Radwege, Spiegel und Busverkehr

Bürgergespräch in Eisenburg mit Oberbürgermeister Schilder

Die Kreuzung Trunkelsberger-/Bergstraße in Eisenburg gilt als sehr unübersichtlich. Die Anwohner wünschen sich hier einen Verkehrsspiegel.
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Die Kreuzung Trunkelsberger-/Bergstraße in Eisenburg gilt als sehr unübersichtlich. Die Anwohner wünschen sich hier einen Verkehrsspiegel.

MM-Eisenburg – Das neue Format der Bürgerversammlung stößt auf große Zustimmung bei der Bevölkerung, wie kürzlich wieder der Rekordbesuch im Schützenheim beim Bürgergespräch mit Oberbürgermeister Manfred Schilder zeigte, das durch den örtlichen Bürgerausschuss organisiert wurde.

Aufmerksam nahm Schilder die vorgebrachten Wünsche und Vorschläge zur Verbesserung der Infrastruktur und der Lebensqualität im Stadtteil Eisenburg zur Kenntnis und diskutierte mit den Bürgerinnen und Bürgern anschließend über adäquate Lösungen. Die drängendsten Probleme wurden bereits vorab vom Bürgerausschuss schriftlich fixiert und vom Vorsitzenden Raimund Rau dem Rathauschef übergeben. Gefordert wurde beispielsweise die Aufstellung eines Verkehrsspiegels an der Kreuzung Trunkelsberger-/Bergstraße. Hier komme es immer wieder zu kritischen Situationen beim Abbiegen von der Trunkelsberger Straße in Richtung Amendinger Straße. Fahrzeuge aus der Amendinger Straße würden, selbst bei Einhaltung der vorgegebenen Geschwindigkeit, zu spät gesehen. Hier soll bei einem Ortstermin die Situation nochmals genau angeschaut werden, versprach der Rathauschef.

Ein weiteres Thema betraf den Radweg Eisenburg – Amendingen. Die bereits aufgebrachte weiße Randmarkierung auf dem Radweg zwischen Eisenburg und der Grünenfurter Straße habe sich bewährt. Diese Markierung soll nun auch bis zum Ende des Radweges beim Sportplatz in Amendingen fortgegeführt werden. Gefordert wurde unter anderem auch den Bau eines Geh- und Radweges nach Trunkelsberg, nachdem die Bewohner der Berg- sowie der Trukelsberger Straße häufig den Weg über Trunkelsberg in die Stadt benutzten. Aufgrund des geringen Verkehrs von gezählten 1.400 Fahrzeugen lasse die Rechtslage den Bau jedoch nicht zu, entgegnete OB Schilder.

Zu den weiteren Wünschen zählte die Errichtung eines zentralen Bolz- und Spielplatzes für Eisenburg. Laut OB Schilder lässt die Topografie die Errichtung eines solchen Bolzplatzes aber nicht zu. Ein weiterer Kritikpunkt war der schlechte Zustand der Amendinger Straße. Eine dringende Sanierung sei erforderlich. Hier gab der OB zu bedenken, dass der festgestellte Verkehr vorläufig keine Sanierung rechtfertige. Letztendlich ging es auch um den Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV). Im Zuge der Neuorientierung des ÖPNVs in Memmingen hielten es die Eisenburger für wünschenswert, wenn der Linienverkehr auch täglich in den Abendstunden in Eisenburg aufrechterhalten werden könnte, damit auch die Bürgerinnen und Bürger aus Eisenburg das abendliche kulturelle Angebot in der Kernstadt wahrnehmen könnten, ohne mit dem eigenen Pkw zu fahren. Ebenso solle geprüft werden, ob die Einrichtung einer Haltestelle im oberen Bereich der Bergstraße möglich wäre. Außerdem solle abgeklärt werden, ob eine andere Streckenführung mit Kleinbussen möglich wäre.

Gefordert wurde ebenso eine Querungshilfe oder ein Zebrastreifen, da der Fußweg beim Autohaus Schatz endet. Laut Oberbürgermeister werde auch geprüft, ob eventuell Schulweghelfer eingesetzt werden könnten. Eine weitere Forderung bezog sich auf die Entschärfung der Kurve an der Südweststraße. In diesem Bereich komme es immer wieder zu kritischen Situationen.

Schließlich wollten die Bürgerinnen und Bürger auch noch Auskunft und Sachstand zur Erweiterung des Feuerwehrhauses haben. Laut OB Schilder soll im Frühjahr ein Bestandsgutachten erstellt und eventuell ab 2021 gebaut werden. Allgemein diskutiert wurde schließlich noch die Möglichkeit zur Einrichtung von 30er-Zonen und wie das Problem der wilden Müllentsorgung an den Wertstoffinseln unterbunden werden könne. (jw)

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