Verkehrshelfer zum Schutz der Kinder

Lebhafte Diskussion mit OB Schilder in Volkratshofen

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Oberbürgermeister Manfred Schilder im Gespräch mit Bürgerausschuss und Vereinsvorständen in Volkratshofen.

MM-Volkratshofen - Unter der Leitung des Bürgerausschusses diskutierten Vereinsvorstände, Vertreter der Schulen, des Kindergartens, der Kirchengemeinde sowie des Ortsteilreferenten in einem zwanglosen Rahmen mit Oberbürgermeister Manfred Schilder über Wünsche und Anregungen zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der vielfältigen Volkratshofer Einrichtungen.

Hans Stetter, stellvertretender Vorsitzender des Bürgerausschusses, begrüßte in Vertretung des erkrankten Walter Rückl die versammelten Vereinsvorstände, Vertreter der Kirche, der Schulen und des Kindergartens und dankte dem Stadtoberhaupt für die Möglichkeit, Wünsche und Anregungen der Vereine vor Ort zu diskutieren und aufzunehmen. Schon seit einiger Zeit habe sich dieses Veranstaltungsformat als erfolgreich erwiesen und sollte beibehalten werden, so der Tenor der Vorstände. Die Liste der Anregungen und Verbesserungsvorschläge war auch diesmal wieder beachtlich.

Ausführlich diskutiert wurde beispielsweise ein sicherer Schulweg für die Schul- und Kindergartenkinder. Problematisch ist dabei die Überquerung der Staatsstraße 2009. Laut Oberbürgermeister Manfred Schilder wurden bereits verschiedene technische Möglichkeiten diskutiert und in Erwägung gezogen, wie beispielsweise die bekannten Drückampeln. Experten würden allerdings von dieser Lösung abraten. Drückampeln verstärkten vielmehr die Unfallhäufigkeit, weil Kinder sich zu sehr darauf verließen. Eine absolut sichere und praktikable Lösung gebe es in dieser Angelegenheit eigentlich nicht, so das Stadtoberhaupt.

Vorgeschlagen wurde schließlich der Einsatz von sogenannten Verkehrshelfern. Engagierte Bürger, die täglich für eine begrenzte Zeit dieses Ehrenamt übernehmen möchten, sollten sich melden. Die Verantwortung für einen sicheren Schulweg liege allerdings bei den Eltern, so der Rathauschef.

Ein weiteres Problem der Schüler sei der stark ramponierte Pausenhof der Schule, der dringend saniert werden solle, so die Vertreterin der Schule, Monika Kühn. Gesundheitliche Probleme durch vermehrte Mobilfunkanlagen, vor allem durch die neue 5G-Technik, Verunreinigungen in Anlagen der Tulpenallee durch freilaufende Hunde, der geplante Anbau am Feuerwehrhaus Ferthofen oder die Benutzung der Mehrzweckhalle durch Sportler auch in der Ferienzeit oder der bereits mehrfach geäußerte Wunsch einer Beleuchtung des Fahrradweges nach Ferthofen waren weitere Anliegen der Vereinsvorstände, die durch die Stadt gelöst werden sollten.

Ein Problem, das noch immer in der Diskussion ist und bereits früher angesprochen wurde, ist die nichtfunktionierende Heizung in der Sporthalle. „Es ist bald nicht mehr möglich, in dieser von kalter Zugluft durchwehten Halle Sport zu treiben“, kritisierten die Betroffenen. Hier sprach der OB von laufenden Gesprächen mit der LEW, um eine vernünftige Lösung zu finden. Ein seit Jahren diskutiertes Problem betrifft den nicht funktionierenden ÖPNV. Und nicht zuletzt erwarten die Bürger, dass auch Volkratshofen in den Genuss des ISEK-Programms kommt und nicht abgehängt wird.

Oberbürgermeister Manfred Schilder hatte einiges zu notieren und versprach, alles zu tun, was möglich ist. Er bat allerdings um Verständnis, dass nicht alles sofort umgesetzt werden könne, denn manches brauche einfach länger. Andererseits sei die Stadt auch nicht für alles zuständig, was gefordert werde.(jw)

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