„Startschuss für ein wichtiges Projekt“

Denkmalgeschützte Alte Schule in Reichau wird Dorfgemeinschaftshaus

Die denkmalgeschützte Alte Schule, Baujahr 1878.
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Die denkmalgeschützte Alte Schule, Baujahr 1878.

Boos/Reichau – Die denkmalgeschützte Alte Schule in Reichau von 1878 wird saniert und zu einem Dorfgemeinschaftshaus und einer Begegnungsstätte für die Reichauer Bürger ausgebaut. Start für den Baubeginn des rund 1,18 Millionen Euro teuren Vorhabens ist der Mai 2020. Die Fertigstellung soll bis September 2021 erfolgen.

„Man kann es verantworten, das Projekt umzusetzen“, begrüßte Bürgermeister Helmut Erben aus Boos die Teilnehmer bei der Übergabe des Förderbescheides durch den leitenden Baudirektor Christian Kreye vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben (ALE). Insbesondere, da sich auch die Vereine mit entsprechender Eigenleistung tatkräftig daran beteiligen wollen. Erben dankte dabei insbesondere dem CSU-Abgeordneten Klaus Holetschek, dass er sich für das Projekt bei der Regierung so vehement eingesetzt hat und weiter einsetzen werde.

„Die Erfolgsgeschichte der Dorferneuerung in Boos setzt sich jetzt in Reichau fort“, so Baudirektor Kreye. „Heute geben wir mit der Übergabe des Förderbescheides den Startschuss für ein wichtiges Projekt in Reichau.“ Die Sanierung der denkmalgeschützten Alten Schule, die mit insgesamt 754.000 Euro der förderfähigen Kosten von 943.000 Euro bezuschusst wird, sichert dem Dorf Reichau mit seinen rund 360 Einwohnern eine neue Lebensqualität.

Ein geeignetes Konzept, das von allen Reichauer Vereinen getragen wird, liegt der Gemeinde bereits vor. Die Alte Schule wird runderneuert und einer teilweisen neuen Nutzung zugeführt. An die Schule schließt das Schützenheim an. Dieses soll im Zusammenhang mit der Schulsanierung ebenfalls umgebaut werden. Das Gebäude soll in Zukunft als Dorfgemeinschafthaus eine Stätte der Begegnung sein.

An Bürgermeister Erben gewandt sagte Kreye: „Sie haben sich in den letzten Jahren zusammen mit ihrem Gemeinderat und den Bürgerinnen und Bürgern aus Reichau intensiv darüber ausgetauscht, wie in Reichau auch zukunftsfähige Räume für die Dorfgemeinschaft geschaffen werden können und wie die denkmalgeschützte Alte Schule erhalten und genutzt werden kann.“

80 Prozent Förderleistung durch die Politik sei ein beachtlicher Beitrag, der es ermögliche, so ein Projekt anzugehen, um damit den ländlichen Raum zu stärken, so Holetschek. „Ich sehe meine Aufgabe darin, möglichst optimale Förderbedingungen für die Kommunen zusammen mit dem Amt darzustellen und aufzuzeigen“, sagte der CSU-Politiker. Abschließend erläuterte Architekt und Stadtplaner Franz Arnold anhand seiner Pläne die Einzelheiten des Bauvorhabens sowie die Zuordnung und Aufteilung der Räumlichkeiten. (jw)

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