Elektrifizierung schreitet voran

DB informiert über Maßnahmen an der Strecke München-Lindau

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Nachdem die Arbeiten zwischen München und Memmingen abgeschlossen sind, stehen heuer die Elektrifizierungsmaßnahmen Richtung Bodensee an.

Memmingen – Nachdem die Arbeiten für die Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Lindau zwischen München und Memmingen so gut wie abgeschlossen sind, steht in diesem Jahr die Strecke Memmingen-Lindau an. Um über die anstehenden Arbeiten und die damit verbundenen Verzögerungen bei der Reisezeit zu informieren, lud die Bahn zu einem Pressegespräch nach Memmingen.

Bauen bedeute immer, dass nicht alle Züge fahren können wie sie möchten, begann der Sprecher der Großprojekte Bahn, Franz Lindemair. 173 Millionen Euro hat die Bahn in die Elektrifizierung im vergangenen Jahr investiert - in diesem Jahr kommen weitere 145 Millionen dazu. Der technische Projektleiter, Matthias Neumair, gab einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr, in dem man die Strecke von München beginnend bis Memmingen realisiert hat. Nun will man mit dem Ausbau von Memmingen nach Aichstetten in Richtung Bodensee beginnen. Zwischen Aichstetten und Hergatz werden laut Neumair drei Bahnübergänge und sieben Kilometer Gleise erneuert. Der Bahnhof Kißlegg wird umgebaut; in Leutkirch, Kißlegg und Wangen werden Schallschutzwände errichtet und das Umrichterwerk in Leutkirch für die Stromversorgung wird weitergebaut. 

Strecke fünf Monate gesperrt

Neumaier kündigte ein bauintensives Jahr an. 80 Kilometer Gleise würden elektrifiziert, 1.300 Oberleitungsmasten errichtet und fast elf Kilometer Schallschutzwände gebaut. Die Strecke zwischen Aichstetten und Hergatz wird fünf Monate lang komplett gesperrt sein. Jürgen Schnabl, Marketingchef des Regionalverkehr Alb-Bodensee, ging deshalb auf den Schienenersatzverkehr ein. Der Knoten in Memmingen werde wegen der Verbindungen nach München und Ulm mit einer stündlichen Verbindung nach Aichstetten gehalten. Es stünden auch genügend Busse zur Verfügung, allerdings könnten diese keine Fahrräder mitnehmen. Schnabl würde es auch begrüßen, wenn Schnellbusse zur Verfügung ständen, aber das sei vom Land Baden-Württemberg abhängig. Bei Bedarf würde man auch mit Gelenkbussen oder zwei Bussen fahren. Die Fahrzeit von Aichstetten nach Hergatz werde sich dabei allerdings um eine Stunde verlängern, für weitere Streckenabschnitte konnte Schnabl keine Angaben machen. 

Fahrzeit soll um eine Stunde reduziert werden

In Memmingen gibt es noch Elektrifizierungsarbeiten am Bahnhof Memmingen sowie den Abbruch und Neubau des Fußgängerstegs, die Erneuerung zweier großer Brücken und Restarbeiten für die Elektrifizierung aus 2018. „Ende 2020 dürfen wir uns auf die Fertigstellung des Restabschnitts bis Lindau und den Beginn des schnellen und sauberen Zugverkehrs zwischen München und Lindau freuen“, so Neumair. Die Fahrzeit von München nach Lindau werde sich voraussichtlich um eine auf dreieinhalb Stunden reduzieren. 

Weitere Informationen gibt es auf der Projekthomepage www.abs48.com. Informationen zu baubedingten Fahrplanänderungen gibt es aufwww.bauinfos.deutschebahn.com. Für das Smartphone gibt es die Apps "DB Bauarbeiten", "DB Streckenagent" und "DB Navigator".(ew)

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