Festakt zur Einweihung im Babenhauser Ortsteil

Ein „zweites Wohnzimmer“ für Klosterbeuren: das neue Dorfgemeinschaftshaus

Babenhausen: Einweihung des neuen Dorfgemeinschaftshauses in Klosterbeuren
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Mit einem Gottesdienst und Festakt begann die Einweihung und Schlüsselübergabe des neuen Dorfgemeinschaftshauses in Klosterbeuren bei bestem „Kaiserwetter“. Babenhausens Bürgermeister Otto Göppel dankte allen, die mitgeholfen hatten, dass das Haus in der Kürze der Zeit fertiggestellt werden konnte.
  • VonTom Otto
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Babenhausen-Klosterbeuren - Mit einem Gottesdienst und „Tag der offenen Tür“ wurde das neue Dorfgemeinschaftshaus im Babenhauser Ortsteil Klosterbeuren eingeweiht. In einer rekordverdächtigen Zeit von nur gut zwei Jahren wurde das neue Haus für die Vereine und Bürger:innen fertiggestellt.

Maßgeblicher Faktor dabei war die Eigenleistung der Klosterbeurer Bürger:innen, die insgesamt über 3.500 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit dazu beisteuerten. Auch die rasche Sicherstellung der Finanzierung hatte einen großen Anteil am schnellen Erfolg. Erstmals diskutiert wurde das Vorhaben im April 2017 in einem Bürgerseminar in Thierhaupten. Ende 2017 sprach Bürgermeister Otto Göppel auf einer Bürgerversammlung in Klosterbeuren erstmals öffentlich vom geplanten Dorfgemeinschaftshaus. Im Herbst 2018 beantragte der Markt Babenhausen die erforderlichen Zuschüsse von der EU und dem Land Bayern, die dann auch im Januar 2019 in Höhe von zusammen 460.000 Euro bewilligt wurden. Allein die Europäische Union hatte dafür über das Programm „Entwicklung des Ländlichen Raumes“ davon 390.000 Euro beigesteuert. Mit der Finanzierungszusage der Marktgemeinde Babenhausen von etwas mehr als einer Million Euro konnte es dann auch losgehen. Und es musste auch losgehen, wie Bürgermeister Göppel sagte, denn um die Fördermittel zu bekommen, musste das neue Ortszentrum binnen zwei Jahren fertiggestellt sein. In der Planung des Hauses und bei der Beantragung der Fördermittel hatte auch das „Amt für ländliche Entwicklung Schwaben“ in Krumbach tatkräftig mitgewirkt.

Das neue Dorfgemeinschaftshaus: Ein Treffpunkt und Ausstauschort für die Bürgerschaft

Das wurde nun auch in einem gemeinsamen Kraftakt von Baufirmen und Bürger:innen geschafft. Herausgekommen ist ein Dorfhaus mit insgesamt 360 Quadratmetern an Nutzfläche, davon im Erdgeschoß alleine etwa 150 Quadratmetern für den neuen großen Saal. Der soll von nun an für alle Vereine und die Bürgerschaft das Zentrum des gesellschaftlichen Dorflebens werden, wünscht sich Göppel. Landrat Alex Eder wünschte dem Ort in seinem Grußwort, dass das neue Dorfgemeinschaftshaus zum „zweiten Wohnzimmer“ werden möge und gratulierte zu der effektiven Gemeinschaftsleistung beim Bau. Bürgermeister Göppel betonte auch die immer größer werdende Bedeutung eines Dorfgemeinschaftshauses in Orten wie Klosterbeuren, in denen es auch absehbar keine Dorfwirtschaft mehr gebe, die in früheren Zeiten ein Treffpunkt und Austauschort für die Bürgerschaft gewesen seien. Er zeigte sich überzeugt davon, dass das neue Haus „eine Stätte der Begegnung und Harmonie“ wird, erst recht jetzt nach den isolierten Zeiten während der Pandemie.

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