CSU-Ortsverband Erkheim feiert 70-jähriges Gründungsjubiläum

„Hier findet die Zukunft statt“

+
Ein kleines Geschenk gab es natürlich auch zum 70. Geburtstag. Im Bild (von links): Alfons Weber (Bezirkstagsvizepräsident), CSU-Ortsvorsitzender Otmar Hoffmann, Franz Josef Pschierer (Wirtschaftsminister), Markus Söder und Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek.

Erkheim - Der CSU-Ortsverband Erkheim feierte zusammen mit dem neuen Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder sein 70-jähriges Gründungsjubiläum. In der Erkheimer Schulverbandshalle trafen sich CSU-Anhänger, Mitglieder und Funktionäre aus der Region sowie zahlreiche Ehrengäste. Musikalisch unterstützt wurde die Feier von der Jugendblasmusikkapelle ErWeSo und dem Allgäuer Bauernchor.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder war Festredner bei der 70-Jahr-Feier des CSU-Ortsverbandes Erkheim.

Obwohl Vorsitzender Otmar Hoffmann dem CSU-Ortsverband Erkheim ein stattliches Alter bestätigte, konnte er das genaue Gründungsdatum nicht nennen, nachdem die Vereinsunterlagen an verschiedenen Orten erfasst und verarbeitet wurden. Frei nach dem Aristoteles Zitat „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“ lobte er indes die Aussagen des neuen Ministerpräsidenten Markus Söder in seiner ersten Regierungserklärung und zeigte sich überzeugt, dass die darin gemachten Ankündigungen auch zügig umgesetzt werden. Im Gegensatz dazu bezeichnete er die Regierungsarbeit im Bund als „Schildkrötenpolitik aus Berlin“ - alt, eingestaubt, behäbig und aussitzend. 

„Wenn man Bayern kennen will, muss man aufs Land fahren“, begann Söder seine Hymne auf den Freistaat. „Hier findet die Zukunft statt“, sagte er anerkennend in Erkheim. In 70 Jahren haben Frauen und Männer hier in ehrenamtlicher Arbeit viel getan um das Land voranzubringen. „Deutschlands Leistungsherz und Kraftcenter liegt eindeutig im Süden und das muss so bleiben“. 

Insbesondere Schwaben mit seinen vielen mittelständischen Unternehmen und seinen anerkannten Handwerksbetrieben stehe hier an der Spitze und leisten dauerhaft hervorragende Arbeit. Für die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen gebe der Freistaat jährlich rund zwei Milliarden Euro aus, betonte Söder sodann. „Wir helfen anderen gerne, aber wir dürfen unsere eigenen Landsleute dabei nicht vergessen“, mahnte er. 

Denn obwohl es den Menschen hier in Bayern gut gehe, gäbe es auch hier noch genügend Baustellen, die abgearbeitet werden müssten. So sei die Pflege in vielen Familien ein großes Thema. Insbesondere die häusliche Pflege, in der die meiste Pflegeleistung erbracht werde, verdiene mehr Anerkennung und Unterstützung. Die Staatsregierung habe deshalb beschlossen, eine Milliarde Euro an Pflegegeld aufzulegen. Auch bei der Eigentumsbildung sieht Söder in Deutschland erheblichen Nachholbedarf. Europaweit gebe es bei uns am wenigsten Wohneigentum. Ein höheres Baukindergeld und eine Eigenheimzulage sollen helfen, das Thema zu entschärfen. Handlungsbedarf sieht Söder auch bei der inneren Sicherheit. Nachdem diese an den europäischen Außengrenzen nicht garantiert sei, habe Bayern beschlossen, eine eigene Grenzpolizei zu installieren und wolle dafür 3.500 Polizisten einstellen. 

Zu der durch seinen „Kreuz-Erlass“ entbrandten Diskussion bemerkte Söder, der Freistaat sei christlich-abendländisch geprägt und sorge sich um seine Identität. „Wir haben Wertvorstellungen, die jeder, der zu uns kommt einzuhalten hat“, sagt Söder. Dazu gehöre zweifelsohne auch das Kreuz. Zudem werde Bayern künftig ganztägige Klassen an Schulen einführen, in denen insbesondere jüngeren Kindern mit Migrationshintergrund die Deutsche Sprache und unsere Werte besser und schneller vermittelt werden könnten. 

Ein auf den Nägeln brennendes Problem sei weiterhin der Länderfinanzausgleich. Bayern sei seit Jahren das größte Geberland. Als Empfängerland habe Bayern seinerzeit rund vier Milliarden DM erhalten, mittlerweile aber rund 50 Milliarden Euro an kapitalschwache Länder bereits ausbezahlt, was die Leistungsfähigkeit Bayerns nicht unerheblich schwäche, kritisierte der Ministerpräsident abschließend. (jw)

Auch interessant

Meistgelesen

Großer Sternmarsch und Dämmerumzug in Memmingen
Großer Sternmarsch und Dämmerumzug in Memmingen
Trauer um Margarete Holzinger
Trauer um Margarete Holzinger
Memminger DLRG in Traunstein
Memminger DLRG in Traunstein
Schnee: Gehwege zum Teil nicht mehr nutzbar. Probleme bei der Müllabfuhr
Schnee: Gehwege zum Teil nicht mehr nutzbar. Probleme bei der Müllabfuhr

Kommentare