Bayerischer Gesundheitsminister Klaus Holetschek besucht Impfzentrum Memmingen

Corona-Impfstoff noch immer Mangelware

Corona Impfbus der Malteser in Memmingen
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Ein ehemaliger Linienbus aus Ingolstadt wurde von den Maltesern zu einem komplett ausgestatteten Impfbus umgebaut und ist künftig ständig in Memmingen und im Landkreis Unterallgäu unterwegs.
  • vonMichaela Breuninger
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Memmingen - Am vergangenen Donnerstag (28. Januar 2021) besuchte der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek das Impfzentrum Memmingen und konnte gemeinsam mit Oberbürgermeister Manfred Schilder und dem Unterallgäuer Landrat Alex Eder den ersten Impfbus der Malteser besichtigen.

Der Impfbus ist ein ehemaliger Linienbus aus Ingolstadt, den die Malteser zu einem vollständigen Impfbus umgebaut haben. Ab dem 1. Februar 2021 wird dieser Impfbus ständig in Memmingen und im Landkreis Unterallgäu unterwegs sein, um die etwas ungünstiger gelegenen, dezentralen Orte mit dem Impfservice zu versorgen. Der Bus verfügt über drei Bereiche: Warteraum mit Aufklärungsvideo, Impfraum sowie einen Ruhebereich, in dem sich die geimpften Personen noch 15 Minuten nach der Prozedur ausruhen können.

Ausgestattet mit allen technischen Möglichkeiten wie auch der erforderlichen Kühlanlage, können ab sofort bis zu 100 Personen, unabhängig von einem Impfzentrum, täglich versorgt werden. Zusätzlich kann dieser Bus auch als Ergänzung zu einem bestehenden Impfzentrum eingesetzt werden, um die dortige Impfrate noch einmal zu erhöhen.

Derzeit noch ungenügende Versorgung mit den Impfstoffen

Im Anschluss an die Vorstellung des Impfbusses wurde noch zu einem Pressegespräch in der ehemaligen Realschul-Turnhalle des Impfzentrums Memmingen eingeladen. Vorherrschendes Thema ist derzeit die noch ungenügende Versorgung mit den Impfstoffen.

Impfzentren in Memmingen und Bad Wörishofen seit 22. Januar einsatzbereit

Das Impfzentrum der Stadt Memmingen befindet sich in der Buxacher Straße 8, in der alten Realschule. Hier könnten täglich bis zu 600 Personen geimpft werden. Das Impfzentrum Memmingen sowie das Impfzentrum Bad Wörishofen sind seit dem 22. Januar einsatzbereit. Wie Klaus Holetschek erklärte, könnten gemeinsam mit den anderen Impfzentren bis zu 38.000 Menschen täglich in Bayern geimpft werden. Allein, der Impfstoff ist nicht ausreichend vorhanden. Holetschek forderte, zum wiederholten Male, die Bundesregierung und die EU dazu auf, hier für Verlässlichkeit zu sorgen. Bisher konnten im Landkreis Unterallgäu erst 4.000 Impfungen durchgeführt werden; allerdings auch schon 1.500 Zweit-Impfungen.

Ein ehemaliger Linienbus aus Ingolstadt wurde von den Maltesern zu einem komplett ausgestatteten Impfbus umgebaut und ist künftig ständig in Memmingen und im Landkreis Unterallgäu unterwegs.

Auch der Oberbürgermeister Manfred Schilder würde gerne noch mehr Menschen ein Impfangebot unterbreiten und wünscht sich ebenfalls mehr Kontinuität durch den Bund. Langfristig sieht Schilder, bei ausreichender Versorgung mit den Impfstoffen, auch die Möglichkeiten der Impfung durch die niedergelassenen Hausärzte.

Corona-Impfstoff in Rekordzeit entwickelt

Beim Pressegespräch wurde aber auch hervorgehoben, dass trotz des derzeitigen Verdrusses niemand vergessen dürfe, welche Leistung durch die Forschung vollbracht wurde. Innerhalb der Rekordzeit von nur einem Jahr sei ein wirksamer Impfstoff entwickelt und auch schon produziert worden. Wenn auch noch nicht in der erforderlichen Menge.

Noch zur Information:

Für das Impfzentrum Memmingen können die Termine gebucht werden unter www.Impfzentren.Bayern oder telefonisch unter 08247/909010 oder auch 116 117. Die Termine werden nach Reihenfolge gemäß den Vorgaben der Ständigen Impfkommission und nach Verfügbarkeit der Impfstoffe vergeben. Die Termin-Benachrichtigungen erfolgen per Post.

Rainer Becker

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