Gut vorbereitet in die Badesaison

DLRG und KURIER stellen die zehn wichtigsten Baderegeln vor

1 von 10
Vor dem Baden abkühlen und duschen!
2 von 10
Nicht mit vollem oder ganz leerem Magen ins Wasser gehen!
3 von 10
Nichtschwimmer sollten nur bis zum Bauch ins Wasser gehen!
4 von 10
Nicht ohne tatsächliche Gefahr um Hilfe rufen! Anderen helfen, die Unterstützung brauchen.
5 von 10
Nicht die eigenen Kräfte überschätzen!
6 von 10
Nicht dort baden, wo Schiffe und Boote fahren!
7 von 10
Bei Gewitter das Wasser sofort verlassen und ein festes Gebäude aufsuchen!
8 von 10
Das Wasser und seine Umgebung sauber halten – Abfälle gehören in den Mülleimer!

In diesem Jahr werden sicherlich viele ihren Urlaub im Inland und hier insbesondere an den Badeseen verbringen. Unbewachte Seen bergen aber durchaus Gefahren. Für ein ungetrübtes Badevergnügen stellt der Memminger KURIER in Zusammenarbeit mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft wöchentlich je eine Baderegel vor. Mit Einhaltung dieser Regeln sind schon viele Gefahren gebannt.

Vor dem Baden abkühlen und duschen!

Geht man mit von der Sonne oder durch Sport aufgeheiztem Körper ins Wasser, wird das Herz-Kreislauf-System stark belastet. Der Fachbegriff lautet hier „Immersionsschock“. Sicherlich kennen viele die anfängliche Atemnot, wenn sie plötzlich unter der kalten Dusche stehen. Im Wasser wird dies schnell lebensbedrohlich.

Nicht mit vollem oder ganz leerem Magen ins Wasser gehen!

Der Körper benötigt beim Verdauen Energie, die ihm dann nicht zum Schwimmen/für die Muskeln zur Verfügung steht. Noch gefährlicher ist allerdings ein ganz leerer Magen, denn dann fehlt erst recht die benötigte Energie.

Nichtschwimmer sollten nur bis zum Bauch ins Wasser gehen!

Mit dieser Regel wird ein kleiner Sicherheitspuffer eingebaut. Sollte der Seegrund plötzlich abfallen, was gerade bei unseren Baggerseen fast durchgängig der Fall ist, kann man trotzdem selbst wieder in die sichere Zone zurück. Bei Wellengang am Meer kann aber auch schon knietiefes Wasser die Obergrenze für Nichtschwimmer bedeuten.

Nicht ohne tatsächliche Gefahr um Hilfe rufen!

Hier gefährdet man nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Die Schwimmbadaufsicht, Rettungsschwimmer oder andere Badegäste reagieren nicht mehr, wenn sie mehrfach zu Hilfe gerufen wurden und tatsächlich nie Hilfe benötigt wird. Nach dem Sprichwort „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“ kommt dann, wenn man doch plötzlich Hilfe benötigt, niemand mehr. 

Nicht die eigenen Kräfte überschätzen!

Wer an Land seine Kräfte überschätzt, kann sich zum Beispiel hinsetzen und ausruhen. Im Wasser geht das nicht. Wenn einen hier mitten im See die Kräfte verlassen, kommt man vielleicht nicht mehr bis zum Ufer. Das wird schnell lebensgefährlich. Am besten kann man noch in Rückenlage ausruhen. Hierfür auf den Rücken legen, immer möglichst tief einatmen und mit leichten, kraftsparenden Armbewegungen Richtung rettendes Ufer bewegen. Sicherer ist es, gar nicht erst zu weit hinaus zu schwimmen. Und (zu viel) Alkohol und Schwimmen passen gar nicht gut zusammen.

Nicht dort baden, wo Schiffe und Boote fahren!

