw-Fahrer, der in einer 60er-Zone mit 102 km/h gemessen wurde.

„Spitzenreiter“ im Bereich der PI Mindelheim war ein Mann aus der Region mit gemessenen 120 km/h zwischen Erkheim und Kammlach. Er war nach eigenem Bekunden durch Gespräche mit seinen zwei Mitfahrerinnen abgelenkt. Außerdem täuschte er sich über die vermeintliche Messstelle. Er hatte damit gerechnet, dass von einer Brücke gemessen wird, die er etwa einen Kilometer vorher passiert hatte. Tatsächlich jedoch standen die Beamten an einem Parkplatz.

Nicht angepasste und überhöhte Geschwindigkeit ist laut Angaben der Polizei nach wie vor eine der Hauptunfallursachen im Straßenverkehr. Im Jahr 2018 ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West 29.000 Verkehrsunfälle – die höchste Anzahl seit zehn Jahren. 5.901 Menschen wurden teils schwer verletzt, 55 Menschen starben. Rund 70 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle ereigneten sich außerhalb geschlossener Ortschaften und auf der Autobahn.

So lag ein Schwerpunkt bei der Messstellenauswahl diesmal auf außerörtlichen Landstraßen. Hier haben Verkehrsunfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit meist besonders dramatische Folgen. Leider wurde laut Polizei auch am Mittwoch auf einer dieser Landstraßen ein Pkw-Fahrer bei erlaubten 100km/h mit 138 km/h gemessen. (MK/PP Schwaben Süd/West)

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