Neuer Vorsitz bei Bad Grönenbacher CSU

CSU-Ortshauptversammlung: Siegfried Schöner hat nicht mehr kandidiert

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Die neugewählte Vorstandschaft mit Bürgermeister Bernhard Kerler und Staatsminister a.D. Josef Miller (von links): Bernhard Kerler, Manfred Endres, Hubert Endres, Gerhard Trunzer, Martin Zeller, Klemens Heinz, Wilma Mendler, Karl Krug, Erwin Walter, Rüdiger Rieß, Martin Schwarz, Florian Dorn und Hubert Rauh.

Bad Grönenbach - Im Gasthaus zur „Post“ hielt die CSU-Ortsgruppe Bad Grönenbach ihre diesjährige Ortshauptversammlung ab. Auf der Agenda standen Tätigkeitsberichte der Funktionsträger und Wahlen zum Ortsvorstand. Als Gastredner sprach Staatsminister a.D. Josef Miller über das aktuelle Thema „Warum ist die Europawahl so wichtig?“

In seinem Rechenschaftsbericht dankte Vorsitzender Siegfried Schöner den Akteuren für ihren bisherigen Einsatz und ihr Engagement und kündigte gleichzeitig seinen Verzicht auf eine Wiederwahl aus beruflichen Gründen an. „Das vergangene Jahr war wiederum von vielen Aktivitäten geprägt“. Insbesondere die Vorbereitungen für die Großveranstaltung zur Landtagswahl mit Staatsministerin Michaela Kaniber und MdL Klaus Holetschek erforderte viel Einsatz. Von großem Interesse war die Besichtigungstour zu den im Bad Grönenbacher Thal ansässigen Gewerbebetrieben. Erneut hohen Einsatz forderte Vorsitzender Schöner für die kommenden Kommunalwahlen 2020 bei der Kandidaten-Gewinnung in den Gemeinderat. 

Viel Zustimmung und Beachtung fand anschließend die Rede zum Thema „Warum ist die Europawahl so wichtig?“ von Josef Miller. Dieser sagte: „Wir leben nicht nur in der längsten Friedensphase, sondern seit fast 75 Jahren auch in der längsten Phase der Demokratie in unserem Land.“ In der Europäischen Union erlebe man derzeit allerdings eine Schwächung der Volksparteien, was einen Verlust an politischer Stabilität bedeute. Darum werde das Jahr 2019 ein Schicksalsjahr für die Entwicklung Europas. „Wird es gelingen, Europa auf Kurs zu halten?“, fragte Miller besorgt. Für ihn geht es in Europa um die Frage, ob es gelingt den Kontinent auf einem konstruktiven Kurs zu halten, oder ob durch die Wahlen eine weitere Schwächung Europas eingeleitet wird. „Wir müssen deshalb alles tun, damit es nicht so weit kommt. Das, was wir bei der anstehenden Europawahl am 26. Mai wählen, bleibt für die nächsten fünf Jahre so und kann nicht mehr korrigiert werden. Europa ist für uns alternativlos, weil wir als Deutschland mit nur noch einem Prozent der Weltbevölkerung allein nicht gegen Supermächte wie China, USA oder Russland bestehen können“, so der ehemalige Staatsminister. Europa bleibe deshalb auch in Zukunft der Garant für unseren wirtschaftlichen Erfolg und unseren Wohlstand. Die Europäische Union habe viel dazu beigetragen, dass wir seit 77 Jahren vor Kriegen in Europa verschont blieben. Und auch der Klimaschutz könne nur europäisch und weltweit erfolgreich gemeistert werden. Der Einsatz für Europa lohnt sich also in jedem Fall, so Miller. Dabei habe die CSU die historische Chance, dass ein Deutscher, ein Bayer, in der Europäischen Union Kommissionspräsident werden kann. „Manfred Weber als Kommissionspräsident wäre die beste Voraussetzung für eine gute Zukunft in Brüssel. Dies ist ein Vorteil, den wir uns bei der anstehenden Wahl am 26. Mai nicht entgehen lassen sollten“, argumentierte Miller“. 

Neuwahlen und Ehrungen 

Die anstehende Wahl zum Vorstand brachte folgendes Ergebnis: Neuer erster Vorsitzender wurde Rüdiger Rieß. Seine Stellvertreter: Gerhard Trunzer und Florian Dorn. Schatzmeister: Klemens Heinz. Schriftführer: Hubert Rauh. Zu Beisitzern gewählt wurden: Manfred Endres, Hubert Endres, Martin Zeller, Wilma Mendler, Karl Krug, Erwin Walter und Markus Schwarz. Gewählte Kassenprüfer: Karl Klinger und Alfred Dorn. Geehrt für langjährige Mitgliedschaft wurden außerdem: Manfred Endres (20), Xaver Angerer (30) und Dr. Karl Heinz Berger (40 Jahre). (jw)

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