Rege Bürgerversammlung mit OB Schilder

Hohe Dringlichkeit für Steinheim

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Auf großes Interesse stieß die Bürgerversammlung im Stadtteil Steinheim, die „Krone“ war gut gefüllt.

MM-Steinheim - Oberbürgermeister Manfred Schilder und Uwe Weißfloch, Leiter des Stadtplanungsamtes, informierten die Bürger Steinheims bei der Stadtteil-Bürgerversammlung im Gasthaus „Krone“ über das ISEK-Konzept zur Stadtentwicklung und stellten sich ihren Fragen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand zudem die Wahl des neuen Bürgerausschusses für die kommende Amtsperiode.

Auch die Rahmenbedingungen der Bürgerversammlungen unterliegen dem Wandel der Zeit, wie jetzt in Steinheim festgestellt werden konnte. Die Anliegen der Bürger standen wieder mehr im Mittelpunkt, was allgemein begrüßt wurde. „Ich möchte nachdrücklich mit den Bürgern Steinheims ins Gespräch kommen, damit diese ihre Anliegen vorbringen“, so Schilder zum Auftakt der stark besuchten Veranstaltung im „Krone“-Saal. 

Bürgerausschuss-Vorsitzender Klaus Kern stellte das ISEK-Konzeptes (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) in den Vordergrund und interessierte sich für den Zeitrahmen der Umsetzung. „ISEK zeigt auf, was man alles machen kann und wo die Entwicklung der nächsten 15 bis 20 Jahre hingehen soll. Dazu gehören sowohl bauliche wie auch soziale Maßnahmen“, erklärte Uwe Weißfloch. 

Ortsdurchfahrt entlasten

Die Bürger können übrigens aktiv an dem Konzept mitwirken und ihre Ideen einbringen. Steinheim steht bei der Umsetzung, neben Memmingen-Ost, an vorderster Stelle der Dringlichkeit. Angefangen werde im Frühjahr mit der Analysephase. Schwerpunkte in Steinheim, neben den Baugebieten S22 nördlich des Sportplatzes und S26 Schulstraße Süd, sei die Entwicklung eines identitätsstiftenden Ortskerns im Bereich um die Kirche. Dazu die Neuaufstellung eines Flächennutzungsplanes sowie die Aufstellung eines modernen Verkehrskonzeptes. Eine spürbare Entlastung der Ortsdurchfahrt sei unabdingbar und eine Umgehungsstraße in weiterer Zukunft bereits eingeplant. Eine genaue Trassenführung müsse allerdings mit Heimertingen abgestimmt werden, so Weißfloch. 

Konkret gefordert von den Bürgern wurde dagegen ein neuer Fußboden in sowie die Erweiterung der Parkplätze an der Turnhalle. Während der neue Turnhallenfußboden zugesagt wurde, soll die Erweiterung der Parkplätze erst geprüft werden. Die Entfernung des Unkrauts, das den Steinheimer Stadtweg überwuchere, war eine weitere Forderung. 

Des Weiteren möchten die Bürger eine Beleuchtung des Radweges nach Amendingen, wobei OB Schilder dies als Aufgabe des Freistaates bezeichnete. In die Diskussion geraten ist ebenso der Mobilfunk-Sendemast in der Nähe des Gasthauses. Eine Bürgerin wollte wissen, ob hierzu eine Genehmigung vorliege. Geschwindigkeitsbeschränkungen, fehlende Schneefangzäune, schlechte Ampelschaltungen und vorhandene Straßenschäden sowie eine geänderte Zufahrt zur Grüngutsammelstelle waren weitere Themen, die die Bürger interessierten. 

Nach allgemeinen Informationen zum Sachstand des Bürgergemeinschaftshauses durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Thomas Barth, wurde schließlich der neue Bürgerausschuss gewählt und dabei beschlossen, die Anzahl der Mitglieder von bisher elf auf 13 zu erhöhen. Die bisherigen Amtsträger stellten sich ausnahmslos für eine weitere dreijährige Amtsperiode zur Wahl und erhielten zusammen mit den drei Neulingen jeweils hohen Zuspruch.

Der neue Bürgerausschuss:

Klaus Kern, Herbert Griesinger, Markus Stetter, Susanne Nissl, Peter Hieber, Thomas Barth, Susanne Batscheider, Ralf Hempfer, Otto Walter, Hans Honold, Tanja Hahnel, Mathias Heuß und Karl-Heinz Scheufele. 

Ersatzmitglieder: Hartmut Grimmer und Christian Schubert. (jw)

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