Medizinische Versorgung soll verbessert werden

Eine Kinderarztstelle mehr in Memmingen

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Memmingen - In Memmingen ist künftig ein weiterer Kinderarztsitz zulässig. Dies teilt der Memminger Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek mit. „Wir brauchen dringend mehr Kinderärzte. Umso erfreulicher ist es deshalb, dass der von mir unterstützte Antrag der Memminger Kinderärzte Dr. med. Stefan Zeller, Professor Dr. med. Martin Ries und Dr. Georg Fröhlich (Die Kindersprechstunde) auf Sonderbedarfszulassung für eine zusätzliche Kinderarztstelle erfolgreich war“.

Der Antrag ist im August vergangenen Jahres beim Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) gestellt worden. „Mein Dank gilt hier insbesondere Dr. Zeller, der gemeinsam mit seinen Kollegen die Initiative ergriffen und den Antrag eingebracht hat“, so Holetschek. Die KVB hat den Antrag jetzt positiv beschieden und anerkannt, dass es Bedarf an einer weiteren Kassenzulassung für einen Kinderarzt im Planungsbereich Memmingen-Unterallgäu gibt. Laut Dr. Stefan Zeller wurde nun die Sonderbedarfszulassung Kinderkardiologie zum 1. Oktober mit Dr. Fröhlich und Professor Dr. Ries zu je 50 Prozent besetzt. Mit der Sonderbedarfszulassung soll sich die Versorgungssituation für Kinder in Memmingen verbessern.

„Ein aufwendiger Antrag auf Sonderbedarfszulassung ist das eine, wir brauchen jedoch insgesamt eine flächendeckende, qualitativ hochwertige und möglichst wohnortnahe ambulante kinderärztliche Versorgung“, so Holetschek. Es sei Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), die gesamte vertragsärztliche Versorgung sicherzustellen. Als Selbstverwaltungskörperschaft nimmt die KVB diese Aufgabe in eigener Zuständigkeit und Verantwortung wahr und ist dabei an bundesgesetzliche Vorgaben gebunden. Dies gilt insbesondere für die Regelungen und Vorgaben der Bedarfsplanungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), von denen die Kassenärztlichen Vereinigungen nur dann abweichen können, wenn dies ausdrücklich gestattet ist.

Nach den Vorgaben dieser Richtlinie galt der Planungsbereich (Kreisregion Memmingen/Unterallgäu) in der kinderärztlichen Versorgung mit einem Versorgungsgrad von 121,5 Prozent bislang offiziell als überversorgt. „Viele betroffene Eltern wissen aus eigener Erfahrung, dass dies sicherlich nicht mehr der Realität entspricht. Was wir brauchen, ist eine am wirklichen Bedarf orientierte Planung der KV-Sitze“, so Holetschek.

Im Landtag hat der Memminger Abgeordnete bereits einen Antrag gestellt, der aufzeigen soll, welche konkreten Auswirkungen die Reform für Bayern hat. „Darüber hinaus müssen wir die richtigen Rahmenbedingungen setzen, dass zusätzliche Stellen auch von ausreichend vielen Kinderärzten besetzt werden können.“ Dies gelte ebenso für die Hausärzte. In Memmingen sind derzeit 6,5 Hausärztestellen nicht besetzt. Um hier mehr Ärzte für eine Region zu gewinnen, seien auch die Kommunen gefordert – etwa durch offensive Werbung oder gezieltes Stadtmarketing. Mit Oberbürgermeister Manfred Schilder gab es laut Holetschek dazu bereits erste Gespräche. (MK)

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