Von Mindestlohn bis Pfandpflicht

Das Jahr 2022 bringt zahlreiche Veränderungen mit sich

Plastiktüten
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Seit Jahresanfang gilt ein Plastiktüten-Verbot, aber es gibt Ausnahmen: Die dünnen Hemdchen- und Knöllchenbeutel, die meist zum Verpacken von losem Obst oder Gemüse benutzt werden, sind weiterhin erlaubt.
  • VonMichaela Breuninger
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Memmingen/Region – Mit Beginn des Jahres 2022 sind erneut zahlreiche Gesetzesänderungen, neue Regeln und neue Verordnungen in Kraft getreten. Hier einige der Wichtigsten davon im Überblick:

  • CO2-Preis: 2022 steigt der CO2-Preis. Statt 25 Euro je Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid sind dann 30 Euro fällig. Die Erhöhung wird sich ebenfalls bei den Spritpreisen und Heizkosten bemerkbar machen.
  • Bahnfahrkarten: Bei der Deutschen Bahn können im Zug keine Fahrkarten mehr beim Schaffner gelöst werden. Als Alternative kann ein digitales Ticket auf www.bahn.de oder per App gebucht werden.
  • EEG-Umlage: Zum Jahreswechsel sinkt die Umlage zur Finanzierung des Ökostroms (EEG-Umlage) auf 3,723 Cent je Kilowattstunde - und damit um mehr als 40 Prozent. Allerdings dürfte der Strom dadurch nicht billiger werden, da die Umlage lediglich einen Teil des Preises ausmacht und die auch Versorger beim Einkauf mehr bezahlen als noch vor einem Jahr.
  • Gewährleistung: Wer bei einem gekauften Produkt später einen Mangel feststellt, hat ab Januar eventuell bessere Karten: Die Gewährleistung wird von sechs Monaten auf ein Jahr verlängert.
  • Mindestlohn: Schon am 1. Januar soll der Mindestlohn auf 9,82 Euro/Stunde steigen. Zum 1. Juli winkt eine weitere Erhöhung auf 10,45 Euro/Stunde.
  • Kükentöten: Ab 1. Januar soll auch das millionenfache Töten männlicher Küken endlich ein Ende haben. Stattdessen soll nun im Vorfeld das Geschlecht des Kükens bestimmt werden.
  • Pfandpflicht: Die Pfandpflicht für Getränke in Plastikflaschen wird ausgeweitet - also ebenfalls für Säfte und Smoothies. Auch Getränkedosen werden ohne Ausnahme pfandpflichtig.
  • Plastiktüten: Einwegtragetaschen aus Plastik sind ab Januar 2022 verboten und werden aus den Läden verschwinden. Aber es gibt Ausnahmen: Die sogenannten Hemdchen- oder Knöllchen-Tüten, die meist zum Verpacken von losem Obst und Gemüse benutzt werden, sind weiterhin erlaubt.
  • Plug-in-Hybride: Nicht mehr in den Genuss einer staatlichen Förderung könnten die Käufer von Plug-in-Hybriden (Autos, die neben einem Verbrenner- auch einen Elektromotor haben, der per Stromkabel aufgeladen wird) kommen. Denn die vorgeschriebene elektrische Reichweite steigt von 40 auf 60 Kilometer.
  • Porto: Die Deutsche Post erhöht die Portogebühren, unter anderem werden Briefe um fünf Cent und Postkarten um zehn Cent teurer.
  • Tabaksteuer: Rauchen wird teurer: Die Steuer für eine Packung mit 20 Zigaretten steigt um durchschnittlich 10 Cent. Auch beim Wasserpfeifentabak sowie bei den Liquids für E-Zigaretten wird an der Steuerschraube gedreht - allerdings erst ab 1. Juli 2022.
  • Tattoo-Farben: Um Tätowierfarben und Permanent Make-up sicherer zu machen, unterliegen ab 4. Januar in der gesamten EU viele Chemikalien in Tattoo-Farben den Beschränkungen durch die sogenannte REACH-Verordnung. Tausende Substanzen stehen dann auf der Bannliste, da viele aus EU-Sicht potentiell gefährlich und nicht ausreichend erforscht sind. Die Tattoos werden somit zukünftig etwas weniger bunt ausfallen.

Wie so oft zum Jahreswechsel gibt es auch Anfang 2022 einige Neuerungen und Änderungen - mit all ihren Vorzügen und Nachteilen.

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