Zugegeben, an den Unterallgäuer Badeseen findet doch eher wenig Schiffsverkehr statt. Aber wer seinen Sommerurlaub dieses Jahr an großen Seen oder Flüssen verbringt, sollte folgendes im Hinterkopf behalten: Ein Bootsführer kann Schwimmer nur schwer erkennen und daher leicht übersehen. Was passieren kann, wenn man vom Boot überfahren wird, kann sich jeder selbst ausmalen. Das andere ist der immense Sog, den insbesondere größere Schiffe oder Schubverbände erzeugen. Dies wirkt bis in den Uferbereich und kann selbst Erwachsene von den Beinen holen. Am Rhein verunglücken hierdurch jedes Jahr mehrere Menschen. An größeren Seen ist mit schwarz-weißen Flaggen oft ein Bereich für Wasserfahrzeuge ausgewiesen. Hier ist Schwimmen verboten.

Bei Gewitter das Wasser sofort verlassen und ein festes Gebäude aufsuchen!

Die Gefahr, dass einen der Blitz direkt trifft, ist relativ gering. Durch die hohe Leitfähigkeit des Wassers verteilt sich der Strom aber über eine große Fläche. Auch in 100 Metern Entfernung zur Einschlagsstelle kann einem der Blitz noch gefährlich werden. Bei Gewitter setzt man sich zum Beispiel ins Auto oder sucht ein festes Gebäude auf. Dort ist man geschützt.

Das Wasser und seine Umgebung sauber halten – Abfälle gehören in den Mülleimer!

Abfall im Wasser ist nicht nur schlecht für die Umwelt, man kann ihn auch schlecht erkennen. Schnittverletzungen können zum Beispiel die Folge sein. Außerdem gehört es einfach zur allgemeinen Rücksichtnahme den anderen Badenden gegenüber, keinen Abfall zu hinterlassen. Man sollte den Badeplatz immer so verlassen, wie man ihn selbst auch vorfinden möchte.

Aufblasbare Schwimmhilfen bieten keine Sicherheit im Wasser!

Aufblasbare Schwimmhilfen bieten nur eine vermeintliche Sicherheit. Dies gilt auch für Luftmatratzen oder Schwimmtiere. Verlieren diese Luft oder fällt man von seinem Flamingo, hat man keine Unterstützung mehr. Zudem genügt schon ein leichter Wind, dass die Schwimmhilfe abtreibt und nicht mehr erreichbar ist. Schafft man es ohne Schwimmhilfe nicht mehr ans Ufer, wird es lebensgefährlich. Ein Tipp für Eltern: Nur mit dem Seepferdchenabzeichen ist man noch kein sicherer Schwimmer! Kinder sollte man beim Baden nie aus den Augen lassen.

Nur dann ins Wasser springen, wenn es frei und tief genug ist!

Jedes Jahr müssen nicht wenige, überwiegend Jugendliche, wegen Verletzungen an der Halswirbelsäule behandelt werden. Ein leichtsinniger Kopfsprung kann hier schnell im Rollstuhl enden. Häufig ist Alkohol im Spiel, der die Hemmschwelle für waghalsige Sprünge sinken lässt. Ein Kopfsprung in unbekanntes oder flaches Wasser ist definitiv keine gute Idee. Aber auch Fuß- und Beinverletzungen, die auch die DLRG Memmingen/Unterallgäu mehrfach nach Sprüngen in zu flaches Wasser behandeln mussten, sind zwar nicht lebensgefährlich, aber trotzdem sehr unangenehm und schmerzhaft.

Auch interessant

Meistgelesen

Gleich zwei Preisträger: Fassadenpreis der Stadt Memmingen verliehen
Gleich zwei Preisträger: Fassadenpreis der Stadt Memmingen verliehen
Memmingen: MEWO baut Wohnpark in der Schererstraße
Memmingen: MEWO baut Wohnpark in der Schererstraße
Preisträger des Wettbewerbs „Bewegter Wandertag“
Preisträger des Wettbewerbs „Bewegter Wandertag“
Center Parcs Park Allgäu hat wieder geöffnet
Center Parcs Park Allgäu hat wieder geöffnet

Kommentare